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Iditarod Trail Museum

Iditarod Trail Museum

neue Kirche in Ekluthna Village

neue Kirche in Ekluthna Village

feuchter Abschluss

feuchter Abschluss

Abenteuer Alaska

wo Fische Bären in den Schlund springen

Rückfahrt nach Anchorage

Unterwegs gibt es wegen Straßenbauarbeiten einen kleinen Stau und wir nehmen erstaunt zur Kenntnis, dass nicht eine Ampel den Verkehr regelt, sondern ein Mensch, eine Frau oder ein Mann, mit einem Schild, dass entweder „Slow“ oder „Stop“ anzeigt. Zwischendurch regnet es. Einmal erblicken wir eine Elchkuh mit zwei Kälbern am Straßenrand. Die Straßenverhältnisse sind okay und wir wundern uns über das ein oder andere Auto mit Reifenschaden am Wegesrand.


Wasilla

Gegen Abend ist das Städtchen Wasilla, knapp 10.000 Einwohner, erreicht und glücklich checken wir im „Agata“ ein. Gegenüber auf einer Rasenfläche weiden ein paar Rentiere. Zum Abendessen wird uns der von einem deutschen Paar gegründete „Schwabenhof“ empfohlen. Es gibt deutsches Bier und deutsche Schnäpse, aber die Küche ist nicht auf Gäste eingestellt und so bestellen wir in einer benachbarten Pizzeria und lassen es uns hierher liefern.

Gleichzeitig findet im Lokal ein Zeichen- oder Malunterricht statt, sieben Frauen versuchen, ein vorgegebenes Bild auf der Leinwand nachzuahmen. Nach meinem Dafürhalten können sie mit dem Ergebnis zufrieden sein. Da es noch früh am Abend ist, bitte ich die Kellnerin, mir ein paar Flaschen Bier zum Mitnehmen zu verkaufen. Aber das verstößt leider gegen das Gesetz und sie wird meinem Wunsch nicht entsprechen.

Bettina entnimmt ihrem Reiseführer am nächsten Morgen, dass sich in Wasilla das Museum des hier sehr berühmten Iditarod Trails befindet. Das 1.850 Kilometer lange jährlich stattfindende Schlittenhunderennen hat seinen Ursprung im Winter des Jahres 1925. Eine Diphtherie-Epidemie in Nome konnte medizinisch nicht bekämpft werden, da Flugzeugen wegen der Winterstürme ein Start bzw. eine Landung versagt war. So machten sich 20 Schlittenhundeteams auf den Weg und brachten das lebensrettende Serum in sage und schreibe 127 Stunden nach Nome, gerade rechtzeitig. Die „mushers“ wurden zu Nationalhelden, dem Leithund wurde in New York ein Denkmal gesetzt und auch in Anchorage ist der berühmte „Balto“ als Statue zu sehen.. Im Besucherzentrum informiert ein etwa 30-minütiges sehr interessantes Video über das Thema Schlittenhunde. Gedenk- und Infotafeln, Hundeportraits und Rennschlitten erinnern an den Trail.


Ekluthna Village

Den nächsten Stopp legen wir in Ekluthna Village ein und besichtigen dort die neue und alte russisch- orthodoxe Kirche mit den zahlreichen Ikonen. Das neuere, ebenfalls St. Nikolai genannte, Gotteshaus wurde in der Zeit von 1954 bis 1962 errichtet, das ältere ist aus dem Jahre 1870 und damit eine der ältesten Holzkirchen im Gebiet von Anchorage. Hinter beiden Gebäuden wurde ein Gräberfeld angelegt, ein orthodoxer Friedhof, auf dem Indianer, Eskimos und Russen bestattet wurden. Interessant ist, dass die Gräber als Hütten dargestellt sind.


Anchorage

In Anchorage angekommen steht uns der Sinn nach einem Strandspaziergang. Aber weder das Wetter, noch die unglaublich hohe Parkplatzgebühr (10 Dollar für 0 bis 2 Stunden) motivieren dazu. Also begeben wir uns zum Flughafen, geben unser Auto ab, insgesamt haben wir 1.897 Meilen oder 3.053 Kilometer zurückgelegt, und fahren mit dem Shuttle des schon bekannten „Inlet Tower“ zurück, checken ein und freuen uns auf den letzten Abend dieser abwechslungsreichen, interessanten und aufregenden Reise.

Und der hat es wahrlich in sich. Karin und Bernd, die wir auf dem Flughafen Frankfurt getroffen hatten und mit denen wir dank WhatsApp immer in Kontakt bleiben konnten, sind ebenfalls wieder im Hotel eingetroffen. Wir verabreden uns in der Bar und feiern Abschied, wie es sich gehört. Sie haben viel gesehen, hatten etwas Pech mit dem Wetter, wir berichten über unsere Erlebnisse und sorgen dafür, dass es dem Kellner nie langweilig wird. Mit diesem schönen harmonischen Abend beenden wir unsere tolle Zeit in Alaska.

Morgen geht es über Fairbanks zurück nach Deutschland. Wir haben viele neue Eindrücke gewonnen, hatten faszinierende Landschaften, spektakuläre Tierbegegnungen, wunderbare hilfsbereite Menschen und eine grandiose Natur – doch eines haben wir, entgegen aller vorherigen Annahmen und Warnungen, nicht gebraucht: unser Mückenspray - und das Bärenspray war uns zu teuer …

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