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Lykien
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Blick auf die Altstadt

Blick auf die Altstadt

im Basar

im Basar

Türkischer Abend

Türkischer Abend

Eine Rundreise durch Lykien

Ephesus - Aphrodisias - Pamukkale - Antalya

Antalya

Nun ist also der letzte Besichtigungstag angebrochen. Der Wettergott meint es nicht so gut mit uns und öffnet dann und wann seine Schleusen. Nach kurzer Zeit erreichen wir die von Gipfeln des Taurusgebirges umrahmte Stadt Antalya. Gut 1 Million Menschen leben hier, im Großraum sollen es sogar 2,5 Millionen sein. Die Stadt nimmt für sich den Titel „Ferienflughafen Nr. 1“ in Anspruch. Am Wasser des Mittelmeeres gehen viele Menschen ihrer Morgengymnastik nach. Der Stadtstrand misst 14 Kilometer.

Wir halten uns in der pittoresken Altstadt auf und erfahren von unserem Reiseleiter, dass viele Häuser zweistöckig sind, um durch die Höhe auf der Straße Schatten spenden zu können. Am Hafen mit den malerischen Holzschiffen ist die alte Stadtmauer noch gut zu erkennen. Der Uhrturm nebenan ist ein beliebtes Fotomotiv. Vorbei geht es durch von Bougainvillea umgebene Gassen. Am Hadrianstor ist der Spaziergang, wohl auch wegen des einsetzenden Regens, beendet und wir warten auf unseren Bus. Bei der Weiterfahrt zähle ich in einer vornehmen Straße über zehn Geschäfte, die Brautkleider verkaufen.

Nun haben wir nur noch zwei Pflichtveranstaltungen vor uns. Erst sind wir Gast in einer Schmuckfabrik. Özer meint, wir hätten hier den Rekord aufgestellt, denn keine seiner vorher betreuten Reisegruppen hätte das Programm schneller erledigt als wir.

Nach dem Mittagessen beginnt unser letzter Programmpunkt, der Besuch einer Lederfabrik. Uns wurde die Firma „d´Enver Lederwaren“ zugeteilt. Gespannt sehen wir der Show mit den hübschen Models zu und gehen dann auf Einkaufstour. Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, in der Türkei eine Lederjacke zu kaufen. Da ich modemäßig nicht besonders beschlagen bin, frage ich ein paar Frauen unserer Gruppe, ob sie nicht Lust hätten, mich zu beraten. Sie begleiten mich gern und sind mir auch gleich bei der Auswahl behilflich. So empfehlen sie mir Stil und Farbe – und leider ist das Exemplar in meiner Größe nicht vorhanden. Die Verkäuferin verhält sich ganz professionell, aber ein beobachtender missmutiger Mitarbeiter, möglicherweise ihr Vorgesetzter, gibt mir zu verstehen, dass ich wohl nicht genug Entschlussfreudigkeit habe, bei dieser Anzahl von Beratern …
Wir probieren weitere Jacken, aber immer wieder schütteln meine Beraterinnen den Kopf. Der Beobachter lässt sich zu einer weiteren dreisten und unqualifizierten Bemerkung hinreißen. Ich sage ihm meine Meinung und schnurstracks verlassen wir dann den Verkaufsraum, den angebotenen Raki würdigen wir keines Blickes.

Im Großen Basar beenden wir unsere Einkaufstour. Die meisten Verkäufer sprechen ein gutes Deutsch und bieten Gläser mit verschiedenen Tees an. Wir kommen der Aufforderung gern nach. Ich orientiere mich dann zu den Lederwaren und bitte Martina, mich doch bei der Anprobe von verschiedenen Lederjacken zu unterstützen. Nach kurzer Zeit haben wir ein passendes Teil gefunden und dann beginnt das Feilschen. Schließlich sind wir handelseinig, ich habe knapp 70 Prozent herunter gehandelt und bin ganz zufrieden.

Im „Falcon Hotel“ werde ich von Regina gefragt, ob ich nicht Lust hätte, ihre Freundin zum Türkischen Abend zu begleiten. Natürlich nehme ich das Angebot an und es wird noch ein richtig schöner Abend. Das Programm gefällt mir, es wird ohne jegliche Animation abgespult und professionell aufgeführt. Auch die Preise sind erschwinglich und unsere 10,- Euro Flatrate für Getränke hat sich schnell amortisiert. Hans ist immer bemüht, dass uns kein materieller Nachteil entsteht.

Leider klingelt der Wecker schon um 2.00 morgens – eine Stunde später müssen wir am Flughafen sein.


Fazit

Es hat sich gelohnt und ich kann diese Reise nur empfehlen. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist unschlagbar und das Kulturprogramm hat mich mehr als zufrieden gestellt. Auch der Kontakt zu den Mitreisenden ist sehr angenehm. Meistens, zumindest in meiner Gegenwart, wird über mein Lieblingsthema, das Reisen, gesprochen.

Nachteil: Fast jede Nacht in einem anderen Hotel, immer Versorgung am Buffet, kein individuelles Abendessen in einem heimischen Restaurant und, bedingt durch die meist abseitige Lage der Hotels, wenig Kontakt zum aktuellen Leben und zur normalen Bevölkerung.


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