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Palenque- Palast

Palenque- Palast

Palenque-Tempel der Inschriften

Palenque-Tempel der Inschriften

Centro América

auf den Spuren der Maya - oder auch - Urlaub stufenweise

Villahermosa

Mit dem Taxi fahre ich in die Stadt und checke im "Hotel Miraflores" ein. Obwohl schon nach 22.oo h, kann man es vor Hitze kaum aushalten, glücklicherweise hat mein Zimmer Aircondition.
Noch ein kurzer Spaziergang um den Block und dann in die Hotelbar. Trinke einige Flaschen Corona und Sol, die ja mittlerweile auch in Deutschland populär sind. Eine ziemlich laute Salsaband spielt zum Tanz. Auf einer großen Videowand werden aktuelle Sportausschnitte gezeigt, auch von Spielen der europäischen Champions League.

An der Rezeption informiere ich mich über Transportmöglichkeiten nach Palenque. Die organisierten Trips sind mir aber zu teuer und so fahre ich mit einem öffentlichen Bus.
Etwa 2,5 Stunden sind wir unterwegs, mit einem Taxi geht es zu den Ruinen. Am Parkeingang wird Eintrittsgeld verlangt.

Man schätzt, dass etwa 500 Gebäude existierten, rund 10 % davon wurden bisher freigelegt. Der Palacio und der Templo de las Inscriptiones gelten als herausragendes Beispiel der Maya-Architektur.
Im Tempel der Inschriften wurde der bedeutendste Maya-Herrscher, Pascal der Große, gestorben 683 n. Chr., beigesetzt. Seine Totenstätte wurde 1949 als erstes Pyramidengrab der Maya-Kultur entdeckt.
Gegenüber im Zentrum der Anlage befindet sich der Palast mit dem Turm, der früher als Observatorium diente. Beim Besteigen des Bauwerks gehe ich wohl etwas zu forsch vor, jedenfalls wird mir auf halber Strecke schwindelig und schwarz vor Augen. Ich steige dennoch ganz hinauf und verweile längere Zeit im Schatten, trinke viel und ruhe mich aus. Aber in der Folgezeit wird mir nicht viel besser, zwar besichtige ich die anderen Ruinen noch, darunter die ebenfalls bekannte Grupo del Norte, aber mehr oder weniger lustlos und mit Desinteresse, dabei dankbar für jeden Schatten, der sich mir bietet. Was war geschehen? Vermutlich habe ich mich nicht richtig akklimatisiert, vielleicht auch vorher zu wenig Flüssigkeit zu mir genommen, eine Kopfbedeckung hatte ich jedenfalls immer auf.

Mit einem Colectivo fahre ich in den Ort und kurz darauf mit dem Bus zurück nach Villahermosa. Dort im Busbahnhof wird gerade das Geld eines Spielautomaten geleert, zwei Männer mit Gewehr im Anschlag beobachten den Vorgang. Völlig verschwitzt und etwas desorientiert nehme ich ein Taxi ins Hotel.

Eine Dame an der Rezeption ist mir bei der Beschaffung eines Flugtickets nach Cancún behilflich, aber nicht sehr erfolgreich. Ihr wird am Telefon immer wieder versichert, dass der Direktflug ausverkauft ist. Damit will ich mich aber nicht zufrieden geben und fahre deshalb zum Büro der Fluggesellschaften. Aber sowohl bei Aviacsa als auch bei Mexicana Aerocaribe gibt es am nächsten Tag nur eine Möglichkeit mit Umstieg in Mexico-City. Zähneknirschend füge ich mich dem Schicksal.

Auf der Rückfahrt kommen wir am sehr futuristisch wirkenden Rathaus, ganz in weiß gehalten, vorbei. Der Fahrer fährt wie der Teufel, er ist verärgert, weil er für sein Falschparken zur Kasse gebeten wurde. Viele VW-Käfer sind als Droschke im Einsatz.

Die Innenstadt lebt, etliche Menschen drängen durch die Fußgängerzonen in der Nähe meines Hotels, Schuhputzer bieten ihre Dienste an. In einem kühlen Lokal erhole ich mich bei einigen Flaschen Corona. Später in der Hotelbar werden wieder Ergebnisse der Champions-League gezeigt, dass Werder in Anderlecht gewonnen hat, erfahre ich allerdings erst am nächsten Tag im Internet.

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