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Go East 2009
Landkarte von StepMap
StepMap Go East 2009
Bilder
auf Panglao

auf Panglao

auf Panglao

auf Panglao

auf Panglao

auf Panglao

auf Panglao

auf Panglao

die Nacht ruft

die Nacht ruft

Lorence und Rosalie

Lorence und Rosalie

auf nach Balicasag

auf nach Balicasag

Balicasag

Balicasag

Schnorcheln vor Balicasag

Schnorcheln vor Balicasag

Schnorcheln vor Balicasag

Schnorcheln vor Balicasag

Shala mit einem Seestern

Shala mit einem Seestern

Business auf Balicasag

Business auf Balicasag

auf Balicasag

auf Balicasag

Virgin Island

Virgin Island

Virgin Island

Virgin Island

Virgin Island

Virgin Island

zurück nach Cebu

zurück nach Cebu

mit dem Ocean Jet nach Cebu

mit dem Ocean Jet nach Cebu

Go East!

(Bahrain), Kuala Lumpur, Brunei, Philippinen

Panglao

Ein wunderbarer langer Strand lässt meine Vorfreude auf die nächsten Tage anwachsen und ich habe mich hier keine Sekunde gelangweilt. Es gibt genügend Restaurants und Strandbars und so genieße ich die Zeit mit baden, lesen und relaxen. Hin und wieder lasse ich mich am Strand massieren, am nächsten Tag werde ich von den Damen schon mit Namen begrüßt. Zum Abendbrot bestelle ich mir frischen Fisch, der in Auslagen am Strand gezeigt wird. Meistens stehen zwei junge Frauen daneben und verscheuchen lästige Fliegen mit einem Wedel. Manchmal spielt eine Lifeband in einer der Bars. Auf meinem Speiseplan steht u. a. Lapu-Lapu (Barsch), Snapper, Thunfisch, Tilapio und Jackfisch, nicht zu vergessen die Sqid-Portionen und Tiger Prawns. Kleine Kindergruppen gesellen sich an den Tisch und singen Weihnachtslieder. Am Schluss des Vortrags heißt es dann immer: Gimme peso!

Schimmi schreibt mir, dass er auf Bantayan sein Paradies gefunden habe.

Bei meinen Spaziergängen werden mir wiederholt Schnorcheltouren mit Delfinbeobachtung angeboten und ich akzeptiere den Vorschlag gern. Morgens gegen 6.00 Uhr treffen wir uns am Strand. In letzter Minute kommt noch ein junger Mann mit seinem Motorrad angefahren, ebenfalls an dieser Tour interessiert. Warum, so frage ich mich, soll er nicht auf meinem Boot mitfahren. Ich spreche ihn an und er willigt sofort ein, schließlich ist die Fahrt für Shala, ein Kuwaiter, der in Thailand arbeitet, dann erheblich preiswerter.

Im Sonnenaufgang fahren wir etwa eine Stunde, bis unser Schiffsführer die ersten Delfine erblickt. Auch die anderen geschätzt 20 Boote halten an. Und tatsächlich, nach anfänglichen Schwierigkeiten erkenne ich die Tiere mit der typischen Schwimmbewegung. Allerdings ist es schwierig, dieses Ereignis zu fotografieren.

Kurz vor der Insel Balicasag steigen wir von unserer "Sea Gulls" auf ein Ruderboot und begeben uns zu den Korallenbänken. Hier können wir unbeschwert schnorcheln und die Welt unter Wasser beobachten. Fische und Fischschwärme in allen Farben umkreisen uns, es ist einfach traumhaft.

Beim späteren Frühstück auf Balicasag bleiben wir nicht lange allein. Mehrere Frauen sehen in uns potentielle Kunden und werden nicht müde, ihre Perlen und anderen Schmuckwaren anzupreisen. Wir handeln und feilschen. Shala meint bei einem bestimmten Betrag, dass er zu Hause in Kuwait den achtfachen Preis zahlen müsste – und so werden wir handelseinig.

Etwa 1.000 Menschen wohnen auf dieser idyllischen Insel, und das ohne Strom und fließendem Wasser.

Auf dem Weg zurück nach Panglao steuern wir noch die Virgin Island an. Das Wasser ist so flach, dass wir uns nur mit Mühe fortbewegen können. Für kurze Zeit ist ein fliegender Thunfisch zu erkennen. Einige Personen arbeiten auf den Muschelbänken, an denen wir vorbeikommen. Die Insel ist unbewohnt und besteht nur aus weißem Sand und ein paar Bäumen, aber es ist herrlich. Weit und breit keine Menschenseele, abgesehen von ein paar Souvenirverkäufern, die unser Kommen beobachtet haben.

Nachmittags lädt Shala mich zu einer Motorradtour ein. Er fährt sehr sicher und erzählt mir, dass er zu Hause eine eigene Maschine habe. Mutig überholen wir einige Tricycles, ein frommer Bibelspruch ist auf der Hinterwand der Beifahrerkabine angebracht. Wir fahren zu einer Aussichtsterrasse am Rand der Insel und haben einen grandiosen Blick auf Bohol. Derzeitig werden hier Urlaubsappartements unter deutscher Leitung erstellt, Shala ist sehr interessiert, für mich kommt eine solche Investition nicht in Frage.

Später sehen wir uns noch ein Kaufhaus im Zentrum von Tagbilaran an. Die Kassiererinnen schmücken sich mit einer Weihnachtsmütze. Auf dem Rückweg müssen wir die Luft auf dem Vorderreifen nachpumpen. Mein Fahrer meint, dies sei das Werk einer jungen Dame, der er kein Geld gegeben habe. Shala reicht dem Tankwart einen 500 Peso-Schein. Sofort eilt der Chef herbei und gibt das Geld mit dem Kommentar zurück, der Betrag sei entschieden zu hoch.

Trotz der wunderbaren Umgebung sind auch am Alona Beach am Abend viele Plätze leer, Massentourismus klingt anders. Die Barkeeper lehnen gelangweilt am Tresen, an der Kasse sitzen mindestens zwei junge Frauen und versuchen mit langsamer Abrechnung die Zeit bis zum Feierabend zu überbrücken. Einige Lokale scheinen unter deutscher Leitung zu sein. Im „Coco Vida“ unterhalte ich mich öfter mit Rosalie und Lorence, im "Oops" gesteht mir die sympathische Jeanville, dass sie unter Heimweh leidet. Manchmal, wenn sie die auslaufenden Schiffe beobachtet, kommen ihr die Tränen.

Auf dem Nachhauseweg fragt mich eine verhärmte Frau, ob sie nicht bei mir schlafen könne. Sie habe kein Bett und würde sich erkenntlich zeigen.

Richie holt mich am nächsten Tag pünktlich ab und fährt mich zum Hafen in Tagbilaran auf Bohol. Er ist 29 Jahre alt und stolzer Vater einer kleinen Tochter. Zum Abschluss bittet er mich, in meinem Reisebericht doch positiv über ihn zu berichten und dieser Aufforderung komme ich gern nach.

Nachdem ich die Terminal Fee entrichtet habe, darf ich in den Warteraum. Der Ocean Jet legt pünktlich ab, es sind nur ein paar Personen an Bord. Ein wunderbarer Sonnenuntergang begleitet uns. Schimmi wartet schon in der Terrassenbar unseres Hotels in Cebu-City. Die Dame am Empfang hat ihm, so erzählt er mir, augenzwinkernd zugesteckt, dass der Frühstücksbon auch für eine zweite Person gilt. Wir essen gemeinsam zu Abend, anschließend mache ich noch einen Spaziergang und habe auch sofort Gesellschaft.

Auf dem Rückflug nach Manila werden wir wieder aufgefordert, ein Weihnachtslied zu singen. Im Flughafen nehmen wir ein Taxi und fahren zur Südspitze der Insel Luzon, nach Batangas. Am Ziel mault der Fahrer und meint, er hätte Anspruch auf mehr Trinkgeld. Dabei haben wir uns durchaus großzügig verhalten. Im Hafen stürzen sich sofort ein paar Männer auf unser Gepäck und bringen es auf die Fähre. Mürrisch ziehen sie von dannen, als wir nicht bereit sind, den geforderten horrenden Preis zu zahlen. Die Überfahrt nach Mindoro ist teils recht stürmisch und der Kapitän muss einige Male die Geschwindigkeit drosseln. Ein mutiger Seemann sitzt vorn auf dem Bug und peilt die Lage.

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