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Kroatien 2
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Bilder
Stadttor in Zadar

Stadttor in Zadar

Blick auf die Stadt

Blick auf die Stadt

Uhrturm

Uhrturm

Abendstimmung an der Festung Kamerlengo

Abendstimmung an der Festung Kamerlengo

herrliche Adriaküste

herrliche Adriaküste

Küstenlandschaft

Küstenlandschaft

An den Buchten des Balkans

eine Reise durch das ehemalige Jugoslawien - oder auch - Adria, Karl May und Sonne

Trogir

Am Ortseingang frage ich im Tourist Office nach einem Zimmer, aber die Unterkünfte sind entweder ausverkauft oder zu teuer. Also auf eigene Faust suchen. Und nach kurzer Zeit habe ich auch schon Erfolg und checke bei M. Magič ein, einziger Wehrmutstropen: Die Aircondition funktioniert nicht.

Trogir gefällt mir, auch diese "Perle Zentraldalmatiens" gehört zum Weltkulturerbe. Die Altstadt ist gut erhalten und für jeglichen Autoverkehr gesperrt. Alle Plätze sind besetzt, als ich auf dem zentralen Trg Ivana Pavla II, dem nach Papst Johannes Paul II benannten Paradeplatz, eine Pause einlegen und ein kühles Eis essen möchte. Die Nachfrage ist allerdings verständlich angesichts der tollen Aussicht auf das Rathaus, den Uhrturm und die Laurentius-Kathedrale (Sveti Lovro). Für den Besuch der Kirche wird Eintritt erhoben, die Investition lohnt sich aber.

Wahre Touristenmassen bewegen sich durch die kleinen Gassen. Prachtvolle Paläste, schmucke Boutiquen und verwunschene Innenhöfe verleihen der Stadt ein einzigartiges Flair. Den Rest des Tages halte ich mich in der Nähe der Promenade am Kanal auf, zum Abendessen gibt es Goldbrasse. Im Garten des im Reiseführer empfohlenen Restaurants Monica ist bei einsetzender Dunkelheit kein Tisch mehr frei. Hübsche junge Mädchen verkaufen Blumen an die Gäste.

Später höre ich einem Alleinunterhalter in einem der vielen Lokale an der Promenade zu und beschließe den Abend mit einem Bier auf dem Paradenplatz. Ein DJ legt Platten auf, früher wurden die Gäste allabendlich von einer Band unterhalten. In der Nacht schlafe ich sehr schlecht, es ist mir einfach zu heiß im Zimmer.

Die Weiterfahrt ist traumhaft schön, der liebe Gott muss bei der Erschaffung von Kroatien einen guten Tag erwischt haben. Wohin ich auch schaue, blaue Adria, grüne Berge, traumhafte Inseln und grandioses Panorama. Mein Weg führt durch schöne kleine Orte mit romantischen Badebuchten. Sonnenanbeter und Wasserratten genießen das Sommerwetter.

Eigentlich will ich kurz hinter Makarska landeinwärts nach Mostar in Bosnien-Herzegowina fahren, verpasse aber die Abzweigung. So geht es auf der immer noch bezaubernden Küstenstraße über Gradac weiter bis Metković und von hier sind es noch 40 km. Am Ortsausgang beginnt schon die Grenzprozedur, ich werde durchgewunken und brauche keine Dokumente vorzuzeigen.

Die Straßenzustände sind schlechter als in Kroatien, auch die Umgebung wirkt ärmlicher und nicht so herausgeputzt. Viele Moscheen in Sichtweite der Fahrbahn lassen erahnen, dass wir uns jetzt in einem vom Islam dominierenden Land befinden. Die Orientierung bereitet keine Schwierigkeiten, ich brauche nur der Beschilderung zu folgen und geradeaus zu fahren.

In glühender Nachmittagshitze erreiche ich das Ziel und das Autothermometer zeigt 43 Grad an.

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