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Ein kleines Stück entlang der Seidenstraße

Taschkent

Im Taschkenter Flughafen erfahren wir, dass British Airways nur ab Almaty fliegt, nähere Informationen gebe es im Hauptbüro neben dem Hotel Rossija, doch dort hören wir auch nicht mehr. Man sagt, das KLM-Büro wüsste Bescheid, wir finden es nur nicht.

Im Hotel Taschkent soll ein Infoschalter sein, alles Vergangenheit. Eine resolute, hilfsbereite Dame hilft uns aber insofern, als dass sie uns ein Empfehlungsschreiben für die kasachische Botschaft mitgibt - wir brauchen noch ein Visum für Wilfried. Dort, meint sie, erfahren wir auch die Telefonnummer der Fluggesellschaft.

Wilfried hat sein Visum dann auch erhalten, wenngleich es etwas Nerven gekostet hat. Auch eine Telefonnummer von British Airways haben wir. Im Telefon-Telefax-Office erfahren wir, dass es sich um eine Telefax-Nummer handelt. Was soll's.

Der heutige Flug nach Almaty ist weg, für morgen gibt es nur noch einen Platz in der 2. Klasse, übermorgen ist dicht, am darauf folgenden Tag auch nur noch Business-Class. Was bleibt uns übrig, als einen teueren und einen preiswerten Flug zu buchen.

Am Abend haben wir kleine Probleme, unsere Essbestellung aufzugeben, doch schließlich bekommen wir unser Fleisch-Reis-Gericht. In der Umgebung unseres Hotels finden wir, obwohl im Zentrum, kein Lokal und landen wohl oder übel in der Hotelbar. Hier unterhalten wir uns mit zwei Frauen, die nachts aktiv werden. Im Hotel gibt es zwei Frühstückssäle, jeweils einen in der 1. und 2. Klasse, wir wurden in letzteren Saal verwiesen.

Am nächsten Morgen trennen wir uns im Flughafen. Wilfried fliegt wie gewohnt, ich genieße den Service in der Business-Class.

Nach dem Einchecken beobachte ich einen Passkontrolleur, wie er sich am Computer mit einem elektronischen Kartenspiel vergnügt. In der Bar hängt ein Schild "Oktoberfest in Taschkent".

In Almaty nach 1¼-stündigem Flug angekommen nehmen wir den Bus und fahren wieder in das uns schon bekannte Hotel.

Unsere Bemühungen, Kontakt mit der Fluglinie aufzunehmen, sind erfolglos, schließlich ist es Samstag Nachmittag. Eine Flughafenangestellte meint jedoch, dass in der übernächsten Nacht ein Flug nach London startet.

Wir machen uns einen schönen Tag in der größten Stadt Kasachstans, genießen das angenehm warme Herbstwetter und begeben uns abends zum Flughafen.

Gegen einen Aufpreis können wir den Flug vorverlegen: einmal noch durch die Kontrollen, den gestrengen Augen der Uniformierten ausgesetzt, einmal noch die Reiseschecks vorzeigen.

Gut eine Stunde nach Mitternacht hebt die Boeing ab, nach kurzer Zeit sehen wir nur noch dunkle Nacht.

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