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am Weinmarkt

am Weinmarkt

Löwenbrunnen am Wörnitztor

Löwenbrunnen am Wörnitztor

Wörnitztor

Wörnitztor

Schönes Deutschland

Orte und Stätten, die ich immer mal (wieder) besuchen wollte

Dinkelsbühl

Am Stadtrand parke ich mein Auto und betrete dann durch das Wörnitztor die Altstadt – und bin erschlagen. So viel geballte Schönheit von alter Architektur habe ich selten gesehen. Zwei Hotels sind belegt, beim „hezelhof Hotel“ habe ich dann Glück und erhalte ein Zimmer im dazu gehörigen Gästehaus „Luisenhof“. Nun aber hinaus ins Zentrum, vorbei an den prächtigen Giebelhäusern am Weinmarkt zum Wörnitztor aus der Stauferzeit und dem ältesten der vier Stadttore. An der Außenseite aller befindet sich ein Wappen der Reichsstadt Dinkelsbühl: drei goldene Dinkelähren auf drei Hügeln und daneben der Reichsadler. Mein nächstes Ziel ist das Haus der Geschichte oder das alte Rathaus mit dem Löwenbrunnen.

Das Münster St. Georg besichtige ich nur von außen, morgen werde ich dem Innenraum einen Besuch abstatten. An der Spitalanlage aus dem 13. Jahrhundert, einst Waisenhaus, vorbei gehe ich durch das Rothenburger Tor. Im zweiten Obergeschoss befinden sich noch ein Gefängnis und eine Folterkammer. Nun bleibe ich eine Zeitlang an der anderen Seite der Stadtmauer, schaue mir den Faulturm und das Parkwächterhäuschen an und wandere dann langsam durch den Stadtpark. Durch das Segringer Tor betrete ich wieder die Innenstadt, schaue mir die Dreikönigskapelle und das Neue Rathaus an, bevor ich mir einen freien Platz auf dem Weinmarkt suche und im „Restaurant Meisers“ zu Abend esse. Dieser Platz hat es wirklich in sich. Einmalige Giebelhäuser, die um 1600 erbaut wurden, Patrizierhäuser aus dem Spätmittelalter, die Schranne, ein ehemaliger Getreidespeicher, altehrwürdige Hotels, kein Wunder, dass dieses Städtchen mit rund 11.000 Einwohnern ein begehrtes Ziel an der Romantischen Straße ist. Maler entdeckten den romantischen Ort in Mittelfranken bereits um 1890 als Motivlieferant, und so wurde Dinkelsbühl zur Sommerfrische für Münchner und Berliner Künstler.

Nach einem guten Frühstück im zum Hotel gehörenden „Luis“ wird es Zeit für das Münster St. Georg, erbaut 1220 bis 1230. Bei diesem sakralen Gebäude soll es sich um eine der schönsten spätgotischen Hallenkirchen Süddeutschlands handeln, das romanische Turmportal wurde bereits früher für die Vorgängerkirche errichtet. Die sechs Seitenaltäre und der Hochaltar bestimmen das harmonische und abwechslungsreiche Bild. Vor dem Dom ist ein Denkmal von Christoph von Schmid zu sehen, er hat u. a. das Weihnachtslied „Ihr Kinderlein kommet“ gedichtet.

Durch das Segringer Tor verlasse ich diese wundervolle Stadt und ein wenig später ist schon das nächste Highlight der Romantischen Straße in Sichtweite, nämlich Rothenburg ob der Tauber.

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