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Málaga

Málaga

Myrthenhof

Myrthenhof

Löwenhof

Löwenhof

Generalife

Generalife

Sacromonte

Sacromonte

Sacromonte

Sacromonte

Blick auf Alhambra

Blick auf Alhambra

Moschee-Kathedrale

Moschee-Kathedrale

Blick auf Cordoba

Blick auf Cordoba

Sevilla

Sevilla

Sevilla

Sevilla

Sevilla

Sevilla

Cádiz

Cádiz

Marbella

Marbella

Andalusien

wo selbst die Mauren sich schon wohlfühlten

Andalusien II

Dieses Mal bin ich allein unterwegs und fliege von Hannover wiederum bis Málaga.

Gleich nach der Ankunft bemühe ich mich um einen Bus und fahre sofort weiter nach Sevilla, der mit 650.000 Einwohnern größten Stadt Andalusiens. Die Hotelsuche bereitet einige Schwierigkeiten, denn die meisten Häuser sind ausgebucht und haben keinen Platz mehr für mich, aber irgendwann habe ich doch noch Erfolg. Ich hatte nicht bedacht, dass diese Stadt ein Zentrum für Karfreitagsprozessionen ist und dementsprechend viele Besucher in der "Semana Santa", in der Karwoche, zu Gast hier sind.

Mein erster Gang führt in die Innenstadt und ich bestaune die Kathedrale, die zu den größten der Welt gehört. Sie wurde auf den Resten einer ehemaligen Moschee erbaut und kann durch 9 Tore betreten werden, ein Tor führt zum Patio de los Naranjos. Der Giraldo, ein Glockenturm, der ursprünglich als Minarett errichtet wurde, ist 98 m hoch.

Im Laufe des Tages spaziere ich dann zum Alcázar mit dem Palacio Pedro I. und sehe mir das ehemalige Judenviertel, Barrio de Santa Cruz, an.
Eine schöne Brücke, die Puente Isabell II, führt über den Guadalquivir. Von hier hat man eine interessante Aussicht auf die Stadt.

Von ferne höre ich Musik und nach kurzer Zeit erblicke ich die ersten Prozessionswagen, sie fahren direkt an mir vorbei und dann über die Brücke ins Zentrum. Den ganzen Spätnachmittag und Abend werde ich jetzt Prozessionsmärsche beobachten, mich durch Menschenmassen drängeln, staunen und fotografieren. Ich bin sehr ergriffen, damit hatte ich nicht gerechnet.

Am Abend verteilen sich alle Zuschauer auf die umliegenden Tapa-Bars und man braucht schon etwas Ellenbogengewalt, um an die Theke zu kommen und eine Bestellung aufzugeben. Der Tinto verano, ein gekühlter junger Rotwein, wird hier gern getrunken, mir hat er nicht so zugesagt, der konventionelle auf Zimmertemperatur gehaltene Wein schmeckt mir besser und ich bin ihm nicht untreu geworden.
Alles in allem ist Sevilla eine Stadt, die ich gern noch einmal wiedersehen möchte, aber nicht während der Semana Santa.

In südwestlicher Richtung geht es weiter und mein nächstes Ziel heißt Jerez de la Frontera, 175.000 Einwohner. Die Stadt ist weltbekannt wegen seiner Weine bzw. seiner Sherryfabriken. Sherry ist der englische Name für Jerez. Dicke Holzfässer mit dem edlen Nass stehen vor den Bodegas und natürlich komme ich nicht umhin, einige Produkte dieses Ortes zu verkosten.
Heute ist Ostersonntag, dieser Feiertag scheint der Familie zu gehören, denn die Innenstadt ist abends wie ausgestorben und ich habe Mühe, ein geöffnetes Restaurant zum Abendessen zu finden.

Mit dem Zug fahre ich weiter bis Cádiz. Die Stadt hat 160.000 Einwohner und liegt direkt an der Costa de la Luz resp. am Atlantik.
Die meiste Zeit verbringe ich in der schönen Altstadt, die auf einer Landzunge liegt. Dabei erkunde ich die üblichen Sehenswürdigkeiten, so die Alte und Neue Kathedrale und die Burg Santa Catalina. Mehrere Stunden verbringe ich im Parque Genovés und erlebe hier abends einen schönen romantischen Sonnenuntergang.

An einem Tag unternehme ich einen Ausflug nach Gibraltar. Leider hatte ich versäumt, meinen Personalausweis mitzunehmen, ich musste ihn im Hotel hinterlegen, und so wird mir der Eintritt nicht gestattet, schade. Und das in einer Zeit, wo über Europäische Union und Währungseinheit diskutiert wird. Aber die Fahrt ist nicht umsonst erfolgt, ich steige auf dem Rückweg in Tarifa, am südlichsten Punkt Europas, aus und habe freie Sicht bis auf das marokkanische Festland.

Mit dem Autobus geht es von Cádiz nach Marbella an die Costa del Sol. Direkt am Busbahnhof entspricht ein Hotel meinen Vorstellungen. Auch in dieser Stadt, in der eine halbe Million Menschen wohnen, ergibt sich ein gleiches touristisches Programm. So findet man auch hier einen Leuchtturm Gibralfaro, eine maurische Festung und die Alcazaba. Ich konzentriere mich aber lieber auf den endlosen Strand, mache lange Spaziergänge am Wasser, beobachte das touristische Treiben und statte den Strandbistros einen Besuch ab.
Abends gönne ich mir in einem Restaurant eine leckere Fischplatte. Die Speisekarte gibt es auch in kyrillischer Schrift.

An einem der nächsten Tage fahre ich in einen Vorort in der Nähe der Stierkampfarena und treffe mich als Vertreter von Call ´n Deal mit einigen zukünftigen Geschäftsfreunden aus England und Spanien. Das Gespräch und die Verhandlung verlaufen in meinem Sinne und wir verabschieden uns herzlich. Aber es kam dann, aus Gründen, auf die ich hier nicht weiter eingehen will, doch nur zu einer kleinen kurzen Zusammenarbeit.

Der Urlaub neigt sich dem Ende zu und ich denke bereits an den Heimflug. Anstatt bis Málaga durchzufahren, steige ich bereits in Torremolinos aus und verbringe hier die letzte Nacht.

Ganze Heerscharen von Touristen sind unterwegs, das Warenangebot an Souvenirs, Sonnencreme, Geschenkartikel, Mitbringsel und anderen typischen Ferienartikeln ist unübertrefflich. Auch hier verweile ich einige Stunden am Meer und gebe mich meinen Gedanken hin.
Abends halte ich mich die ganze Zeit draußen auf, esse frische Meeresfrüchte am Stand, genieße den guten spanischen Wein und kaufe hier und da eine kulinarische Leckerei.

Andalusien ist schon toll.

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