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die Mosel in Cochem

die Mosel in Cochem

Innenstadt von Cochem

Innenstadt von Cochem

Auf ins Périgord

dort, wo Bruno ermittelt, liebt und schlemmt

Heimreise

Auf kleinen Departementstraßen geht es in nord-östlicher Richtung weiter. Am frühen Abend erreiche ich den Ort Merlines im Limousin und buche ein Zimmer im Hotel „Le Chavanon“, wo ich mich dann auch den Rest des Abends aufhalten werde.

Am Spätnachmittag des nächsten Tages komme ich in Nuits-St-Georges an, buche ein Zimmer im „Ibishotel“ und mache mich auf den Weg. Auf der Herfahrt hatte ich diesen wunderbaren Ort ja schon gesehen, umgeben von Weinbergen und gelegen an der „Route des grands crus“. So steuere ich mehrere Weinkeller an, nehme hier und da eine Kostprobe und wundere mich doch sehr über die exorbitant hohen Preise der einzelnen Gewächse. In einem Keller ist es nicht möglich, eine Flasche unter 40,- Euro zu erwerben, bei einer anderen Verkostung soll ich erst 12 Euro zahlen, um dann sechs verschiedene Sorten probieren zu können. Im Cave J. Francois werde ich dann aber doch fündig und erwerbe ein paar Flaschen. Abends verweile ich in der Innenstadt, habe Probleme, einen freien Platz zum Essen zu finden, dann aber doch Glück und speise zentral in einer Fußgängerzone. Ein Trio unterhält uns mit eingängigen Oldies. Später, bei einem Glas Wein in der Hotelbar, höre ich in der Ferne das Böllern eines Feuerwerks. Es ist wahrscheinlich dem morgigen Nationalfeiertag geschuldet, denn am nächsten Tag zeichnen wir den 14. Juli und vor vielen Jahren, nämlich 1789, fand die französische Revolution mit dem Sturm auf die Bastille statt.

Am nächsten Tag geht es zurück nach Deutschland. Gleich hinter Nuit-St-Georges überrascht mich ein kleiner Friedhof – er liegt inmitten eines Weinhanges. Dann gibt es auf der Weiterfahrt in Dijon und Chalon-s-Saône leichte Probleme, auf der jeweiligen Route nationale zu bleiben, wahrscheinlich habe ich eine Beschilderung übersehen. Später, bei der Fahrt durch das Saarland, bin ich innerhalb von 90 Minuten an keiner Tankstelle vorbei gekommen. Gegen Abend erreiche ich den Ort Johanniskreuz im Pfälzer Wald und verbringe den Abend und die Nacht im gleichnamigen Hotel. Es scheint bei Bikern sehr beliebt zu sein. Verwundert nehme ich hier zur Kenntnis, dass bei Zahlung mit EC- oder Kreditkarte ein Aufschlag von 5,- Euro fällig ist und Nichtgäste für einen Toilettenbesuch 1,- Euro zu zahlen haben.

Bei der Weiterfahrt am nächsten Morgen sehe ich ein Hinweisschild auf den Ort Leimen und halte kurz im Geburtsort von Boris Becker an. Weiter geht es über die Serpentinen des Pfälzer Waldes zur Weinstraße und in Maikammer in der Nähe von Neustadt lege ich eine kurze Pause ein. Der von grünen Reben umgebene Ort gefällt mir, viele Weinkeller laden zu einer Probe ein und im Weingut Gerald Groß probiere ich ein paar Sorten und fülle dann auch meinen Bestand auf.

Nachmittags ist der Hunsrück erreicht und von einem Bergparkplatz freue ich mich über einen tollen Blick auf die unter uns vorbei fließende Mosel. In Cochem belege ich ein Zimmer im „Hotel Brixiade & Triton“. Es liegt direkt am Flussufer mit freiem Blick auf die Burg, verfügt über Parkplätze, hat einen guten Service und ist sehr günstig. Selten habe ich ein so positives Preis/Leistungsverhältnis erleben dürfen. Es folgt der obligatorische Spaziergang durch das Moselstädtchen, verbunden mit ein paar Kostproben, und danach geht es zum Abendessen in ein Weinlokal, das bei holländischen Besuchern sehr beliebt zu sein scheint.

Nun ist der vorletzte Tag angebrochen. In Koblenz verlasse ich die Autobahn und orientiere mich durch kleine Weindörfer am Rhein entlang bis nach Rüsselsheim und zurück. Manchmal dauert es, bis ich einen Parkplatz gefunden habe, denn auf der gesamten Strecke gibt es zahlreiche Fotomotive: Gemütliche Weinorte, etliche Burgen und natürlich die Loreley. Die letzte Nacht verbringe ich im „Hotel Residenz 23“ in Weilburg an der Lahn, einem gemütliche Städtchen, das von dem Fluss umschlungen scheint. Im Zentrum vor dem alten Rathaus esse und trinke ich eine Kleinigkeit und denke über die wunderbaren und interessanten vergangenenTage nach.

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