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Kappadokien
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in Troja

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in Çanakkale

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Trojanisches Pferd in Çanakkale

Trojanisches Pferd in Çanakkale

Kappadokien - Pergamon - Troja - Istanbul

Troja

Das im Reiseführer ausgesuchte „Hotel Kervansaray“ ist schnell gefunden, der Portier erklärt mir den Weg zum Busbahnhof und schon sitze ich im Minibus und warte etwas nervös auf die Abfahrt nach Troja. Im Buch hatte ich gelesen, dass die Pforten um 17.00 Uhr schließen und jetzt ist es schon 15.30 Uhr. Eine halbe Stunde später stehe ich vor dem Ticketschalter und habe reichlich Zeit, die Anlage ist bis 19.00 Uhr geöffnet.

Troja oder Truva, die berühmteste türkische Ausgrabungsstätte, liegt unweit der Ägäisküste, nahe der Meeresenge der Dardanellen, die das Mittelmeer mit dem Marmarameer verbinden.
Homers Epos „Ilias“, dem der Mythos des Trojanischen Krieges entsprang, ist Grund für die Bekanntheit. Heinrich Schliemann, ein deutscher Abenteurer, vermutete, den „Schatz des Priamos“ zu finden und begann 1870 mit Ausgrabungsarbeiten. Den Schatz brachte er illegal nach Berlin, Ende des Zweiten Weltkrieges kam er in russische Hand. Inzwischen hat er als Wanderausstellung alle großen Museen der Welt gesehen.

Vor Ort gibt es nur wenige Hinweise auf das ruhmreiche Troja. Immer wieder wurde eine neue Stadt auf den Trümmern der vorherigen errichtet, insgesamt neun. Die steinernen Zeugen sind recht bescheiden. Das für einen Fernsehfilm gebaute Holzpferd wird derzeitig restauriert und ist abgedeckt. Einige Schafherden grasen in der Umgebung.

Zurück in Çanakkale besorge ich mir ein Ticket für die Weiterfahrt nach Istanbul, wandere bei herrlichstem Wetter die Promenade entlang und lasse es mir gut gehen. Auch hier steht ein schwarzes Holzpferd fotogen im Fokus. Es war Requisite im 2004 gedrehten Film „Troja“ mit Brad Pitt als Achilles in der Hauptrolle. Cafés und Restaurants sind reichlich vorhanden und so entspanne ich mich bei einer Flasche Efes, die hier genauso extrem teuer ist wie in Kappadokien. Viele Gäste spielen Backgammon. Angler hoffen auf einen guten Fang. Später esse ich in einem Fischrestaurant zu Abend und lasse dann den Tag in einem Lokal an der Promenade ausklingen.

Pünktlich um 11.00 Uhr legt die Fähre über die Dardanellen ab. Die Meerenge zwischen Mittel- und Marmarameer oder zwischen dem asiatischen mit dem europäischen Teil der Türkei gehört zu den meistbefahrenen Wasserwegen der Welt. Mehrere Busfahrer nutzen die zwanzigminütige Überfahrt zum Lunch. Zurück im Bus sitze ich neben einem 23jährigen Englischlehrer, der in Ostanatolien seinen ersten Job antritt. Auch diese Fahrt wird mir in guter Erinnerung bleiben, bester Service, ausreichend Pausen und immer wieder kommt der Begleiter und bietet Erfrischungswasser an. Oft haben wir einen prächtigen Blick auf das Marmarameer. Auf zwei Rastplätzen wird unser Bus gewaschen. Kurz vor Istanbul zeige ich dem Lehrer und dem Busbegleiter die Adresse des nächsten Hotels und hoffe auf etwas Unterstützung. Nach sechs interessanten Stunden fahren wir in den labyrinthartigen Busbahnhof ein, hier warten hunderte von Fahrzeugen auf Gäste.


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