Rock'n Roll - Blues - Country - Jazz

Amerika mit Musik

Fort Lauderdale

Mit einem Sammeltaxi fahre ich zur Unterkunft. Am Ocean Drive reihen sich die Hotels und Gästehäuser wie Perlen an der Kette. Nach dem Einchecken im "Hotel Lauderdale by the Sea", im Norden der Stadt gelegen, kann ich mich gleich nützlich machen. Eine ältere Dame aus Deutschland hat Probleme, ein Telefonat in die Heimat zu führen. Die schon etwas gestresste Mitarbeiterin am Empfangstresen freut sich, dass ich ihr behilflich sein kann und gemeinsam schaffen wir es auch. Einige Gäste an der Poolbar lassen sich ihre Cocktails schmecken, es scheint nicht der erste Drink an diesem Nachmittag zu sein.

Nach kurzer Pause und Erholung mache ich mich auf den Weg. Hatte ich in Tennessee noch Wintertemperaturen, so werde ich hier mit warmem Sonnenschein verwöhnt, einige Kinder baden im Meer. Weißer Sand soweit das Auge reicht. Allerdings zeigt sich hier auch der Kommerz von seiner dunklen Seite, denn für die Begehung einer Seebrücke wird eine Gebühr von zwei Dollar erhoben – und das ist mir doch entschieden zu teuer.

Ein langer Strandspaziergang füllt den Rest des Tages aus, am Abend esse ich in einer Strandbar leckeres Flat Bread, das ich bisher nicht kannte, ähnlich einer Pizza, allerdings mit wesentlich dünnerem Boden. Mit Caipirinha und Pina Colada lasse ich diesen schönen Urlaubstag ausklingen. Im Fernsehen werden, ähnlich wie in Deutschland, James Bond-Filme wiederholt.

Mit dem Taxi fahre ich tags darauf zum Hafen und betrete die Discovery Sun. Das Ticket hatte ich bereits zu Hause im Reisebüro erworben. Es wird, warum auch immer, nur ausgestellt, wenn eine Hotelbuchung für die Nacht vorher vorliegt.
Das Schiff legt pünktlich ab. Am Horizont sind Ft. Lauderdale, Hollywood und Miami gut zu erkennen, der zig km lange Sand leuchtet in der Morgensonne, die Südspitze Floridas zeichnet sich vor unseren Augen ab. Zufrieden kuschele ich mich an Deck auf einen Liegestuhl, atme die frische Meeresluft ein und freue mich auf die nächsten Tage. Das Schiff bietet viel Spektakel, ich gebe mich lieber meinem Buch hin. Bei den meisten Gästen handelt es sich, wie ich später im Hafen feststelle, um Tagestouristen. Nach sechsstündiger Schifffahrt laufen wir in den Hafen von Freeport ein, Grand Bahama ist erreicht.


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