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Gleich geht es los

Gleich geht es los

Abenteuer Alaska

wo Fische Bären in den Schlund springen

Einleitung

Bären und Elche in freier Wildbahn zu beobachten, das war der Mindestanspruch, den Bettina und ich im Vorfeld an diese Reise stellten. Im Oktober 2016 hatten wir erstmalig über das Vorhaben gesprochen und dann ein paar Monate später mit der Planung begonnen. Wir haben uns vor einigen Jahren beim Sport kennen gelernt und waren uns danach gelegentlich beruflich begegnet. Ursprünglich hatte ich schon Anfang dieses Jahrhunderts mit einem Alaska-Besuch geliebäugelt, aber aus persönlichen Gründen konnte der Plan nicht realisiert werden.

Was haben wir nicht alles über Alaska gelesen: eines der letzten Paradiese der Erde, ungezähmte Wildnis, ein einzelner Nationalpark, der größer als die Schweiz ist, spektakuläre Tierbegegnungen, kalbende Gletscher, grandiose Natur, dunkle Wälder, größter, nördlichster und westlichster Bundesstaat der USA, Heimat der dicksten Lachse usw. Obwohl „Last Frontier“, wie Alaska auch gern genannt wird, mehr als fünfmal so groß wie Deutschland ist, leben hier nur rund 740.000 Menschen.

Die ursprüngliche Besiedlung dieses Landstrichs begann vor rund 20.000 Jahren, im 18. Jahrhundert wurde er von russischen Pelztierjägern heimgesucht, 100 Jahre später von amerikanischen Goldschürfern. Bekanntlich erwarben die Vereinigten Staaten das Gebiet im Jahre 1867 vom Russischen Kaiserreich für 7,2 Millionen Dollar, was einem heutigen Wert von etwa 120 Millionen Dollar entspricht, aber trotzdem noch ein Schnäppchen ist. Alaska war zu damaliger Zeit von den Russen schwer zu verwalten, von der Hauptstadt Sankt Petersburg brauchte man mehr als ein halbes Jahr um hierher zu kommen, der Pelztierbestand war wegen Überjagung geschrumpft und der Zar brauchte Geld.

Der Name Alaska wird vom aleutischen „Alaxsxag“ abgeleitet und bedeutet “Land, in dessen Richtung das Meer strömt“ oder einfach nur „Großes Land“, je nachdem, welchen Reiseführer man liest. Von Einheimischen wird der 49. Bundesstaat der USA auch gern „North of Sixty“ genannt, da er nördlich des 60. Breitengrads angesiedelt ist.

Am 1. Juli 2017 ist es endlich soweit, wir fahren mit dem Zug nach Frankfurt und erreichen, trotz Bahnverspätung, den Flughafen rechtzeitig, checken ein und haben noch geraume Zeit bis zum Abflug. Während wir gemütlich auf einer Liege auf den Abflug warten, setzt sich ein Paar aus Ingolstadt zu uns, wir kommen ins Gespräch und erfahren, es ist kaum zu glauben, dass Karin und Bernd nicht nur ebenfalls nach Anchorage fliegen, sondern auch im selben Hotel wie wir, nämlich im „Inlet Tower“, ein Zimmer reserviert haben. Kurz vor dem Einchecken unterhalten wir uns noch mit zwei Schweizern. Einer von den beiden fliegt heute zum 30. Mal nach Alaska, er ist begeisterter Angler, lässt seine gefangenen Lachse vor Ort räuchern und dann genussfertig zu sich nach Hause in die Schweiz schicken.

Der Flug nach Anchorage dauert neun lange Stunden, ist aber teilweise sehr interessant. Freie Plätze sind so gut wie nicht vorhanden. Wir fliegen über Bremen und Bergen und einige Stunden über das nördliche Grönland. Natürlich drängen wir uns ans Fenster, um ein paar Fotos von der größten Insel der Erde aufzunehmen. Einige Passagiere sind uns behilflich, andere reagieren leicht gereizt. Danach geht es über das zu Kanada gehörende Eismeer mit vielen kleinen Inseln Alaska entgegen.

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