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Litauen
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StepMap Litauen
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Weißer Schwan

Weißer Schwan

Kaunas Rathausplatz

Kaunas Rathausplatz

in der St.-Peter-und-Paul-Kathedrale

in der St.-Peter-und-Paul-Kathedrale

in der St.-Peter-und-Paul-Kathedrale

in der St.-Peter-und-Paul-Kathedrale

Nemunas

Nemunas

Burganlage

Burganlage

auf der Laisves alejae

auf der Laisves alejae

Kaunas-Klaipeda-Kurische Nehrung

eine Reise durch Litauen

Kaunas

Jetzt sind wir also zurück in Litauens mit über 350.000 Einwohnern zweitgrößter Stadt. Die Altstadt, wo sich das touristische Geschehen abspielt, liegt etwa einen Kilometer vom Hotel entfernt und ist schnell erreicht. In der an beiden Seiten von Geschäften, Souvenirshops und Lokalen gesäumten Fußgängerzone finden wir tatsächlich, obwohl nur 4 % der Stadtbevölkerung aus Russen besteht, die begehrte Matrjoschka.

Kurz bevor wir den Rathausplatz betreten, besuchen wir die St.-Peter-und-Paul-Kathedrale, das größte Bauwerk der Altstadt und größtes gotisches Gebäude Litauens. Ihr 42 m hoher Turm ist weithin sichtbar. Sehr beeindruckend ist der Hauptaltar.

Und dann sind wir auch schon am Rathausplatz, auf dem früher Märkte abgehalten wurden. Unser Blick fällt sogleich auf den "Weißen Schwan", ein weißes Gebäude im Zentrum des Platzes mit schlankem 53 m hohem Turm. Das frühere Rathaus wird jetzt als Standesamt genutzt, im Untergeschoss befindet sich ein Keramikmuseum. Am Platz bzw. in unmittelbarer Nähe sieht man dann noch weitere Kirchen, Museen und renovierte Bürgerhäuser. Das Wetter meint es wieder gut mit uns und beschwingt machen wir uns auf den Weg zu den Aleksotas-Hügeln.

Auf der Vytautas-Brücke überqueren wir die Nemunas, den Fluss, der in der deutschen Vorkriegs-Nationalhymne noch als "Memel" bezeichnet wurde. Eine Standseilbahn fährt lt. Reiseführer in regelmäßigen Abständen auf den Hügel, allerdings nicht heute, denn sie wird repariert. Harms und Heiner lassen sich davon nicht beirren und nehmen die 262 Stufen in Angriff. Die Aussicht auf Stadt und Fluss ist, wie sie später berichten, sehr interessant. Allerdings kann von dieser Stelle aus nicht der Zusammenfluss von Nemunas und Neris, wie im Reiseführer beschrieben, erkannt werden.

Nach einer ausgedehnten Mittagspause haben wir noch einen Punkt auf dem Programm, nämlich die Burganlage, die erste Festung Litauens, gelegen am Ufer des Flusses Neris. Ein Besuch der Kunstausstellung im Inneren ist nur während der Sommermonate möglich und somit uns nicht mehr vorbehalten. Aber es stört nicht. Wir suchen uns stattdessen ein Lokal mit stabilem Kartentisch. Es hat mittlerweile angefangen zu regnen, aber auch das ist uns jetzt egal.

Nun ist auch schon der letzte Tag unserer Reise angebrochen. Bevor wir zum Flughafen aufbrechen, gehen wir noch zum Unabhängigkeitsplatz mit der Hl.-Erzengel-Michael-Kirche und fahren dann mit einer anderen Standseilbahn auf den vor uns empor steigenden Stadthügel. Hier kann die von der Innenstadt sichtbare moderne Auferstehungskirche besichtigt werden. Zwei Runden Skat und ein Mittagessen später rufen wir das Taxi.

Fazit

Die Reise hat sich gelohnt, gerade von Bremen ist es dank Ryanair sehr einfach, Litauen zu erreichen. Eine andere Möglichkeit, die wir auch schon vorher in Betracht gezogen hatten, wäre, mit der Fähre von Kiel bis Klaipėda zu fahren. Allerdings berichten die Medien gerade jetzt, wo ich diese Zeilen schreibe, von einer Explosion auf einer Fähre zwischen Deutschland und Litauen.

Das Land hat sich seit der Unabhängigkeit sehr entwickelt, auch wenn hier und da noch ein Tupfer Farbe angebracht wäre.

Litauen ist ein sehr preiswertes Urlaubsland. Das Preis/Leistungsverhältnis bei Essen, Trinken und Unterkunft ist für europäische Verhältnisse sehr günstig.

Auch die Verständigung stellt kein Problem dar. Von Ausnahmen abgesehen, fanden wir immer Menschen, die uns auf Englisch weiterhelfen konnten, in den Lokalen und Hotels sowieso. Und Verständigungsdefizite können ja auch durchaus den Reiz einer Auslandsreise ausmachen.

Für Reisende aus EU-Ländern und der Schweiz besteht keine Visumpflicht mehr.

Der Geldtausch ist relativ einfache. Kreditkarten werden in den meisten Hotels und Geschäften akzeptiert, Geldautomaten stehen, zumindest in den größeren Ortschaften, ausreichend zur Verfügung.

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