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Alaska

19.07.2017 Rückfahrt nach Anchorage

Unser heutiges Tagespensum ist gut zu schaffen. Besondere Exkursionen stehen nicht auf dem Programm und glücklicherweise entnimmt Bettina ihrem Reiseführer, dass sich im kleinen Städtchen Wasilla das Museum des hier sehr berühmten Idarod Trails befindet. Das 1.850 Kilometer lange jährlich stattfindende Schlittenhunderennen hat seinen Ursprung im Winter des Jahres 1925. Eine Diphterie-Epidemie in Nome konnte medizinisch nicht bekämpft werden, da Flugzeugen wegen der Winterstürme ein Start versagt war. So machten sich 20 Schlittenhundeteams auf den Weg und brachten das lebensrettende Serum in sage und schreibe 127 Stunden nach Nome, gerade rechtzeitig. Im Museum informiert ein etwa 30-minütiges sehr interessantes Video über das Thema Schlittenhunde.

Den nächsten Stopp legen wir in Ekluthna Village ein und besichtigen dort die neue und alte russisch- orthodoxe Kirche mit den zahlreichen Ikonen. Dann beginnt es wieder zu regnen. In Anchorage angekommen steht uns der Sinn nach einem Strandspaziergang. Aber weder das Wetter, noch die unglaublich hohe Parkplatzgebühr (10 Dollar für 0 bis 2 Stunden) motivieren dazu. Also begeben wir uns zum Flughafen, geben unser Auto ab und fahren mit dem Shuttle des schon bekannten „Inlet Tower“ zurück, checken ein und warten ab, was der letzte Abend dieser Reise bringen wird.

Und der hat es wahrlich in sich. Karin und Bernd sind ebenfalls wieder im Hotel eingetroffen, wir verabreden uns in der Bar und feiern Abschied, wie es sich gehört. Sie haben viel erlebt, wir berichten über unsere Eindrücke und sorgen dafür, dass es dem Kellner nie langweilig wird.Mit diesem schönen harmonischen Abend beenden wir unsere tolle Alaska-Reise, morgen geht es zurück nach Deutschland.

Damit ist nun auch leider Schluss mit diesem Blog. Der Reisebericht kann unter

http://reisen.call-n-deal.de/reiseberichte/amerika/abenteuer_alaska/index_ger.html

eingesehen werden.
Wir sagen ganz herzlichen Dank für das Interesse, für die zahlreichen Anmerkungen und wunderbaren lieben Kommentare.

Iditarod Museum

russische Kirche in Ekluthna Village

Abschied nach Maß

18.07.2017 Fahrt nach Wasilla

Die Sonne lacht, als wir das Grizzly Bear Resort verlassen. Einmal noch geht es in den Nationalpark und dort begeben wir uns auf den 3,8 Kilometer langen Rock Creek Trail, der bis zur Schlittenhundestation führt. Es wird immer heißer und schnell entledigen wir uns unserer Jacken – vielleicht liegt es aber auch an dem frischen Bärenkot, der am Weg liegt, dass wir dermaßen ins Schwitzen geraten.

An der Station sind etwa 20 Schlittenhunde anzusehen und teilweise auch zu streicheln. Die meisten liegen gelangweilt in oder vor der Hütte und freuen sich auf den Winter, wenn es wieder losgeht. Zurück zum Parkplatz gehen wir den 2,9 Kilometer langen Roadside Trail, trinken dann einen Kaffee und machen uns auf den Weg in Richtung Süden.

Unterwegs gibt es wegen Straßenbauarbeiten einen kleinen Stau und wir nehmen erstaunt zur Kenntnis, dass nicht eine Ampel den Verkehr regelt, sondern ein Mensch, eine Frau oder ein Mann, mit einem Schild, dass entweder „Slow“ oder „Stop“ anzeigt. Zwischendurch regnet es. Einmal erblicken wir eine Elchkuh mit zwei Kälbern am Straßenrand. Die Straßenverhältnisse sind okay und wir wundern uns über das ein oder andere Auto mit Reifenschaden am Wegesrand.

Gegen Abend ist Wasilla erreicht und glücklich checken wir im „Agata“ ein. Gegenüber weiden ein paar Rentiere. Zum Abendessen wird uns der in deutscher Hand befindliche „Schwabenhof“ empfohlen. Es gibt deutsches Bier und deutsche Schnäpse, aber die Küche ist nicht auf Gäste eingestellt und so bestellen wir in einer benachbarten Pizzeria.

Gleichzeitig findet im Lokal ein Zeichen- oder Malunterricht statt, sieben Frauen versuchen, ein vorgegebenes Bild auf der Leinwand nachzuahmen. Nach meinem Dafürhalten können sie mit dem Ergebnis zufrieden sein.

Sylvie lässt sich nicht stören

hoffnungsvoller Nachwuchs

unsere Nachbarn

17.07.2017 Denali Nationalpark

Unbarmherzig klingelt der Wecker, aber es nutzt nichts, wir müssen hoch. Auf dem Weg zum Parkeingang geben uns noch eine Elchkuh mit Kind und später ein anderer Elch die Ehre. Mit dem Shuttlebus geht es dann in den Park hinein, alle Gäste schauen gespannt aus dem Fenster und unser Fahrer informiert uns mit rauer bzw. heiserer Reibeisen- (oder Whisky)-Stimme über das Gesehene. Es sind ausreichend Stopps auf dem Weg, einmal denke ich, wir halten an einer kleinen Bungalow-Siedlung, aber es handelt sich lediglich, oder zum Glück, um Toilettenhäuschen. Man kann den Bus an allen Haltestellen verlassen, spazieren gehen oder wandern und mit einem der nächsten weiter- oder zurückfahren. Wir entscheiden uns, bis zum Wendepunkt im Bus zu bleiben, immerhin sind es bis zum Wonderlake lange 85 Meilen bzw. über 135 Kilometer.

Wir fahren durch eine herrliche Natur, den Blick immer gebannt aus dem Fenster, und nach einiger Zeit werden wir auch belohnt, erst sehen wir eine Eule und danach einen einsamen Elch auf der Bergkuppe. Später folgen ein paar Karibus. Aber auch ein Bär gibt uns die Ehre und wird aus sicherer Entfernung interessiert beobachtet. Die Fotoapparate klicken und jeder im Bus freut sich über dieses Erlebnis. Und immer wieder kommen ein paar Karibus ins Bild. Am Eielson Visitor Center verlassen einige den Bus, wir haben hier eine längere Pause und dürfen, welch ein Glück, den Mount Denali in voller Größe bewundern. Der mit 6.190 Metern höchste Berg der USA zeigt sich uns majestätisch in seiner ganzen Pracht. Dieses Schauspiel ist längst nicht allen Reisenden vorbehalten, denn meistens ist der Mount McKinley, so hieß er früher, von dicken Wolken verhüllt. Ein paar drollige Ziesel laufen durch das Gras.

Am Wonderlake essen wir eine Kleinigekeit und fahren dann zurück zum gerade erwähnten Besucherzentrum – der Mount Denali hat sich hinter den Wolken versteckt. Wir machen eine kleine Wanderung, steigen dann in den nächsten Bus und fahren heim, einmal noch rückt ein Grizzly ins Blickfeld, später ein paar Elche und Karibus. Dann ist Schluss, immerhin waren wir über 12 Stunden unterwegs und haben viel gesehen und erlebt. Ich hatte gedacht, dass wir unterwegs auf noch mehr Bären treffen würden, bin aber trotzdem sehr zufrieden.

Elchmutter mit Kind

im Nationalpark

früher hätte man Abort gesagt

drolliger Ziesel

endlich ein Bär

Mount Denali in voller Pracht

Park-Panorama

Karibu

und noch ein Bär

16.07.2017 Denali Nationalpark

Gestern war nicht viel los, wir sind von Juneau nach Anchorage geflogen, haben dort unser Mietauto empfangen und sind nordwärts gefahren. In Talkeetna hatten wir ein Zimmer reserviert, nicht wissend, dass das „Falkennest“ im Nirgendwo liegt, dort wo sich Hase und Fuchs, in diesem falle Elch und Bär, gute Nacht sagen. Nur leider haben wir keines dieser Tiere gesehen, obwohl unser Herbergsvater meint, dass allmorgendlich ein Elch hinter dem Haus erscheint. Dafür haben wir hier gutes Wlan und eine Badewanne mit Whirlpool.

Heute fahren wir in Richtung Denali und beziehen ein Zimmer im Grizzly Bear Resort, direkt am Highway, aber mit Blick auf den Nenana-Fluss und nur neun Kilometer vom Eingang des Nationalparks entfernt. Dort suchen wir schon einmal das Besucherzentrum auf, holen unsere vor vielen Wochen in Deutschland reservierten Eintrittskarten ab und wandern bis zum Horseshoe Lake, ein angenehmer Spaziergang an der frischen Luft. Morgen beginnt unser Parkausflug um 5!:00 Uhr, deshalb machen wir jetzt Schluss und begeben uns zur Ruhe.

Dort geht´s lang

unser Falkennest

in Talkeetna

Am Horseshoe Lake

auf dem Balkon des Hotel Grizzly Bear

13./14.07.2017 HAPPY BIRTHDAY

Trotz des schlechten Wetters haben wir die Fahrt mit der Seilbahn zum Gipfel des Mount Roberts gewagt und begaben uns auf einen Trailpfad...Mit etwas Glück sehen wir einen Bären. Entgegenkommende Spaziergänger meinen, Meister Petz gehört zu haben – wir allerdings begegnen keinem und hören ihn auch nicht. An der Seilbahnstation kann Lady Baltimore besichtigt werden, ein Weißkopfadler, der angeschossen wurde, nur ein Auge hat und hier sein Gnadenbrot erhält. Die Aussicht besserte sich im Laufe der Stunden und Horst nimmt den Rückweg von ca. 2 Meilen zu Fuß auf sich (Danach muss seine Jeans in die Wäsche). Bettina ist es doch etwas zu matschig und sie fährt lieber mit der Bahn gen Tal und nutzt den Zeitvorsprung noch etwas zum Shoppen und im Fitnessbereich des Hotels. Schließlich darf sie ihre Jugend noch 10 Stunden länger ausleben ...

Der nette Barkeeper in unserem Hotel war so freundlich und gab uns zwei Sektgläser mit aufs Zimmer. Das hat uns wirklich gefreut, wo Horst beim Besorgen einer Geburtstagskerze schon arg ins Schwitzen geraten ist. Er musste tatsächlich mehrere Geschäfte aufsuchen, bis ihm ein freundlicher Asiate endlich eine Kerze geschenkt hat.

Endlich ist es soweit… pünktlich um 0:00 Uhr Ortszeit stoßen wir auf Bettinas Geburtstag an...war gar nicht so einfach durchzuhalten, da die meisten Lokale um 22:00 Uhr schließen. Es ist schon erstaunlich, wie sich der ganze Ort bzw. die Hauptstadt Alaskas von den Kreuzfahrtschiffen abhängig macht.

Zum Geburtstagsfrühstück gehen wir ins Sandpiper und Bettina bekommt zur Feier des Tages vom Café ein Bananasplit-Eis geschenkt… völlig vollgestopft begeben wir uns zum Bus und starten zu unserer Whale-Watching Tour.
An diesem Tag soll es etwas Besonderes sein. Vorgestern, bei der Planung, mussten wir uns zwischen Gletscherflug oder Whale-Watching entscheiden – und haben uns gedacht, die Wale schwimmen auch bei schlechtem Wetter. Und so ist es dann auch, wir brauchen zunächst unsere Schirme, später auf dem Boot ist es aber glücklicherweise trocken. Ein paar andere Boote halten schon an der Stelle, wo wir den ersten Wal entdecken. Später lassen sich noch andere blicken, einmal haben wir Glück und können drei dieser Riesentiere auf einmal beobachten. Allerdings immer nur einen Teil des gewaltigen Körpers, meistens den Rücken oder die Heckflosse. Kein Wal tut uns den Gefallen und zeigt sich in seiner ganzen Pracht, dabei wäre es ein so schönes Geburtstagsgeschenk gewesen.

Das soll aber diesen Tag nicht trüben, denn heute Abend werden wir standesgemäß im Hotelrestaurant tafeln und den Tag auf gebührende Weise ausklingen lassen.

Lady Baltimore

endlich am Gipfelkreuz

in den Wolken

interessantes Totem

14.07.2017 Punkt 0:00 Uhr Alaskazeit

Geburtstagskarte

Gabentisch, so gut es halt geht

Bettina mit ihrem soo leckeren Eis

Geschenk des Hauses

ein Wal kündigt sich an

manche Wale sind an der Schwanzflosse zu erkennen

etwas mehr Körper bitte

Boje mit Adler und Seelöwen

gemütlicher Ausklang

12.07.2017 Juneau

Laut Wetter-App haben wir heute nicht viel zu erwarten, dennoch drängt sich die Sonne so dann und wann durch die dicke Wolkenschicht und wir müssen unseren Tagesablauf ganz neu überdenken. Kurz entschlossen buchen wir für nachmittags einen Gletscherflug mit dem Hubschrauber, denn hier spielt das Wetter eine entscheidende Rolle, und für Freitag einen weiteren, hoffentlich interessanten, Ausflug – schließlich gibt es übermorgen etwas zu feiern ...

Kurz vor der Abfahrt erhalten wir noch die freudige Botschaft, dass unser Zimmer „upgegradet“ wurde, schnell packen wir unsere Sachen, ziehen um und werden fortan einen ungetrübten Blick auf das Meer und den Hafen haben.

Gespannt steigen wir in den Helikopter, außer uns ist noch ein Paar aus Toronto an Bord, und dann heben wir ab. Während des viertelstündigen Fluges erleben wir eine dramatische Bergwelt, Gletscher, Eis und Schnee, aber auf der anderen Seite auch kleine Seen und üppige Wälder.

Auf dem Herbert-Gletscher angekommen haben wir eine halbe Stunde Zeit und spazieren umher, ausrutschen können wir nicht, denn vor dem Abflug wurden wir mit Spike-Überschuhen ausgestattet. Eine Winterlandschaft erschließt sich uns, wie ich sie noch nie erlebt habe, Eis, soweit das Auge reicht. Neugierig schmecken wir das Gletscherwasser – und haben danach kalte Hände. Dabei ist die Außentemperatur gut auszuhalten und meine Handschuhe habe ich nicht vermisst. Viel zu schnell sind die 30 Minuten vorbei und dann begeben wir uns auf den nicht mehr so spektakulären Heimflug.

Später halten wir uns in der Innenstadt auf, spazieren umher, frischen unsere Vorräte auf, trinken etwas und speisen dann im Hotelrestaurant.

neuer Pilot?

Blick auf den "Hausgletscher"

Flug durch arktische Schneelandschaft

auf dem Gletscher

schmeckt das Gletscherwasser?

ob die Temperatur stimmt?

... in einer Gletscherspalte ...

auf dem Gletscher

Eis, soweit das Auge reicht

auf dem Rückflug

11.07.2017 Juneau

Heute haben wir in Anchorage unser Auto abgegeben und sind danach in den Süden geflogen, nach Juneau, der Hauptstadt Alaskas und einzige Kapitale, die nur per Schiff oder Flugzeug erreichbar ist. Es regnet den ganzen Tag und hier in dieser Gegend soll die Niederschlagsmenge im Vergleich zu anderen Regionen Alaskas besonders hoch sein. Dicke Kreuzfahrtriesen dümpeln im Hafen, am Kai bieten diverse Anbieter Ausflugsmöglichkeiten aller Art an. Hier kommt jeder Urlauber zu seinem Recht, wenn er sich denn mit dem Wetter arrangiert.

Wir lunchen in einem Fischrestaurant und haben danach Urlaub – im heutigen Terminkalender ist kein weiterer Vermerk notiert. So verbringen wir den Nachmittag ganz relaxt, muss ja auch mal sein.

Abends schlendern wir gemächlich durch die Downtown, immer noch ist der Himmel von dicken Wolken verhüllt, und landen schließlich im angesagten "Red Dog Saloon", mit Livemusik und Pionierfeeling. So muss es sich vor 150 Jahren zugetragen haben.

Totempfähle, sie spielen in der indianischen Kultur eine große Rolle

Dicke Wolken über dem Kreuzfahrtschiff

in Deutschland würde man sagen: Essen auf Rädern

Südalaska

10.07.2017 Palmer

Und tatsächlich, irgendwann hat sich gestern der Stau aufgelöst und wir sind mit einiger Verspätung in Palmer, wo Landwirtschaft eine große Rolle spielt, angekommen. Heute steht nichts Besonderes auf dem Programm, dennoch können wir jetzt auf einen erfüllten Tag zurückblicken.
Bettina bestellt sich zum Frühstück leckeren Pfannkuchen mit Ahornsirup und zusätzlich eine Rentierwurst – woher soll sie wissen, dass wir 30 Minuten später diese possierlichen Tiere füttern und streicheln dürfen. Doch der Reihe nach:

Wir übernachten in einem Motel und die rührige Chefin gibt uns unaufgefordert einen Zettel mit interessanten Zielen in der Umgebung. Darauf aufgeführt ist auch eine Reindeer Farm. Sie liegt nur ein paar Meilen vom Motel entfernt und ist schnell erreicht. Wir erhalten ein paar aktuelle Informationen und dürfen dann auf die Weide treten und die Tiere füttern. Bettina wird von ein paar hartnäckigen bedrängt, ein Ren lässt gar nicht mehr von ihr los – wenn der wüsste … Stunden danach gesteht sie mir, dass sie ein ganz schlechtes Gewissen beim Kraulen dieser zutraulichen Tiere hatte.

Später können wir weitere Tiere besichtigen, Wapitis, Elche und einen faulen Bison, der sich nicht aus seiner Ecke wagt. Doch Rocky ist der King im Gehege, ein vier Wochen altes Elchkalb von der Kenai-Halbinsel, das seine Mutter verloren hat und nun hier aufgezogen wird.

Eine Moschusochsenfarm ist unser nächstes Ziel. Es sind nur Gruppenführungen möglich und die Begleiterin informiert uns permanent und ohne Pause über die Zucht dieser Tiere, so dass wir irgendwann die Ohren zuklappen und nicht mehr zuhören. Aber es soll nicht despektierlich klingen, man sieht der jungen Dame an, wie sehr sie sich mit diesem Thema auseinandersetzt und wie viel ihr die Tiere bedeuten.

Dann setzen wir uns ins Auto und fahren auf dem Highway zügig weiter bis zum Matanuska Gletscher. Doch er hat keine Chance, wir waren gestern am Exit Glacier und vor ein paar Tagen im Prince William Sound, da kann dieser Eisberg nicht mithalten. Er ist einfach zu klein – dennoch widmen wir ihm ein Foto.

Nun fahren wir zurück und zum letzten Ziel der heutigen Rundreise: der Independence Mine. Hier wurde früher Gold abgebaut, doch die Anlage ist verfallen, man kann in den Stollen nicht hinein und lediglich ein paar Ruinen und die Transportlore besichtigen. Macht aber nichts, denn die Fahrt zur Mine ist spektakulär, vorbei an riesigen Flüssen über Berg und Tal. Bären jedoch haben wir nicht gesehen.

das Braune am oberen Tellerrand ist eine Rentierwurst

jeder will mal

ein Rentier hatte ich vorher noch nicht gefüttert

Bettina auch nicht

Rocky, der Star der Anlage

auch Tiere haben Frühlingsgefühle↵

wem werden hier Hörner aufgesetzt

auf der Moschusfarm

am Matanuska Gletscher

Lore vor der Independence Mine

09.07.2017 Exit Gletscher in Seward

Überrascht von dem guten Wetter starten wir gut gelaunt in den Tag und fahren die Sehenswürdigkeiten von Kenai ab, u.a. eine russisch-orthodoxe Kirche aus dem Jahr 1906, bevor wir weiter in den Norden fahren. Unser heutiges Ziel ist Palmer, etwa eine Stunde östlich von Anchorage gelegen. Doch die knapp 400 km fahren wir natürlich nicht ohne schöne Stopps durch.

Wir verlassen den Highway für ein paar Meilen und fahren über eine Huckelpiste am Skilak Lake vorbei… kaum dass Bettina es ausgesprochen hatte, geht ihr nächster Wunsch in Erfüllung… ein Schwarzbär kreuzt unseren Weg.

Unser nächster Halt ist am Exit Gletscher. Wir können zu Fuß bis an ihn heran gehen und sind entsetzt, wie weit er in den letzten 10 Jahren zurück geschmolzen ist…. Das macht uns beide doch etwas nachdenklich.

Nachdem wir auch noch eine kurze Stippvisite in Seward gemacht haben, freuen wir uns auf eine entspannte Weiterfahrt nach Palmer, wir haben schließlich noch knapp 270 km vor uns. Doch unverhofft kommt oft…. Es ist kaum zu glauben, aber auch auf den weiten und ansonsten leeren Straßen Alaskas passieren Unfälle….wir stehen über zwei Stunden im Stau. Wir wissen die Zeit aber zu überbrücken und sind fleißig dabei, unsere Erlebnisse weiter festzuhalten.

Sankt Nikolas Kirche in Kenai

russisch-orthodoxe Kirche in Kenai

unterwegs in Alaska↵

ein Schwarzbär - endlich

Natur, Natur, Natur

Exit Gletscher

Fischer bearbeiten ihren Fang

08.07.2017 Katmai Nationalpark

Gestern hatten wir frei, haben bis in die Vormittagsstunden geschlafen, gefrühstückt und sind dann auf den Homer Spit gefahren, eine Landzunge oder Nehrung, auf der unzählige Camper parken. Aber nicht nur das, hier sind außerdem viele Geschäfte, die mit Tourismus zu tun haben, Lokale, Souvenirläden, Reisebüros etc., in schnuckeligen Holzhäusern angesiedelt. Wir bummeln über den Spit, trinken einen Kaffee und treffen auf Chris im Chamber of Commerce, also der Handelskammer, quasi ein Kollege von Bettina, hier aber mehr ein Informationsbüro. Er schlägt uns verschiedene Möglichkeiten vor, Bären zu beobachten, wir wollen uns die Angebote überlegen.

So haben wir genügend Zeit, auf verschiedenen Panoramawegen die Gebirgskette, den Spit und die gesamte Umgebung eindrucksvoll zu erleben - und wir sind begeistert.

Am späteren Nachmittag buchen wir bei Chris eine Bootsfahrt zur Bärenbeobachtung und bleiben dann auch abends auf der Nehrung, essen Fisch und beenden den Tag im Salty Dawg Saloon, einer angesagten Kneipe, wo die einheimischen Fischer sich nach der Rückkehr treffen und sich gegenseitig mit Geschichten überbieten. Hier treffen wir einen Mann aus Frankfurt, den wir am Vortag schon bei der Gletscherfahrt gesehen hatten. Ein stattlicher Weißkopfadler beobachtet das Treiben vom Dach.

Heute klingelt der Wecker um 6:30 und gespannt fahren wir nach Anchor Point zum Bootsableger, warten ein paar Minuten und erfahren dann, dass die Bärenbeobachtung wegen schlechten Wetters ins Wasser fällt.

Doch so schnell wollen wir uns nicht geschlagen geben. Ohne lange Überlegungen fahren wir zurück nach Homer auf den Spit und sind positiv überrascht, dass um diese Uhrzeit schon die ersten Geschäfte geöffnet haben. Im zweiten Anlauf haben wir dann auch Glück und können für 10:00 Uhr einen Flug zu den Brooks Falls buchen. Eine Bärensicht wird uns garantiert.

Pünktlich starten wir mit unserer Pilotin Stephanie zu einem 1 ½ stündigen Flug über eine atemberaubende Landschaft… allein hierfür hat sich die Buchung gelohnt… Es geht durch verschiedene Wolkenschichten, vorbei an Vulkanen und Gletschern. Wir sind die einzigen Gäste an Bord und sind bereits jetzt froh, dass der Bootsausflug nicht geklappt hat. Ganz verstehen können wir es allerdings nicht. Wir haben traumhaftes Wetter.

Nach einer kurzen Einweisung durch eine Rangerin dürfen wir uns dann alleine auf den Weg durch die Wildnis begeben. Überall auf dem Weg müssen wir damit rechnen, dass Bären unseren Weg kreuzen...kurz vor der Plattform ruft uns eine Rangerin zu, wir sollten uns beeilen, es seien Bären im Anmarsch…. doch wir erreichen ohne Zwischenfälle den ersten Aussichtspunkt und sind fasziniert von einer Bärin mit zwei Jungen, die sich in der Sonne keilen… Unser Traum hat sich erfüllt….Grizzlys, egal wohin wir schauen… unbeschreiblich….wir glauben, es könne nicht besser werden, doch da haben wir uns getäuscht…wir erreichen die Plattform an den Wasserfällen und sehen zunächst nur aus dem Wasser springende Lachse… doch dann kommen nach und nach die Bären ins Wasser…. Man kann nicht behaupten, sie müssen sich ihr Mittagessen verdienen… ganz im Gegenteil, sie leben wie im Schlaraffenland und egal, wie dumm sie sich auch anstellen, die Lachse springen ihnen förmlich in die Schnauze….

Völlig überwältigt machen wir uns nach 4 Stunden wieder auf den Weg zu Stephanie und plaudern noch benommen von unseren tollen Erlebnissen, als Bettina plötzlich mitten im Wort abbricht...sie hat keine vier Meter rechts von sich und Horst einen Bären im Gebüsch entdeckt...er scheint zu schlafen, doch beim zweiten Blick schaut sie ihm dann doch in die Augen. Schnell rufen wir uns die Einweisung der Rangerin wieder ins Gedächtnis, gehen ruhig und uns laut unterhaltend an dem Bären vorbei und unterdrücken das Bedürfnis, ein Foto zu machen und zu rennen. Puh, was für ein Erlebnis!
Der Rückflug übertrifft noch den Hinflug und nach weiteren 1 ½ Stunden in über 2300m Höhe kehren wir Homer den Rücken zu und fahren zu unserem nächsten Stützpunkt Kenai in Richtung Norden.

Dort angekommen wollen wir uns noch kurz in einer Bar stärken. Aus dem kurz wird ein lustiger Abend mit Livemusik und netten Gesprächen mit Einheimischen.

Blick auf Homer Spit

bei Homer

auf dem Hinflug zum Brooks River

herrliches Bärenleben

--- ein Feinschmecker ...

catch me if you can

es interessieren nur die Filetstücke

06.07.2017 Whittier

Heute haben wir gefroren wie ein Schneider. Dabei scheint die Sonne und spendet warmes Licht, als wir unser Hotel verlassen. Doch der Reihe nach:

Wir fahren nach Whittier, um an einer Kreuzfahrt durch den Prince William Sound teilzunehmen. Kurz vor Ankunft am Hafen ist ein gut zwei Kilometer langer Tunnel zu durchqueren, und zwar im 30-Minuten-Takt. Doch wir erreichen die Anlegestelle rechtzeitig und wundern uns, dass das Wetter umgeschlagen hat und es wesentlich kühler geworden ist.

Erwartungsvoll besteigen wir den Klondike Express und pünktlich um 12:30 Uhr starten wir unsere fünfstündige Rundfahrt. Das Schiff ist gut besucht, ein fachkundiger Herr versorgt uns mit Informationen und sage und schreibe 26 (sechsundzwanzig) Gletscher können auf dieser Rundreise besichtigt werden.

Doch nicht nur das, auch die Tierwelt darf beobachtet werden. Auf einer kleinen Insel lümmeln sich Seelöwen. Kleine Punkte, die ich zunächst gar nicht beachtet habe, entpuppen sich als Seeottern, hier auch „playboy“ und „good time girls“ genannt. Es ist amüsant anzusehen, wie sie, auf dem Rücken liegend, durch das kalte arktische Wasser gleiten. Auf der Tierbeobachtungsliste stehen weiter noch Wale, Haie und Schwarzbären, nur wir haben sie nicht vor die Linse gekriegt. Dafür aber Eisberge in bester Güte. Der Surprise Glacier erlaubt uns sogar, ihm beim Kalben zuzusehen.
Eine interessante Fahrt mit guter Information und perfekter Zeiteinteilung. Gerade die spektakulären Beobachtungen konnten wir in Ruhe und ohne Hektik genießen.

Auf dem Rückweg haben wir noch ein klein wenig Stress mit der Kommunikation und wissen nicht, wurde unsere Reservierung in Homer bestätigt oder nicht. Das Telefonnetz ist manchmal wegen der hohen Berge etwas rudimentär und mit unseren Handys sind wir bisher auch nicht weitergekommen. Aber, um es kurz zu machen, überaus freundliche Menschen haben uns unterstützt, für uns trotz eigener Hektik telefoniert und letztendlich dafür gesorgt, dass wir die beiden nächsten Nächte in einem Ferienhaus in Homer unterkommen werden. Die selbstlose Hilfsbereitschaft der Menschen in Alaska kann gar nicht oft genug betont werden.

Stars and Stripes and Bettina

Seelöwen lümmeln sich im Eismeer

Surprise Gletscher - wir haben ihn kalben sehen

Gletscher

und noch mehr Gletscher

Fischottern beim Relaxen

05.07.2017 Clam Gulch

Gestern Abend, das wollte ich beim letzten Blog noch nicht verraten, buchten wir im Hotel einen Transport mit dem Wasserflugzeug zu einer Stelle, wo Bären beim Lachse fischen beobachtet werden können. Wir fliegen eine Viertelstunde und steigen dann zu viert plus Guide auf ein Boot und fahren zu der Stelle, wo der Creek in den See mündet. Doch dann die Enttäuschung, in den nächsten fünf Stunden fangen unsere beiden Mitreisenden vier Lachse, doch wir sehen nicht einen Bären. Bettina nahm sogar noch all Ihren Mut zusammen, verließ das sichere Boot und begab sich auf den täglichen Laufpfad der Bären an Land… nach all der Warterei verspürte sie ein menschliches Bedürfnis… doch auch diese frisch gelegte Spur lockte die Bären nicht aus ihrem Versteck… Chapeau, nicht jede Frau hätte das gewagt…
Als kleine Entschädigung überflog der Pilot noch den Double Glacier, eine einfach grandiose Aussicht…
Völlig frustriert und enttäuscht kehrten wir auf dem Heimweg in Rocky`s Café ein und Bettina wunderte sich abermals über die Manieren der Einheimischen…. Kaum das wir unser Essen bekommen haben, wurden auch schon die Stühle auf den Nachbartischen hochgestellt und kaum den letzten Happen im Mund, lag auch schon die Rechnung auf den Tisch… bereits in den vergangenen Tagen wurden Bettinas´s Teller bereits abgeräumt, während Horst noch aß…. Andere Länder, andere Sitten…

Die Hoffnung bereits aufgegeben, nahm der Tag doch noch ein fantastisches Ende… nachdem wir völlig niedergeschmettert unserer Vermieterin erzählten, das wir wieder weder Moose noch Bären gesehen haben, setzte sie uns kurz vor Mitternacht ins Auto und fuhr den Highway entlang… es dauerte keine zwei Minuten und sie hatte wieder zwei leuchtende Augenpaare um sich herum…..

Ihr werdet es nicht glauben, in kurzer Zeit sahen wir nicht nur eine Elchkuh, sondern eine ganze Familie. Sie grasten seelenruhig und ließen sich auch durch uns nicht stören. Was dem einen sein Bär, ist dem anderen sein Elch – aber wir geben nicht auf!

gerade gelandet

gerade gelandet

Gletschersee

über dem Gletscher

neugieriger Elch

Horst von hinten

04.07.2017 Kenai Peninsula

Gestern hat es der Wettergott wieder nicht so gut mit uns gemeint. Vormittags wandern wir an einem See entlang bis zu einer Anlage, die auf das Erdbeben von 1964 hinweist, und steuern dann auf den Lake Hood zu, dem Eldorado für Wasserflugzeuge und in absoluter Nachbarschaft zum internationalen Flughafen gelegen. Es regnet mittlerweile beharrlich und so entschließen wir uns, mit dem Bus in die Stadt zurückzufahren.

Abends essen wir in einem gemütlichen Lokal im Zentrum, auf dem Denaliplatz werden bereits Buden und Zelte für den heutigen Nationalfeiertag aufgebaut.

Heute nun nehmen wir unser Auto in Empfang, einen neuen Toyota, und verlassen Anchorage in südlicher Richtung. Sogleich bessert sich die Stimmung, denn nun sind wir endlich im Alaska, wie wir es uns vorgestellt haben, angekommen. Schneebedeckte Berge, reißende Flüsse, malerische Seen – eine spektakuläre Landschaft empfängt uns.Wir sind begeistert und legen die ein oder andere Fotopause ein. Kein Problem, Haltebuchten oder Parkplätze sind ausreichend vorhanden.

An der Crow Creek Mine bewundern wir die alten Gebäude aus der Zeit, als hier im Fluss noch nach Gold geschürft wurde. Auch wir hätten unser Glück versuchen können, denn Arbeitsgeräte stehen ausreichend zur Verfügung.

Weiter geht es zu einem Alaska Wildlife Conservation Center, wo Tiere, die in Alaskas Wildnis anzutreffen sind, gehalten werden, sehr pfleglich und nicht in enge Käfige gezwängt. So sehen wir u.a. Schwarz- und Braunbären, Rentiere, Bisons und Elche. Bettina hat sich besonders in einen im See badenden Grizzly verguckt, wie er so drollig auf dem Rücken im Wasser liegend seine Pranken ausfährt.

Nachmittags erreichen wir unsere bei Booking.com gebuchte Unterkunft und freuen uns auf ein Glas Wein auf dem Balkon mit Blick auf den Fluss. Jedenfalls glauben wir das. Zu unserem Entsetzen wird uns mitgeteilt, dass keine Reservierung vorliegt und wir nicht die einzigen sind, die der Zimmervermittler verprellt hat. Was ist zu tun, Hotelzimmer sind knapp. Die Mitarbeiterin ist redlich bemüht und versucht telefonisch, in der Umgebung eine Unterkunft für uns zu ergattern. Zwischenzeitlich telefonieren wir mit der Servicenummer von Booking.com, die angeblich 24 Stunden für deutsche Gäste erreichbar ist – aber nicht heute. Ein Englisch sprechender Mann nimmt unsere Beschwerde entgegen, nachdem wir geraume Zeit in der Telefonwarteschleife den monotonen Bandansagen lauschen mussten. Er verspricht einen Rückruf in 15 Minuten, was aber nicht geschieht. Bettina findet online ein Hotelzimmer in der weiteren Umgebung und so fahren wir halt notgedrungen nach Clam Gulch und checken im „Moose is Inn“ ein. Erwähnen möchte ich noch, dass eine Frau aus Anchorage Zeuge unserer Not wurde und uns anbot, in ihrer Wohnung zu übernachten.

In Clam Gulch verbessert sich unsere Laune erheblich, als wir erfahren, dass morgen ein Wunsch in Erfüllung gehen könnte. Doch darüber berichten wir später.

Coal Creek Mine

zeigt her eure Füße ...

Bisons vor grandioser Kulisse

einmaliges Panorama

junger Schwarzbär

Bettina vor einzigartiger Kulisse

02.07.2017 Anchorage

Endlich ist es soweit! Gestern erreichten wir, trotz Bahnverspätung, den Flughafen Frankfurt rechtzeitig, checkten ein und hatten noch geraume Zeit bis zum Abflug. Während wir gemütlich auf einer Liege auf den Abflug warten, setzt sich ein Paar aus Ingolstadt zu uns, wir kommen ins Gespräch und erfahren, es ist nicht zu glauben, dass Karin und Bernd nicht nur ebenfalls nach Anchorage fliegen, sondern im selben Hotel wie wir ein Zimmer reserviert haben.

Der Flug nach Alaska dauert elf lange Stunden, ist aber teilweise sehr interessant. Wir fliegen über Bremen und Bergen und einige Stunden über das nördliche Grönland. Natürlich drängen wir uns ans Fenster, um ein paar Fotos aufzunehmen. Einige Passagiere sind uns behilflich, andere reagieren leicht gereizt. Danach geht es über das Eismeer mit vielen kleinen Inseln Alaska entgegen.

Die Einreise ist relativ harmlos, es ist Nachmittag und die Zeitdifferenz beträgt 10 Stunden, in Deutschland ist es um diese Zeit bereits weit nach Mitternacht. Zu viert fahren wir mit dem Hotel-Shuttle in unsere Unterkunft und nach einer kurzen Pause unternehmen wir einen ersten Schnupperspaziergang ins Zentrum, bestaunen die wunderbare Lage von Anchorage -die Stadt ist von schneebedeckten Bergen umgeben- und stärken uns in einem angesagten Lokal. Ab und zu lässt sich die Sonne blicken. Jetzt im Hochsommer geht sie nur für ein paar Stunden unter, aber es stört nicht, wir können die Hotelzimmer anständig abdunkeln.

Heute hat sich das Wetter leider geändert, es regnet aus vollen Düsen und es soll sich lt. Regenradar auch den ganzen Tag keine Änderung einstellen. Beim Frühstück treffen wir Karin und Bernd wieder, sie sind auf dem Weg zum Flughafen und ihr nächstes Ziel heißt Juneau. In knapp drei Wochen wollen wir uns hier wieder treffen.

Bettina und ich versuchen derweil, unsere Reservierung für den Denali Nationalpark um einen Tag zu verschieben. Ich hatte es schon zu Hause versucht, aber leider ohne Erfolg. Doch auch hier tun wir uns schwer und schließlich bitten wir die Dame an der Rezeption um Hilfe. Aber sie ist heute leider nicht im Helfermodus, nein, sie ist überhaupt nicht motiviert, uns zu unterstützen, schreibt uns dann aber doch ein paar Nummern auf, erklärt uns, wie das Hoteltelefon zu bedienen ist und geht dann missmutig noch auf weitere Wünsche ein. Doch auch jetzt haben wir keinen Erfolg.

Bei leichtem Regen machen wir uns auf den Weg in die Innenstadt und steuern das Tourist Office an. Und, was soll ich sagen, eine freundliche Dame hört sich unser Problem an, gibt die Nummer in ihr Handy ein und reicht es mir. Einen Moment später ist die Sache erledigt, wir haben den Termin getauscht und bedanken uns herzlich bei der hilfsbereiten Mitarbeiterin.

  Es regnet immer noch, als wir über den Saturday Market, der auch sonntags stattfindet, gehen. Hier kann man einkaufen, speisen und schauen. An vielen Stellen ist ein Bär oder ein Elch zur Zierde aufgestellt. Wir marschieren dann über das Bahnhofsgelände zum Ship Creek und schauen den Anglern zu. Aber die Lachse scheinen heute nicht anzubeißen, jedenfalls haben wir bei keinem der in dicker Regenbekleidung teils im Wasser stehenden Männer ein Petri Heil erkannt. Am Creek entlang geht es weiter, der Regen hat zugenommen, und wir realisieren nach einer Weile, dass unser nächstes Ziel, nämlich das „Salmon Viewing“, wohl hier nicht mehr zu finden ist, also lieber umkehren. Aber wir haben kein Glück, dieses Spektakel, dass uns im Tourist Office so herzlich empfohlen wurde, scheint heute auszufallen. Vielleicht liegt es am Wetter. Was soll´s, wir jedenfalls haben uns sportlich betätigt und sind immerhin 11,3 Kilometer gewandert. Mal sehen, was der Tag noch so bringt.

Die Spannung steigt, in ein paar Minuten beginnt das Boarding

über Grönland

über Grönland

das Eismeer unter uns

unsere Flugroute

Blick aus dem Hotelzimmer

hier lässt es sich behaglich wohnen

junge Frau vor alter Lok

Stadtmusikanten von Alaska?

Angler am Ship Creek