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Sanddünen vor Dubai

Sanddünen vor Dubai

Burj al Arab

Burj al Arab

Burj Dubai

Burj Dubai

Hochhäuser und Kräne

Hochhäuser und Kräne

Emirate Towers

Emirate Towers

The Palm Jumeirah

The Palm Jumeirah

Burj al Arab

Burj al Arab

abra

abra

Flughafen Dubai

Flughafen Dubai

Im Mittleren Osten

eine Reise durch die reichen arabischen Golfstaaten mit einem Abstecher nach Sana´a - oder auch - Moscheen, Souqs und Shopping-malls

Dubai

Ikea grüßt am Stadteingang, die Skyline ist imposant. Mächtige Hochhäuser ragen in den Himmel, Wolkenkratzer so weit das Auge reicht.
Es dauert, bis ein Taxi am Busbahnhof anhält. Für die letzten Nächte dieser Reise habe ich mich für das Hotel "Ibis" entschieden, zentral im Dubai International Exhibition & Convention Center oder im Trade Center gelegen. Den Fahrpreis brauchen wir jetzt nicht mehr auszuhandeln, der Fahrer arbeitet mit Taxameter und ich bin selten in einer modernen Metropole so günstig gefahren.

Noch nie habe ich in einer Stadt eine so große Bautätigkeit gesehen. Egal wo ich stehe und wohin ich schaue, nur Häusertürme und Gerüste, in der Nähe des Hotels wird auch noch an der Metro gebaut, die im Jahr 2009 fertig gestellt sein soll und den Stadtverkehr hoffentlich etwas entlasten wird. Von meinem Hotel, das in der Nähe der Emirate Towers liegt, habe ich einen guten Blick auf den Burj Dubai, wegen der zwei Kräne auf der Spitze immer gut zu erkennen. Dieser höchste Turm der Welt wird, so erzählt mir ein Taxifahrer, 2010 feierlich eingeweiht, er ist jetzt schon über 120 Stockwerke hoch.

Das Abendessen möchte ich gern am Dubai Creek einnehmen, aber der Feierabendverkehr ist dermaßen stark, dass wir mehr im Stau stehen als vorwärts kommen. Kurz entschlossen steige ich an der Al Dhiafa Road, übersetzt Gastfreundschaft, aus, denn hier kann man unter vielen Restaurants auswählen. Bei meinen Taxifahrten habe ich ausschließlich Fahrer aus Pakistan, sie sollen rund 90 % dieses Marktes abdecken.

Anderntags lasse ich mich zum Fahidi Fort bringen, früher Wohnhaus eines Emirs, heute Sitz des Dubai Museums. Der Besuch ist sehr interessant. So wird das Leben in der früheren Zeit sehr plastisch dargestellt, gezeigt, wie die Perlentaucher, Fischer, Handwerker und Kaufleute gearbeitet haben. Eine multimediale Bilderdokumentation demonstriert die Entwicklung Dubais. Das Lachen und Geschnatter einer Gruppe junger Mädchen bringt Leben ins Museum.

Auf dem Weg zum obligatorischen Souq, wo überwiegend Textilien angeboten werden, komme ich an der Großen Moschee vorbei. Dann überquere ich den Creek mit einer abra, einem schmalen Holzboot, und steige an der anderen Seite des Ufers, in Deira, aus. Jetzt muss ich mich nur noch den Massen anschließen und kann den Gewürzsouq gar nicht verfehlen. Der Geruch von Curry, Muskat und Zimt signalisiert mir, dass ich am richtigen Ort bin.

Ein paar Gassen weiter erstreckt sich der Goldsouq mit seinen rund 400 Geschäften. Dem Reiseführer entnehme ich, dass hier im Jahr mehr Gold umgesetzt wird als in ganz Europa. Die Ketten, Ringe und Armreifen glitzern um die Wette. Junge Burschen bieten ungeniert Uhrenimitate an. Ich fühle mich hier ganz wohl, werde zwar mal angesprochen, aber auf gar keinen Fall angemacht, belästigt oder von Verkäufern aufdringlich gestört.

Nun gehe ich längere Zeit die Banyas Road am Creek entlang und beobachte die Seeleute beim Beladen der alten Dhaus, die zigfach am Ufer liegen. In den Twin Towers esse ich zu Mittag und bleibe dann noch längere Zeit auf dem Balkon, weil der Blick von hier auf den Creek, auf die Dhaus und abras, auf die Skyline mit ihren Hochhäusern und Moscheen, einfach genial ist.

Doch nun wird es auch Zeit für das moderne Dubai und ich hadere noch mit mir, ob ich die Stadtplaner für mutig, aufgeschlossen oder dekadent halten soll. Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte. Mit dem Taxi fahre ich die Sheikh Zayed Road kilometerweit bis zum Burj al Arab, dem weltweit einzigen 7-Sterne-Hotel. Seine Lage direkt am Arabischen Golf ist einmalig und bei aller Zurückhaltung muss ich doch neidlos anerkennen, dass es sich, einem Dhau-Segel ähnelnd, um ein architektonisch interessantes Gebäude handelt.

Ich gehe am Strand entlang und dann zum Besuchereingang, hier wird mir eine Telefonnummer ausgehändigt, die ich anrufen kann, um einen Besuchstermin zu organisieren. Anschließend spaziere ich noch auf der anderen Seite weiter, wo große Hotelanlagen um den besten Blick wetteifern und den Zugang zum Strand allein für sich beanspruchen.

Vom Taxi aus hatte ich schon das riesige Gebäude der Mall of the Emirates mit dem Skidom gesehen. Warum immer fahren, denke ich mir und mache mich zu Fuß auf den Weg. Aber der Weg zieht sich endlos lange hin. Zuletzt bin ich auf einem vielspurigen Highway und weiß erst nach mehrmaligem Nachfragen, wie ich auf die andere Straßenseite kommen kann. Der Versuch, ein Taxi anzuhalten, ist leider nicht von Erfolg gekrönt.

Die Mall ist einzigartig, rund 1.000 Läden und 70 gastronomische Betriebe sorgen dafür, dass es den Kunden an nichts mangelt. Und dann gibt es ja auch noch die künstlich angelegte Ski- und Rodelpiste, die vom Restaurant Sezzam kostenlos zu besichtigen ist. Und hier fällt mir wieder das Wort „Dekadenz“ ein.

Am Taxistand der Mall wartet eine große Menschenmenge auf ein Fahrzeug. Wir fahren durch die Parkgarage, wo elektronisch angezeigt wird, in welcher Reihe noch wie viele freie Parkplätze zur Verfügung stehen, auf den Highway und dann zurück zum Hotel, nahe am Burj Dubai vorbei.

Ich erkundige mich telefonisch nach einem Besuch des Burj al Arab und erfahre, dass am folgenden Tag eine Besichtigung nur in Verbindung mit Lunch oder Dinner im Programm ist. Das Lunch-Buffet kostet umgerechnet über 80 Euro und das ist mir entschieden zu teuer. Die Möglichkeit, im Hotel nur einen Drink einzunehmen, ist angeblich an diesem Tag ausverkauft. Peter wird mir in einigen Tagen erzählen, dass er hier sein teuerstes Bier getrunken habe und niemandem rät, es ihm gleich zu tun.

Die architektonische Gigantomanie erstreckt sich außerdem auf die schon erwähnten Bauwerke Burj Dubai und Mall of the Emirates. Doch damit nicht genug, künstliche Inseln sind im Bau bzw. stehen kurz vor der Vollendung: The Palm Jumeirah, The Palm Deira, Palm Jebel Ali und The World. Künstliche Gebilde, die in Form einer Palme oder in Form der Welt mit Milliardeninvestition in den Golf geschüttet werden und die Natur zerstören. Ist das nicht dekadent?

Am nächsten Morgen fahre ich nach New Dubai, wo auch Hochhaus neben Hochhaus steht. In der angrenzenden Media City fallen mir die Büros von Reuters und CNN auf. Riesige Baumaßnahmen finden auf The Palm Jumeirah statt. Der größte Teil der künstlichen Insel ist für den Verkehr gesperrt.

Später halten wir noch an einem öffentlichen Strand mit wunderschönem Blick auf das 7- Sterne-Hotel. Die Sonne meint es gut mit uns und ich fühle mich mit dem Wetter versöhnt.
Den Nachmittag verbringe ich wieder am Creek und schaue zu, wie die alten Schiffe beladen werden. Im Hotel unterhalte ich mich mit einer Frau aus England. Sie arbeitet seit Jahren in Saudi Arabien und verbringt in Dubai einen Kurzurlaub, Alkohol inklusive.

Nun ist der letzte Tag angebrochen. Das Hotel spendiert mir, da der hauseigene Shuttle-Service nicht zu funktionieren scheint, ein Taxi zum Flughafen. Sieben lange Stunden Flug bis Amsterdam liegen vor mir, wir fliegen über schneebedeckte Berge des Iran und sehen über Rumänien das Donaudelta.

In Amsterdam erfahre ich, dass der gebuchte Weiterflug nach Bremen gestrichen ist und die Ersatzmaschine erst in über acht Stunden startet. Schade. Aber KLM zeigt sich nach der Intervention von Travel Overland, denn hier hatte ich den Flug gebucht habe, sehr konziliant.

                                 Ende gut – alles gut

Kleine Länderkunde

(Quelle: Auswärtiges Amt, Stand 06.02.2008)

Kuwait

  • Ländername Staat Kuwait
  • Größe 17.818 qkm, vergleichbar mit Rheinland-Pfalz
  • Hauptstadt Kuwait City
  • Bevölkerung ca. 3 Mio., darunter 2 Mio. Ausländer
  •                             
  • arabischer und indischer Herkunft
  • Landessprache Amtssprache: Arabisch, Verkehrssprache: Englisch
  • Religion Kuwaiter: Islam (65 % Sunniten, 35 % Schiiten)
  •                             
  • Ausländer: Muslime, Christen, Hindus u. a.
  • Unabhängigkeit seit 19.06.1961
  • Staatsform Erbliches Fürstentum (Emirat)
  • Währung Kuwait-Dinar

Bahrain

  • Ländername Königreich Bahrain
  • Größe 710qkm
  • Hauptstadt Manama, ca. 200.000 Einwohner
  • Bevölkerung ca. 1 Mio., darunter 50 % Ausländer
  • Landessprache Arabisch, Englisch als Geschäftssprache
  • Religion Islam, ca. 70 % schiitischer Glaubensrichtung
  • Unabhängigkeit seit 15.08.1971
  • Staatsform Königreich seit 14.02.2002
  • Währung Bahrain-Dinar

Qatar

  • Ländername Staat Qatar
  • Größe 11.437 qkm
  • Hauptstadt Doha, ca. 800.000 Einwohner
  • Bevölkerung ca. 920.000, darunter 180.000 Katarer,
  •                             
  • sonst über wiegend Asiaten sowie Araber
  • Landessprache Arabisch, Englisch als Geschäftssprache weit verbreitet
  • Religion Islam als Staatsreligion, 2006 haben einige christliche
  • Kirchen Rechtsstatus erlangt
  • Unabhängigkeit seit 03.09.1971
  • Staatsform erbliches Emirat
  • Währung Qatar Riyal

Jemen

  • Ländername Republik Jemen
  • Größe rd. 500.000 qkm
  • Hauptstadt Sana ´a, ca. 1,5 Mio. Einwohner
  • Bevölkerung 21,4 Mio.
  • Landessprache Arabisch
  • Religion Islam als offizielle Staatsreligion
  • Regierungsform Parlamentarisch kontroll. Präsidialsystem
  • Währung Yemen-Riyal

Oman

  • Ländername Sultanat Oman
  • Größe 309.500 qkm
  • Hauptstadt Muscat, ca. 500.000 Einwohner
  • Bevölkerung 2,4 Mio.
  • Landessprache Arabisch, Geschäftssprache auch Englisch
  • Religion ca. 88 %Muslime
  • Staatsform Monarchie
  • Währung Omani Rial

Vereinigte Arabische Emirate

  • Ländername Vereinigte Arabische Emirate (VAE)
  • Größe 83.600 qkm
  • Hauptstadt Abu Dhabi, ca. 800.000 Einwohner
  • Bevölkerung 4,1 Mio., davon 80 % Ausländer
  • Landessprache Arabisch (Englisch ist weit verbreitet Heimatsprache der ansässigen Ausländer)
  • Religion Islam ist Staatsreligion (Ansässige Ausländer praktizieren ihre Religionen (ungehindert)
  • Staatsgründung 02.12.1971
  • Staatsform Bundesstaat (7 Emirate)
  • Währung Dirham
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