China mit Tibet - eine Rundreise im April/Mai 2019

23.04.2019 Shanghai
10 1/2 lange Stunden dauerte der Flug, mittags gegen 12:30 Ortszeit sind wir gelandet, die Zeitverschiebung beträgt sechs Stunden. Das Thermometer zeigt ganze 25 Grad an. Glücklicherweise habe ich keine Probleme mit meinem vorläufigen Reisepass, er wird zwar an den Automaten nicht anerkannt, wohl aber am Schalter. Mit der in Deutschland konzipierten Magnetschwebebahn geht es dann in die Innenstadt, einmal zeigt die Tachoanzeige 431 km/h an. Leider konnte sich dieses Transportmittel anderswo nicht durchsetzen. Chang heißt unser Reisebegleiter, er lässt sich aber auch mit Martin ansprechen, hat in Shanghei, der Stadt der Zukunft, wie er sagt, Germanistik studiert und wird uns bis morgen begleiten.

Wir schlendern dann am Bund entlang, schauen auf die eindrucksvolle Skyline von Pudong und gehen anschließend über die Haupteinkaufsstraße der Stadt, über die Nanjing Rd. Einige Mitreisende hätten abends gern an einer Flussschiffahrt teilgenommen, aber die Mehrheit war dagegen, wegen des Preises und der diesigen Witterung. Nach dem Abendessen fahren wir zum Golden Jade Hotel und checken ein, mit Lichtbildaufnahme, wie auf dem Flughafen. Später fahre ich mit Thomas noch einmal zum Bund und erfreue mich an den Lichterspielen. Der Taxifahrer hat uns wohl nicht recht verstanden und verlangt kein Geld für die Hinfahrt, dafür ist der Kollege auf der Rückfqhrt umso dreister. Er meint, dass ihm 200 Yuan zusrtehen, also etwa 28,- Euro - aber damit ist er nicht durchgekommen.

auf dem Bund

Hallo,

noch ein paar Tage - und dann geht es los. Da es nicht so einfach ist, ein Tibet-Permit zu erhalten, habe ich diese Reise bei TOUR VITAL gebucht. Wenn möglich, werde ich täglich über die Erlebnisse berichten, natürlich nur, wenn WLAN vorhanden ist.

Am 22.04.2019 werden wir ab Frankfurt nach Shanghai fliegen. Soweit so gut, doch dann, 10 Tage vor dem Abflug, die Hiobsbotschaft: Mein im Februar per Einschreiben an die Deutsche Visa und Konsular Gesellschaft, Berlin, (DVKG) gesandter Pass ist dort nicht angekommen. Trotz Sendungsnummer kann ich den Verbleib im Internet nicht recherchieren. Die Dame am Postschalter, dort, wo ich das Einschreiben veranlasst habe, meint lapidar, ich möge eine bestimmte Telefonnummer anrufen, sie selbst könne mir auch nicht weiterhelfen. Beim 20. Versuch erreiche ich auch jemanden, der jedoch meint nur, man werde die Sache verfolgen, es könne aber, obwohl höchste Eile geboten ist, über 10 Tage dauern und so viel Zeit bleibt mir nicht.

Doch dann erlebe ich nur noch Hilfsbereitschaft. Im Ortsamt Bremen versteht man mein Problem und zwei Stunden später wird mir ein vorläufiger Reisepass ausgehändigt. Am nächsten Morgen teilt mir die DVKG per Email mit, dass die Sendung in Berlin angekommen sei und am 18. April erfahre ich, dass auch der begehrte Visumstempel vorhanden ist. Wegen der bevorstehenden Feiertage und wegen des Misstrauens in die Kompetenz der Post fahre ich am Donnerstag nach Berlin und nehme den neuen nunmehr mit einem Visum versehenen Pass in Empfang. Tour Vital war ebenfalls über alle Schritte informiert und hat die nötigen Änderungen veranlasst. Eine solche Kundenwertschätzung hätte ich mir von der Post auch gewünscht.