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Blick auf die Stadt

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Blick vom Fløyen

Blick vom Fløyen

Blick vom Fløyen

Blick vom Fløyen

Abendstimmung

Abendstimmung

Fantoft Stabkirche

Fantoft Stabkirche

Bryggen

Bryggen

Blick vom Ulriken

Blick vom Ulriken

Blick vom Ulriken

Blick vom Ulriken

Wasserfälle - Fjorde - Seen

eine Reise durch Norwegen und Finnland

Bergen

Die alte Hansestadt Bergen, die sich auch gern „Tor zum Fjordland“ nennt, kokettiert mit der Tatsache, dass es an rund 280 Tagen im Jahr regnet und die Niederschlagsmenge etwa drei mal größer ist als in Hamburg. Etwa 250.000 Menschen leben hier. Damit ist Bergen nach Oslo zweitgrößte Stadt Norwegens. Sie gilt als weltoffen, von Wirtschaft und Handel geprägt, als Kultur- und Wissenschaftsmetropole.
Die deutsche Hanse unterhielt hier im Mittelalter einen ihrer bedeutendsten Auslandsstützpunkte.

An der Rezeption leihe ich mir einen Regenschirm aus und mache mich auf den Weg. Der erste Eindruck ist phantastisch. Nach kurzer Wegstrecke bin ich am Wasser und habe freie Sicht auf die von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannten Hansehäuser am Bryggen. Trotz des schlechten Wetters bleibe ich geraume Zeit hier, fotografiere und erfreue mich an dem Panorama.

Ein paar Schritte weiter, auf dem Torget, findet der Fischmarkt statt. Besucher werden mit kleinen Probehäppchen zum Kauf animiert. Zunächst koste ich die Königskrabben, sie sind zwar sehr lecker, mir aber entschieden zu teuer. Stattdessen bestelle ich Fischkuchen, der gerade noch erschwinglich ist. Später probiere ich noch an einem anderen Stand Elch-, Rentier- und Walsalami.

Über den Tyske Bryggen, den deutschen Kai, gehe ich, vorbei an den Handelshäusern, zur Bergenhus Festung oder Festning und sehe mir die Håkonshallen an. Die Halle, ursprünglich 1248 als Regierungssitz erbaut, explodierte im 2. Weltkrieg und wurde 1961 originalgetreu nachgebaut. Heute finden hier Konzerte statt.
Der Eintritt ins Festningsmuseum ist, man sollte es nicht meinen, kostenlos. Verschiedene Ausstellungen, vorwiegend mit Kriegs- oder Verteidigungshintergrund, sind zu besichtigen.

Wieder draußen, staune ich, die Wolken haben sich verzogen und die Sonne lugt hervor. Also beste Voraussetzung für Sightseeing. Im Reiseführer lese ich, dass die Fahrt auf den 320 m hohen Hausberg „Fløyen“ ein Muss ist. Schnell bin ich an der Station und fahre mit der Standseilbahn hinauf. Und es stimmt! Einen besseren Gesamteindruck von der Stadt kann man gar nicht gewinnen. Viele, meist ausländische, Gäste sind ebenfalls meiner Meinung. Begeistert von der Aussicht bleibe ich ein paar Stunden, erlebe einen beeindruckenden Sonnenuntergang und gehe dann zu Fuß hinab.

Den Abend verbringe ich am Bryggen, esse eine Kleinigkeit und leiste mir ein paar Biere. Ein jüngeres Mädchen läuft die Straße auf und ab. Sie schiebt ihr Fahrrad und auf dem Anhänger ist eine Reklametafel für Striptease montiert.

Am nächsten Morgen ist es wieder regnerisch, aber ich habe ja noch einen Schirm. Mit der Straßenbahn fahre ich in den Außenbezirk Fantoft und besichtige die dort 1998 wieder aufgebaute Holz- oder Stabkirche. Sie wurde ursprünglich 1150 erbaut und hat die typischen Drachenköpfe. Zurück in der Stadt gehe ich wieder zum Bryggen und besuche das dort befindliche Hanseatische Museum. Es gibt einen guten Eindruck und vermittelt eindrucksvoll, wie früher mit Getreide und Stockfisch gehandelt wurde. Im Preis enthalten ist auch der Eintritt in die Schøtstuene. Nur in diesem Gebäude durfte aus Angst vor Brandgefahr auf offenem Feuer gekocht werden.

Für den Tourismus eingesetzte Doppeldeckerbusse werben mit dem Slogan, man habe Bergen nur erlebt, wenn man auch auf dem Ulriken war. Aber es kostet … Ich wähle die billigere Variante, fahre mit dem Stadtbus zur Talstation und dann mit der Seilbahn auf den 643 m hohen Berg hinauf. Und es hat sich gelohnt, zwar ist es etwas bewölkt, aber die Aussicht auf die Stadt mit ihren Inseln, die Schären und Berge ist den Aufwand mehr als wert. Schafe grasen am Hang, die Muttertiere haben ein Glöckchen am Hals.

Abends esse ich in einem Restaurant in der Innenstadt ein Fischmenü und verbringe die restliche Zeit in einem gut besuchten Gartenlokal.

Mit dem Flughafenbus fahre ich am nächsten Morgen zum Airport, um mein Mietauto in Empfang zu nehmen. Ein kleiner fast nagelneuer Peugeot wird zukünftig für meine Mobilität sorgen.

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