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Soğanlı-Tal

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Mevlana-Kloster

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Soğanlı-Tal

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Open-Air-Museum Göreme

Open-Air-Museum Göreme

Open-Air-Museum Göreme

Open-Air-Museum Göreme

Open-Air-Museum Göreme

Open-Air-Museum Göreme

Ortahisar

Ortahisar

Ortahisar

Ortahisar

Özkonak

Özkonak

Özkonak

Özkonak

Ballonfahrt

Ballonfahrt

Ballonfahrt

Ballonfahrt

Ballonfahrt

Ballonfahrt

Ballonfahrt

Ballonfahrt

Ballonfahrt

Ballonfahrt

Ballonfahrt

Ballonfahrt

Ballonfahrt

Ballonfahrt

im Rosental

im Rosental

im Rosental

im Rosental

im Rosental

im Rosental

im Rosental

im Rosental

im Rosental

im Rosental

im Rosental

im Rosental

im Rosental

im Rosental

im Rosental

im Rosental

im Paşabağı-Tal

im Paşabağı-Tal

im Paşabağı-Tal

im Paşabağı-Tal

im Paşabağı-Tal

im Paşabağı-Tal

im Paşabağı-Tal

im Paşabağı-Tal

im Paşabağı-Tal

im Paşabağı-Tal

im Devrent-Tal

im Devrent-Tal

im Devrent-Tal

im Devrent-Tal

im Taubental

im Taubental

im Taubental

im Taubental

Uçhisar

Uçhisar

Uçhisar

Uçhisar

Uçhisar

Uçhisar

Panoramablick auf Kappadokien

Panoramablick auf Kappadokien

Panoramablick auf Kappadokien

Panoramablick auf Kappadokien

bei Ürgüp

bei Ürgüp

Karawanserei Sultanhanı

Karawanserei Sultanhanı

Karawanserei Sultanhanı

Karawanserei Sultanhanı

Kappadokien - Pergamon - Troja - Istanbul

Kappadokien

Kappadokien – was hatte ich auf der vorjährigen Türkeireise nicht alles gehört: Feenkamine, Kegel, steinerne Pilze oder Penisse, Höhlenwohnungen, eine magische Welt aus Tuffstein, eine vor Millionen Jahren entstandene bizarre Märchenlandschaft.
Das Naturwunder im Herzen Anatoliens liegt in einer von ehemals aktiven Vulkanen umgebenden Landschaft. Lava und Asche waren einer Erosion durch Wind und Wasser ausgesetzt. Die durch Ausbrüche entstandenen Schichten vulkanischer Tuffe verdichteten sich zu einem festen Gestein, geschützt durch härtere oben liegende Schichten.
Nach dem Abrutschen der Bedeckung verstärkte sich die Erosion, auch unter Einwirkung von Wind, Wasser, Insekten und Vögel. Aber die Aushöhlung zu Wohnungen, Kirchen und Taubenschläge spielt ebenfalls eine Rolle.
  
Durch Ürgüp und Taşkinpaşa fahren wir zu einem Projektdorf im Soğanlı-Tal. Zunächst stärken wir uns mit einem leckeren Tee aus Orangenschalen. Dann dürfen wir das weitgehend leere Dorf erwandern und besichtigen. Die meisten Häuser werden als Stall genutzt, nur wenige sind noch bewohnt. Blühende Mandel- und Aprikosenbäume bringen etwas Farbe in die Landschaft. An den Hängen sind weiß gekennzeichnete Taubenschläge gut zu erkennen. Der Mist wird nach wie vor als Düngemittel verwandt. Ältere Frauen bieten selbst gefertigte Stoffpuppen und Wollsachen, wie Strümpfe und Handschuhe, an.
Da heute eine landestypische Speise in Tongefäßen angeboten wird, begleite ich die Gruppe zum Mittagessen und bestelle mir ein Geflügelgericht. Am besten schmeckt mir das selbst gebackene Fladenbrot.

Wohlig gesättigt erreichen wir einen Höhepunkt dieser Rundreise: das zum UNESCO-Welterbe gehörende Open-Air-Museum Göreme. Am Eingang amüsieren wir uns über einen mit rotem Fes bekleideten Eismann. Während er seine Produkte aus Ziegenmilch an den Mann bringt, spielt er den Clown und schart zahlreiche Fans um sich.
Göreme, übersetzt „versteckter Platz“ oder „du siehst mich nicht“, ist sicherlich wegen seiner in den Fels oder in die Erde gehauenen Felsenkirchen beliebt und ein Ort, den kein Besucher versäumen sollte. Serkan stellt uns die einzelnen Kapellen verbal vor, anschließend haben wir genügend Zeit für eine individuelle Besichtigung.
Zusammen mit Sigrid mache ich mich auf den Weg, dränge mich durch die dunklen Gänge und besichtige die einzelnen zwischen dem 8. und 11. Jahrhundert entstandenen Kirchen:

- St.-Basilius-Kapelle, sehr dunkel, eine Wandmalerei stellt die Evangelisten dar, Grabmulden
- Apfelkirche, neun Kuppeln, auf einer wird Jesus Pantokrator gezeigt
- Barbarakirche mit einem Reiterbild, auf dem Georg und Theodor dargestellt sind
- Schlangenkirche, sie hat keine Säulen und Kuppeln, Fresko mit den Heiligen Basilius, Thomas und Onuphrius, letztgenannter steht als Zwitter mit Bart und weiblichen Brüsten vor einer Palme. Die Legende besagt, dass er bzw. sie eine Dame des leichten Gewerbes, dann aber der Männer überdrüssig war und sich an Gott wandte. Der nun verhalf ihm oder ihr zu diesem hässlichen Aussehen
- Tokalikirche, größter Felskirchenbau in der Region mit Darstellungen aus dem Leben und Wirken von Jesus, wie Taufe, Abendmahl und Judaskuss, alles in blau gehalten. Erzengel Gabriel hält die Weltkugel in der Hand

Manche Fresken sind gut zu erkennen, andere wiederum nur zu erahnen. Man sollte eine Taschenlampe dabei haben. Freundliche Wächter achten darauf, dass das Fotografierverbot in den Felsenkirchen eingehalten wird.

In einem Gasthaus mit wunderbarem Panorama-Ausblick beenden wir diesen interessanten Tag. Serkan empfiehlt den heimischen Rotwein und vergisst nicht zu erwähnen, dass wir in seiner Begleitung einen Sonderpreis erhalten. Dazu wird Ziegenkäse gereicht. Wir gehen das Programm der nächsten Tage durch und ich bin froh, dass unser Reiseleiter die einzelnen Besichtigungspunkte zeitmäßig variieren kann. So werden wir die Innenbesichtigungen an den trüben und die Ballonfahrt und Wanderung später im Sonnenschein, so jedenfalls verspricht es der Wetterbericht, vornehmen. Als ein Mitreisender den morgigen Besuch einer Teppichfabrik in Frage stellt, reagiert Serkan ein wenig unbeherrscht und unprofessionell.

Am nächsten Morgen geht es also zu besagter Knüpferei. Unser Begleiter hält einen langen Vortrag über das örtliche Handwerk, dessen Relevanz als regionaler Arbeitgeber und vergisst auch nicht zu erwähnen, dass diese Gesellschaften für unseren moderaten Reisepreis verantwortlich sind. Ich habe trotzdem nichts gekauft.

Am Panoramic View Point mit hervorragender Sicht auf den Ort Ortahisar legen wir später eine Teepause ein. Das Wasser köchelt auf einem Holzfeuer. Vor uns liegt eine von Felsen umrandete Tuffschlucht. Der 90 m hohe Burgfels, auch Koloss von Ortahisar genannt, ragt majestätisch ins Bild. Später fahren wir ins Dorf hinein, ein Teil der Gruppe speist in einem Lokal, in dem einst Königin Sofia von Spanien tafelte. Sigrid und ich wandern durch den Ort und landen schließlich in einem wunderschönen Höhlenlokal am Fuß des Kolosses. Die einzelnen Räume sind gemütlich mit Teppichen ausgelegt. Später treffen noch Fatma und ihre Tochter Serap zu uns und empfehlen, unbedingt Gözleme zu bestellen, eine Art Omelett. Es hat sehr gut geschmeckt.

Nachdem sich meine Begleiter mit getrockneten Früchten ausreichend eingedeckt haben, gehen wir zum Bus und fahren über Avanos zur unterirdischen Stadt Özkonak. Früher sollen sich an diesem Ort bis zu 20.000 Menschen aufgehalten haben, außerdem wurde hier natürlich auch das Vieh untergebracht. Eine Weinkelterei fehlte ebenfalls nicht. Schmale Gänge führen zu den einzelnen Räumen und die früheren Bewohner werden nicht unter Klaustrophobie gelitten haben. Dicke Fels- oder Steinräder funktionierten als Tür. Entdeckt wurde die Stadt von einem Dorfmuezzin beim Graben auf seinem Grundstück. In einem Souvenirladen erwerbe ich nach intensivem Feilschen zwei Schals aus Ziegenwolle. Sigrid steht mir beratend zur Seite.

Auf dem Rückweg zum Hotel halten wir noch kurz in Avanos und besichtigen eine Töpferei. Der fingerfertige Handwerker hat die Lacher auf seiner Seite, als er in wenigen Augenblicken einen perfekten Penis herstellt. Beim Rundgang durch die Ausstellung beeindrucken mich besonders die rund geschwungenen Weingefäße.

Nach kurzer Verschnaufpause im Hotel geht es zum letzten Punkt dieses Tages, dem Tanz der Derwische. Gruppenmitglieder mit Mittagessenpaket haben freien Eintritt, wir anderen müssen 15,- Euro bezahlen. Dieser Besuch war mir auf der Lykien-Rundfahrt wärmstens empfohlen worden.
Zunächst beginnt ein Trio mit Trommel, Flöte und Saiteninstrument, später gesellen sich vier Derwische dazu. Zum Schluss erscheint der Vortänzer. Der Vortrag umfasst sechs Teile, manchmal wird minutenlang links herum getanzt, auch im Dreivierteltakt. Die wallenden weißen Gewänder symbolisieren Leichentücher, die roten Hüte Grabsteine. Nach Beendigung des offiziellen Teils erscheinen die Derwische noch einmal auf der Fläche und tanzen für die Fotografen. Am Ausgang wird ein Getränk aus Nelken und Zimt gereicht. Sollte ich noch einmal nach Kappadokien kommen, werde ich diesen Besuch nicht wiederholen.

Es ist Samstag. Pünktlich um fünf Uhr klingelt der Wecker und eine halbe Stunde später steigen wir in den Minibus, der uns nach Göreme bringt. Noch ein kleiner Schluck Kaffee oder Tee und schon geht es zum Startplatz. Aber was ist hier nur los! An die 150 Ballons liegen auf dem Feld und werden aufgeheizt. Nach dem Betreten des Korbes, insgesamt 24 Interessierte und jeweils sechs Personen in einem Viertel der Beförderungsvorrichtung, werden wir angeschnallt und üben unser Verhalten während der Landung. Kurz nach dem Abheben singen wir Fatma ein Geburtstagsständchen. Und dann ist es nur noch paradiesisch, phänomenal, mystisch und genial. Sowohl der Ausblick auf den blauen Himmel, den Horizont, die wie kleine Luftballons aussehenden anderen Ballons oder die unter uns liegende Tuffsteinlandschaft mit den gut zu erkennenden Feenkaminen – es ist einfach unbeschreiblich schön. Die göttliche Stille wird nur unterbrochen von Fauchton beim Aufheizen des Ballons und von den Funksprüchen. Manchmal aber auch von Freudenausrufen der Mitreisenden. Ich fühle mich in eine andere Sphäre versetzt.

Wir fliegen in unterschiedlicher Höhe, manchmal ganz knapp über einen Berggipfel, dass wir sogar Grashalme pflücken können. Einmal streift der Korb den Boden – unser Fahrer lacht aber nur darüber, und das beruhigt mich. Viel zu schnell sind die 60 Minuten vorbei und ich konzentriere mich auf die Landung. Wir nähern uns der Erde und ich erwarte jeden Moment eine Aufforderung, die Landehaltung einzunehmen und dann, welche Überraschung, setzen wir punktgenau auf dem Trailer auf. Nach dem obligatorischen Glas Sekt geht es zurück zum Hotel, total benommen und begeistert setze ich mich an den Frühstückstisch. Gut, dass wir Nerven bewahrt und mit der Ballonfahrt bis heute gewartet haben. Blauer Himmel, warme Frühlingssonne und moderater Wind, perfekter kann man nicht planen.

Aber auch der weitere Verlauf des Tages ist total angenehm und interessant. Zunächst wandern wir durch das Rosental bis Cavuşin. Rosafarbene Felsformationen gaben dem Tal den Namen. Die Wanderung ist überhaupt nicht beschwerlich und sehr angenehm. Immer wieder sehen wir Feenkamine, bizarre Felsformationen, Felswände mit Taubenschlägen und kleine Kirchen. Rastplätze mit Getränkeverkauf sind ausreichend vorhanden. Kurz vor Cavuşin beobachten wir Bauern bei der Arbeit auf dem Weinberg. Bei der Feldarbeit werden häufig noch Pferde eingesetzt. Später kommen wir an einem größeren Friedhof vorbei. Der Ort selber schmiegt sich an eine riesige Felswand mit Säulen und Fresken. Im Zentrum warten gut 10 Busse von „Berge & Meer“ und „Reise Service Deutschland“ auf ihre Mitfahrer.

Nach kurzer Fahrt halten wir auf einem Parkplatz im Paşabağı-Tal. Hier sind die höchsten und für mich eindrucksvollsten Feenkamine angesiedelt. Die bizarren Felsformationen stehen allein, zu zweit oder zu dritt. Wir kommen an der auch in einem solchen Kamin untergebrachten Polizei vorbei und müssen uns beeilen, rechtzeitig beim Bus zu sein. Doch da wir noch zu einem durchgängigen Kamin gehen, verspäten wir uns und werden von unruhigen Mitreisenden energisch herbei gewunken. Ich wäre gern noch länger geblieben, aber das ist halt das Los des Gruppenreisenden.

Kurz vor der Mittagspause halten wir noch im Devrent-Tal. Absoluter Blickfang ist das versteinerte Kamel oder Huhn, man mag darüber streiten – ich tendiere eher zu Huhn. Aber auch andere Tierformationen kann man sich mit etwas Phantasie bei den anderen Felsformationen vorstellen, und den Hut Napoleons. Wir essen eine Kleinigkeit auf der Dachterrasse eines Restaurants.

Im Taubental, unserem nächsten Ziel, verblüffen uns einige Tauben, indem sie sich rückwärts drehen. Angeblich haben diese Tiere nur eine geringe Gehirnmasse, verlieren die Orientierung und drehen sich so, um das Gleichgewicht wieder zu erlangen. Außer der wunderschönen Panorama-Aussicht sind mir noch die Bäume mit den Augen gegen den bösen Geist in Erinnerung.

Der Burgfelsen von Uçhisar ist weithin sichtbar, durchlöchert und angegriffen. Wir besichtigen eine Wohnung in einem Feenkamin. Es geht sechs Stockwerke nach oben, lohnt sich aber und in der obersten Etage kann man sich wie ein Pascha fühlen. Kissen und Teppiche vermitteln ein behagliches Ambiente. Die Wohnung wurde vom Staat gekauft und wieder an eine Privatperson vermietet. Der jetzige Besitzer lebt vom Getränkeverkauf an die Besucher.

Den restlichen Nachmittag verbringen wir an der Panorama-Raststätte, wo wir schon einmal mit Rotwein und Ziegenkäse verweilten. Fatma kriegt von ihrer Tochter eine Geburtstagstorte und wir singen ihr noch einmal ein Ständchen. Im Gegensatz zum ersten Besuch haben wir heute eine phänomenale Aussicht und genießen diese Pause außerordentlich.
Abends mache ich mit Sigrid noch einen Spaziergang zu den neu renovierten sicher sehr teueren Felswohnungen in der Nähe des Hotels. Ein Sonnenuntergang vermittelt die richtige Stimmung.

Am nächsten Morgen strahlt die Sonne über Kappadokiens Tuffsteinberge. Auf der Rückfahrt nach Kadriye kommen wir an einigen Pferdezuchtbetrieben vorbei. Unterwegs auf der Hochebene zwischen Konya und Aksaray, früher ein stark frequentierter Karawanenweg, halten wir bei der Karawanserei Sultanhanı und haben genügend Zeit für eine Besichtigung. Aber, wie auch zuvor, wir sind nicht die einzigen Gäste. Im Reiseführer lese ich, dass es sich bei diesem 1229 errichteten Gebäude um den größten und besterhaltenen Hanı handeln soll. Wir betreten den Innenhof durch ein Portal mit schönen Ornamenten und haben Gelegenheit, die Moschee und die anderen Räume, die als Küche, Basar und Nachtlager für Mensch und Tier dienten, anzusehen.

Gegen Abend sind wir am Ziel und quartieren uns im „Hotel Belkon“ ein. Vor dem Abendessen spazieren wir noch an den etwa vier Kilometer entfernten Strand, der allerdings nicht den besten Eindruck macht. Am späteren Abend ärgere ich mich noch über einen Mitreisenden aus einer anderen Gruppe, als er sich unberechtigt einem Kellner gegenüber als Pascha aufführt, vielleicht ärgere ich mich aber auch über mich selbst, weil ich nicht eingegriffen habe.

Auf die heute geplante Besichtigung der Altstadt von Antalya und die damit verbundenen Besuche einer Schmuck- und Lederfabrik verzichte ich, trenne mich von der Gruppe und fahre auf eigene Faust weiter. Zusammen mit Fatma und Serap nehmen wir zunächst einen Dolmuş (übersetzt „voll besetzt“) ins Zentrums von Kadryie. Meine beiden Begleiterinnen nutzen die Zeit bis zur Weiterfahrt nach Antalya mit Shoppen, ich freue mich über das Glas Tee, das mir der Inhaber eines Bekleidungsgeschäfts anbietet. In Antalya wartet schon die Straßenbahn zum Busbahnhof (Otogar) und ein besorgter junger Mann schenkt mir eine Fahrkarte, damit ich die Abfahrt nicht verpasse. Die Tram ist in einem perfekten Zustand und die Ansagen könnten hilfreicher nicht sein. Dann schnell ein Ticket erwerben, geschäftstüchtige aber auch sehr freundliche Männer geleiten mich an den richtigen Schalter, und schon sitze ich im Bus nach Izmir.

Die Fahrt dauert insgesamt 7 ½ Stunden und sie gefällt mir außerordentlich. Wiederum imponiert mir der Service, so werden häufig Getränke und Erfrischungstücher gereicht und Zeitungen liegen ebenfalls bereit. Der Bus ist nur halb besetzt und der Begleiter achtet darauf, dass jeder auf dem richtigen Platz sitzt, der selbst auf der Fahrkarte vermerkt ist. Auf halber Strecke wird ein Fahrerwechsel vorgenommen. Eine Unterhaltung mit meinem Sitznachbar ist mangels englischer Sprachkenntnisse nicht möglich, wohl aber mit dem Busfahrer. Schließlich ist es nicht unwichtig zu wissen, wann die Pause beendet ist. Die Lautsprecherdurchsagen des Begleiters erfolgen nur auf Türkisch. Bis Denizli kommt mir die Gegend bekannt vor, denn die letzte Fahrt liegt erst gut vier Monate zurück. Wir halten auf demselben Parkplatz wie früher und der Bus wird auch hier wieder gesäubert. In der Ferne kann ich die Kreidefelsen von Pamukkale erkennen. Nun sind es noch 239 Kilometer. Riesige Gemüsefelder mit Gewächshäusern liegen zu beiden Seiten der Straße, zeitweise regnet es etwas. Kurz vor Izmir geht es auf die gebührenpflichtige Autobahn.

Im Busbahnhof suche ich den Bus zur Weiterfahrt nach Pergamon (Bergama), der Fahrer kümmert sich um das Ticket. Mein Sitznachbar von vorher hat dasselbe Ziel. Nun liegen noch 103 Kilometer oder zwei Stunden vor uns, an manchen Stellen ist das Mittelmeer trotz Dunkelheit zu erkennen. Auch jetzt, im Minibus, wird Tee verteilt, eine Telenovela sorgt für Unterhaltung. Da es schon spät ist und ich keine Lust auf große Hotelsuche habe, nenne ich dem Begleiter den Namen eines im Reiseführer empfohlenen Gästehauses, er versteht mich nicht und lässt mich vor dem „Asude-Hotel“ aussteigen.


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