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Tulpenfelder bei Lisse 1

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Tulpenfelder bei Lisse 2

Tulpenfelder bei Lisse 2

Tulpenfelder bei Lisse 3

Tulpenfelder bei Lisse 3

Tulpenfelder bei Lisse 4

Tulpenfelder bei Lisse 4

Tulpenfelder bei Lisse 5

Tulpenfelder bei Lisse 5

Tulpenfelder bei Lisse 6

Tulpenfelder bei Lisse 6

Tulpenfelder bei Lisse 7

Tulpenfelder bei Lisse 7

Tulpenfelder bei Lisse 8

Tulpenfelder bei Lisse 8

Tulpenfelder bei Lisse 9

Tulpenfelder bei Lisse 9

Tulpenfelder bei Lisse 10

Tulpenfelder bei Lisse 10

in Zandvoort

in Zandvoort

am Zandvoorter Strand

am Zandvoorter Strand

Drommedaris

Drommedaris

in Enkhuizen

in Enkhuizen

Himmelfahrt und bestes Wetter

Himmelfahrt und bestes Wetter

Markerwaarddijk

Markerwaarddijk

Zur Stippvisite nach Holland

Zandvoort

Heute nun ist eine Fahrt durch die Tulpenfelder geplant. Über einige Zugbrücken und an etlichen Gewächshäusern vorbei fahre ich etwa 35 Kilometer, bis ich die Region um Lisse erreiche. Der bekannte Keukenhof ist gut ausgeschildert und je näher wir dieser Attraktion kommen, desto mehr schwillt der Verkehr an. Als ich dann am Parkplatz vorbeikomme und die über 100 Busse und unzähligen PKW sehe, steht für mich fest, hier werde ich nicht bleiben. Lieber biege ich ab in einen kleinen Feldweg, fahre an den Feldern vorbei, halte hier und da an und lasse die Tulpenpracht abseits des Trubels auf mich einwirken. Und es gefällt mir sehr. Viele Radfahrer sind unterwegs und legen, genau wie ich, immer wieder eine Fotopause ein. Auf einem Feld beobachte ich einen Trecker, der im Kriechgang fährt und die Blumen abschneidet oder erntet. An kleinen Ständen werden Tulpen zu einem günstigen Preis angeboten, einmal komme ich an einem abgeernteten Lavendelfeld vorbei. Viele Kanäle fließen an den bunten und leuchtenden Äckern vorbei.

Anlässlich einer Fortbildung in Neuss wurde uns vor Jahren das Buch „Tulpenwahn“ von Mike Dash empfohlen. Ich hatte es seinerzeit erworben und fange an zu grübeln. Dash beschreibt, wie in den Niederlanden im 17. Jahrhundert ein Run auf die Tulpe einsetzte, deren Wert sich unermesslich steigerte und sogar Kaiser und Könige verhexte. Doch der Boom fand ein jähes Ende, die Preise fielen in den Keller und der erste Börsenkrach der Geschichte konnte notiert werden.

Irgendwann in dieser Zeit muss ich wohl den Blick auf meinen Tacho vernachlässigt haben, denn Wochen später erhalte ich vom CJIB, dem Centraal Justitieel Incassobureau, eine Rechnung über 79,- Euro, angeblich habe ich die Geschwindigkeit übertreten und bin 63 km/h statt 50 km/h gefahren. Ganz schön viel Geld für diese Bagatelle.

Nun geht es weiter bis Zandvoort. Die Pension Corper im Koninginneweg hatte ich morgens in Gouda gebucht. Der Ort, etwa 16.000 Einwohner, liegt in Nordholland und der Tourismus ist wichtigste Einnahmequelle. Bei dieser Lage an der Nordssee oder Noordzee verständlich. Früher waren wir ein paar Male hier und haben uns in den Fluten abgekühlt. Dafür ist es heute noch zu kalt, aber immerhin warm genug, um am Strand draußen zu sitzen. Ich suche mir einen schönen Platz im Beach Club TIEN, hole mein Buch heraus und genieße den Nachmittag.

Abends gehe ich am Strand entlang, danach wieder ins Zentrum und lande irgendwann im „De Meerpaal“, einem Fischrestaurant. Kurz vor 20:00 Uhr informiert uns der Chef, dass zwei Minuten Gedenkpause eingelegt werden, denn morgen wird nicht nur Himmelfahrt, sondern auch der Befreiungstag gefeiert. Zwar ist es über 70 Jahre her, dass das Land von den Nazis befreit wurde, aber immer noch Anlass, dieser Tatsache zu gedenken. Jetzt verstehe ich auch, warum kurz vorher eine Prozession an uns vorbeigegangen war.

Das Frühstück nehme ich am nächsten Morgen draußen im Garten ein und danach geht es nordwärts bis Enkhuizen. Rund 80 Kilometer sind zu bewältigen. Hinter Haarlem darf ich wieder eine Fähre beanspruchen. Zahlreiche Tulpenfelder liegen beidseitig des Weges, einmal wundere ich mich über einen Bauernhof mit Lamazucht. Enkhuizen liegt direkt am Ijsselmeer, hat knapp 20.000 Einwohner, gehört ebenfalls zur Provinz Nordholland, liegt aber in der Region West-Friesland. Auf den Straßen herrscht reges Treiben, alle Plätze sind besetzt, in der Nähe des reizvollen Hafens findet ein Flohmarkt statt. Blickpunkt am Hafen sind nicht nur die vielen alten Segelboote, sondern auch der Drommedaris, ein Überbleibsel der Stadtbefestigung. Alte Kaufmannshäuser und Speicher bestimmen einen Teil des Stadtbildes.

Dann wird es Zeit die Heimfahrt anzutreten. Über den Mitteldeich oder Markerwaarddijk, der das Markermeer vom Ijsselmeer trennt, fahre ich bis Lelystad und dann in südöstlicher Richtung nach Hause.


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