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Alaska

19.07.2017 Rückfahrt nach Anchorage

Unser heutiges Tagespensum ist gut zu schaffen. Besondere Exkursionen stehen nicht auf dem Programm und glücklicherweise entnimmt Bettina ihrem Reiseführer, dass sich im kleinen Städtchen Wasilla das Museum des hier sehr berühmten Idarod Trails befindet. Das 1.850 Kilometer lange jährlich stattfindende Schlittenhunderennen hat seinen Ursprung im Winter des Jahres 1925. Eine Diphterie-Epidemie in Nome konnte medizinisch nicht bekämpft werden, da Flugzeugen wegen der Winterstürme ein Start versagt war. So machten sich 20 Schlittenhundeteams auf den Weg und brachten das lebensrettende Serum in sage und schreibe 127 Stunden nach Nome, gerade rechtzeitig. Im Museum informiert ein etwa 30-minütiges sehr interessantes Video über das Thema Schlittenhunde.

Den nächsten Stopp legen wir in Ekluthna Village ein und besichtigen dort die neue und alte russisch- orthodoxe Kirche mit den zahlreichen Ikonen. Dann beginnt es wieder zu regnen. In Anchorage angekommen steht uns der Sinn nach einem Strandspaziergang. Aber weder das Wetter, noch die unglaublich hohe Parkplatzgebühr (10 Dollar für 0 bis 2 Stunden) motivieren dazu. Also begeben wir uns zum Flughafen, geben unser Auto ab und fahren mit dem Shuttle des schon bekannten „Inlet Tower“ zurück, checken ein und warten ab, was der letzte Abend dieser Reise bringen wird.

Und der hat es wahrlich in sich. Karin und Bernd sind ebenfalls wieder im Hotel eingetroffen, wir verabreden uns in der Bar und feiern Abschied, wie es sich gehört. Sie haben viel erlebt, wir berichten über unsere Eindrücke und sorgen dafür, dass es dem Kellner nie langweilig wird.Mit diesem schönen harmonischen Abend beenden wir unsere tolle Alaska-Reise, morgen geht es zurück nach Deutschland.

Damit ist nun auch leider Schluss mit diesem Blog. Der Reisebericht kann unter

http://reisen.call-n-deal.de/reiseberichte/amerika/abenteuer_alaska/index_ger.html

eingesehen werden.
Wir sagen ganz herzlichen Dank für das Interesse, für die zahlreichen Anmerkungen und wunderbaren lieben Kommentare.

Iditarod Museum

russische Kirche in Ekluthna Village

Abschied nach Maß

18.07.2017 Fahrt nach Wasilla

Die Sonne lacht, als wir das Grizzly Bear Resort verlassen. Einmal noch geht es in den Nationalpark und dort begeben wir uns auf den 3,8 Kilometer langen Rock Creek Trail, der bis zur Schlittenhundestation führt. Es wird immer heißer und schnell entledigen wir uns unserer Jacken – vielleicht liegt es aber auch an dem frischen Bärenkot, der am Weg liegt, dass wir dermaßen ins Schwitzen geraten.

An der Station sind etwa 20 Schlittenhunde anzusehen und teilweise auch zu streicheln. Die meisten liegen gelangweilt in oder vor der Hütte und freuen sich auf den Winter, wenn es wieder losgeht. Zurück zum Parkplatz gehen wir den 2,9 Kilometer langen Roadside Trail, trinken dann einen Kaffee und machen uns auf den Weg in Richtung Süden.

Unterwegs gibt es wegen Straßenbauarbeiten einen kleinen Stau und wir nehmen erstaunt zur Kenntnis, dass nicht eine Ampel den Verkehr regelt, sondern ein Mensch, eine Frau oder ein Mann, mit einem Schild, dass entweder „Slow“ oder „Stop“ anzeigt. Zwischendurch regnet es. Einmal erblicken wir eine Elchkuh mit zwei Kälbern am Straßenrand. Die Straßenverhältnisse sind okay und wir wundern uns über das ein oder andere Auto mit Reifenschaden am Wegesrand.

Gegen Abend ist Wasilla erreicht und glücklich checken wir im „Agata“ ein. Gegenüber weiden ein paar Rentiere. Zum Abendessen wird uns der in deutscher Hand befindliche „Schwabenhof“ empfohlen. Es gibt deutsches Bier und deutsche Schnäpse, aber die Küche ist nicht auf Gäste eingestellt und so bestellen wir in einer benachbarten Pizzeria.

Gleichzeitig findet im Lokal ein Zeichen- oder Malunterricht statt, sieben Frauen versuchen, ein vorgegebenes Bild auf der Leinwand nachzuahmen. Nach meinem Dafürhalten können sie mit dem Ergebnis zufrieden sein.

Sylvie lässt sich nicht stören

hoffnungsvoller Nachwuchs

unsere Nachbarn

17.07.2017 Denali Nationalpark

Unbarmherzig klingelt der Wecker, aber es nutzt nichts, wir müssen hoch. Auf dem Weg zum Parkeingang geben uns noch eine Elchkuh mit Kind und später ein anderer Elch die Ehre. Mit dem Shuttlebus geht es dann in den Park hinein, alle Gäste schauen gespannt aus dem Fenster und unser Fahrer informiert uns mit rauer bzw. heiserer Reibeisen- (oder Whisky)-Stimme über das Gesehene. Es sind ausreichend Stopps auf dem Weg, einmal denke ich, wir halten an einer kleinen Bungalow-Siedlung, aber es handelt sich lediglich, oder zum Glück, um Toilettenhäuschen. Man kann den Bus an allen Haltestellen verlassen, spazieren gehen oder wandern und mit einem der nächsten weiter- oder zurückfahren. Wir entscheiden uns, bis zum Wendepunkt im Bus zu bleiben, immerhin sind es bis zum Wonderlake lange 85 Meilen bzw. über 135 Kilometer.

Wir fahren durch eine herrliche Natur, den Blick immer gebannt aus dem Fenster, und nach einiger Zeit werden wir auch belohnt, erst sehen wir eine Eule und danach einen einsamen Elch auf der Bergkuppe. Später folgen ein paar Karibus. Aber auch ein Bär gibt uns die Ehre und wird aus sicherer Entfernung interessiert beobachtet. Die Fotoapparate klicken und jeder im Bus freut sich über dieses Erlebnis. Und immer wieder kommen ein paar Karibus ins Bild. Am Eielson Visitor Center verlassen einige den Bus, wir haben hier eine längere Pause und dürfen, welch ein Glück, den Mount Denali in voller Größe bewundern. Der mit 6.190 Metern höchste Berg der USA zeigt sich uns majestätisch in seiner ganzen Pracht. Dieses Schauspiel ist längst nicht allen Reisenden vorbehalten, denn meistens ist der Mount McKinley, so hieß er früher, von dicken Wolken verhüllt. Ein paar drollige Ziesel laufen durch das Gras.

Am Wonderlake essen wir eine Kleinigekeit und fahren dann zurück zum gerade erwähnten Besucherzentrum – der Mount Denali hat sich hinter den Wolken versteckt. Wir machen eine kleine Wanderung, steigen dann in den nächsten Bus und fahren heim, einmal noch rückt ein Grizzly ins Blickfeld, später ein paar Elche und Karibus. Dann ist Schluss, immerhin waren wir über 12 Stunden unterwegs und haben viel gesehen und erlebt. Ich hatte gedacht, dass wir unterwegs auf noch mehr Bären treffen würden, bin aber trotzdem sehr zufrieden.

Elchmutter mit Kind

im Nationalpark

früher hätte man Abort gesagt

drolliger Ziesel

endlich ein Bär

Mount Denali in voller Pracht

Park-Panorama

Karibu

und noch ein Bär

16.07.2017 Denali Nationalpark

Gestern war nicht viel los, wir sind von Juneau nach Anchorage geflogen, haben dort unser Mietauto empfangen und sind nordwärts gefahren. In Talkeetna hatten wir ein Zimmer reserviert, nicht wissend, dass das „Falkennest“ im Nirgendwo liegt, dort wo sich Hase und Fuchs, in diesem falle Elch und Bär, gute Nacht sagen. Nur leider haben wir keines dieser Tiere gesehen, obwohl unser Herbergsvater meint, dass allmorgendlich ein Elch hinter dem Haus erscheint. Dafür haben wir hier gutes Wlan und eine Badewanne mit Whirlpool.

Heute fahren wir in Richtung Denali und beziehen ein Zimmer im Grizzly Bear Resort, direkt am Highway, aber mit Blick auf den Nenana-Fluss und nur neun Kilometer vom Eingang des Nationalparks entfernt. Dort suchen wir schon einmal das Besucherzentrum auf, holen unsere vor vielen Wochen in Deutschland reservierten Eintrittskarten ab und wandern bis zum Horseshoe Lake, ein angenehmer Spaziergang an der frischen Luft. Morgen beginnt unser Parkausflug um 5!:00 Uhr, deshalb machen wir jetzt Schluss und begeben uns zur Ruhe.

Dort geht´s lang

unser Falkennest

in Talkeetna

Am Horseshoe Lake

auf dem Balkon des Hotel Grizzly Bear

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