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Kathedrale in Palma de Mallorca

Kathedrale in Palma de Mallorca

Pantomime

Pantomime

Terrassenlandschaft

Terrassenlandschaft

Windmühle

Windmühle

Windmühle

Windmühle

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Mallorca

Tagebuch eines langen Wochenendes

30.10.1998

Dunkel ist es, kalt und regnerisch. Wir treffen uns frühmorgens im Flughafen Bremen, pünktlich um 7.oo Uhr hebt der Flieger ab gen Spanien.

Der Flug dauert 2.20 Std., unterwegs gibt es Frühstück, das einige von uns durch Einkäufe an der Bar individuell anreichern. Die Sicht ist nicht besonders gut, so ist von Frankreich nicht viel auszumachen, die Berge der Alpen sind aber gut zu erkennen.

In Palma de Mallorca angekommen sind wir von der Größe des Flughafens stark beeindruckt. Ein Bus bringt uns ins Hotel Fontanellas in Can Pastilla. Wir sind begeistert, brauchen wir doch nur eine Strasse zu überqueren und schon sind wir am endlos langen Strand.

Nachdem wir, der "Dokoclub Nendorf und Umgebung", in zwei Appartements eingezogen sind, entledigen wir uns der Herbstklamotten und schon geht's los - Mallorca wir kommen!

Es ist toll, die Sonne scheint, wir brauchen eine Sonnenbrille, der erste Drink wird draußen eingenommen, salute. Wir gehen und marschieren, aber die Stadt kommt und kommt nicht näher, schließlich nehmen wir einen Bus und fahren direkt in die Altstadt.

Das Mittagessen nehmen wir in einem Restaurante in einer romantischen Gasse nahe der Kathedrale ein und hier stellen wir zu ersten Mal fest: Jede Essenspause macht uns resp. unsere Reisekasse um einen Tausender ärmer (Vor-Euro-Zeit).

Nachmittags besuchen wir die mächtige Kathedrale, draußen erfreuen wir uns an einem Pantomimen. Mit dem Autobus geht es zurück ins Hotel, unterwegs kaufen wir noch notwendige Lebensmittel ein: Wein, Bier und Schnökereien.

Gegen Abend können wir vom Balkon verfolgen, wie Anita und Karin im Mittelmeer baden. Wir spielen dann Doppelkopf und gehen anschließend Richtung S'Arenal zum Abendessen. In Arenal ist längst nicht so viel los wie im Sommer. Hier treffen wir ein Paar aus Neustadt, Bekannte von Anita und Günter.

31.10.1998

Nach dem Frühstück mieten wir einen Kleinbus zur Inselerkundung. Es ist nicht so klar wie am Vortage, auch nicht so warm, am ersten Tag zeigte das Thermometer zeitweise 25 Grad an.

Wir beschränken uns auf den westlichen Teil der Insel. Zunächst machen wir einen Stopp in Valdemossa bzw. kurz vorher und haben einen herrlichen Blick auf den Ort mit dem Kartäuserkloster. An vielen Häusern sind kleine Azulejos mit christlichen Motiven und Sprüchen zu sehen.

Dann geht es weiter, teils durch Waldlandschaften, immer wieder kann man einen Blick auf das blaue Meer werfen. Unser Mittagessen nehmen wir in Banyalbufar in einem wunderschönen Terrassenlokal ein, wir sitzen im 1. Stock mit Blick auf das blaue Mittelmeer. Ein Schild ermahnt die Gäste, das Füttern der Katzen zu unterlassen. Der Ort besticht durch seinen Terrassenanbau, früher von den Mauren für Weinanbau geschaffen, heute für Gemüse genutzt.

Ein kurzes Stück hinter diesem Ort halten wir an und inspizieren eine verlassene Finca. Hermann und Werner stellen fest, dass ein Raum durchaus als Pferdestall geeignet wäre, Karin und Thea klaufen Orangen.

Bei einem der nächsten Stopps stellen sich heimatliche Gefühle ein, wir sehen einen Astra mit Nienburger Kennzeichen, gekauft im Autohaus Wortmann in Steyerberg. Werner meint, den Fahrer schon einmal gesehen zu haben.

Nachmittags machen wir noch eine längere Pause in Andratx, einem relativ feudalen Ort mit beeindruckendem Yachthafen. Bei einbrechender Dunkelheit haben wir noch Gelegenheit, eine für Mallorca typische Windmühle aus der Nähe zu betrachten.

Günter fährt unseren Bus souverän nach Hause, nach dem obligatorischen Doppelkopfspiel gehen wir zum Abendessen ins Hotelrestaurant, anschließend wieder nach S'Arenal zum Schwofen.

01.11.1998

Nach dem Frühstück heißt es individuelle Katerpflege, wir trennen uns, einige suchen den Schatten, andere das Sonnenbad, einige machen einen Spaziergang, andere spielen Minigolf.

Das Mittagessen wollen wir jedoch wieder gemeinsam einnehmen, ist aber gar nicht so einfach - einige Lokale haben nicht die richtige Paella, anderen fehlt eine Alternative, hier haben wir nicht genügend Platz, dort zieht es. Und die Mägen und Mitreisenden knurren. Schließlich finden wir aber doch ein adäquates Restaurant - und es schmeckt einfach köstlich.

Es nähert sich der vermeintliche Höhepunkt eines jeden Mallorca-Trips: Ballermann 6! Natürlich steuern auch wir dieses Ziel an, es ist aber nicht so viel los, die Anzahl der Grölenden und Betrunkenen hält sich in Grenzen oder ist überhaupt nicht vertreten, die Sangria kann mit den Getränken, die wir sonst reichlich an diesen Tagen genießen, nicht mithalten.

Im letzten Licht der Abendsonne gehen wir zu Fuß zurück, ca. sechs Kilometer, und erleben einen wunderschönen Sonnenuntergang.

Selbstverständlich werden dann wieder die Karten gemischt, bis sich der Hunger meldet. Zum Abendessen gehen wir in Richtung Palma und finden dann ein typisches Lokal, wir sind die einzigen Touristen.

02.11.1998

Zum Frühstück bleibt keine Zeit mehr, der Bus kommt pünktlich und bringt uns zum Flughafen, es ist schon einiges los. Hier haben wir noch genügend Zeit für einen Kaffee und den Duty-Free-Shop. Wieder geht es ohne Verspätung los, auf dem Rückflug haben wir weitaus besseres Wetter, so kann man Marseille, dort weilt zu diesem Zeitpunkt die Bundesligamannschaft von Werder Bremen, und andere Orte bzw. Berge gut erkennen. Kurz vor 1 Uhr nachmittags erreichen wir Bremen und lassen die Fahrt hier mit einigen Flaschen Wein und Bier ausklingen.

Nachtrag

Unser letzter Mallorca Urlaub liegt jetzt schon fast 15 Jahre zurück und wir könnten uns demnächst einen erneuten Besuch vorstellen.

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