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Mariamman-Tempel

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Merlion

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Singapur

Pünktlich um 18.oo Uhr hebt die Boeing 747 ab und stößt durch die dicke Wolkendecke über Frankfurt. Es ist Spätsommer in Deutschland, wir schreiben den 02. September 1997.

Den ersten Stopp wollen wir, das sind Reiner und ich, in Singapur einlegen. Nach knapp 12 Stunden setzt der Flieger zur Landung an, über 10.200 km liegen hinter uns, der Zeitunterschied beträgt sechs Stunden und es ist bereits Mittag.

Das "New Park Hotel" in der Kitchener Road hatten wir schon in Deutschland gebucht, wir steigen in ein Taxi und kurze Zeit später können wir einchecken. Im Hotel-Foyer zeigt ein Monitor die Abflugzeiten an. Es ist sehr lebhaft, immer klingelt irgendwo ein Handy.

Trotz der schwülen Tropenhitze wagen wir einen Spaziergang, orientieren uns Richtung Arab-Street und lassen uns dann doch lieber in einer Trishaw chauffieren, den Preis können wir auf die Hälfte herunterhandeln.

Nach dem Besuch der Sultan-Moschee genießen wir die angenehme Kühle in einem riesigen supermodernen Kaufhaus. Den ersten Abend verbringen wir im Hotel, die Cocktails sind zwar immens teuer, dafür gibt es aber ein gutes Restaurant, Diskothek und Life-Musik.

Am nächsten Morgen nehmen wir an einer Stadtrundfahrt teil und besuchen u. a. Little India, China-Town mit den schönen chinesischen Tempeln und dem beeindruckenden Sri Mariamman Tempel, dem bedeutendsten tamilischen Heiligtum des Stadtstaates.

Zum Schluss fahren wir noch in den botanischen Garten.

Unser Mittagessen nehmen Reiner und ich im Marine-Center in einem "Hawker-Stall" ein, hier sind etliche preiswerte Garküchen unter einem Dach angesiedelt und man kann sich sein Menü an verschiedenen Ständen zusammenstellen.

Das legendäre Raffles-Hotel sehen wir nur von außen, unser nächster Gang führt uns zum Merlion, dem Wahrzeichen Singapurs. Besonders beeindruckt hat mich diese wasserspeiende Löwenfigur aber nicht.

Den Abend genießen wir am Singapur-River, hier gibt es zahllose Restaurants und Bars, Life-Musik und Entertainment. Während des Essens werden wir Zeuge einer Filmaufnahme. Der Weg zurück ins Hotel ist sehr kompliziert, erst nach langer Zeit gelingt es, ein Taxi anzuhalten, nachdem uns etliche Taxifahrer einfach ignoriert hatten, warum auch immer.

Die Kinder in Singapur wachsen zweisprachig auf, sie lernen englisch als Verwaltungssprache und entweder malaiisch, mandarin (chinesisch) oder tamil (indisch), je nach Herkunft oder Zugehörigkeit.

Aufgrund der Bevölkerungsexplosion müssen dem Meer riesige Flächen Land abgerungen, befestigt und bebaut werden und ein Ende ist noch immer nicht abzusehen. Vor 25 Jahren lag ein Teil der jetzigen Innenstadt noch im Wasser.

Dem Land fehlen rund 500.000 Arbeitskräfte, sie werden, so gut es geht, aus dem Ausland rekrutiert, Singapur vergibt jährlich 30.000 Greencards.

Obwohl ich schon viel über die Sauberkeit Singapurs gelesen habe, bin ich doch mehr als erstaunt und kann gar nicht begreifen, dass wir hier in Asien sind. Nicht nur Papierkörbe sind neben der Straße angebracht, auch Aschenbecher stehen in verschiedenen Abständen zur Verfügung, wo hat es das auf diesem Kontinent schon gegeben.

Der Abschied von Singapur rückt näher und schon sitzen wir im Flugzeug, das auf dem Weg nach Sydney noch je einen Stopp in Jakarta und Denpasar einlegt. Erstaunlicherweise fragt keiner beim Auschecken nach Drogen und noch mehr wundere ich mich, dass die Flughafensteuer nicht, obwohl im Reiseführer so beschrieben, verlangt wird.

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