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auf der Akropolis

auf der Akropolis

Blick von der Akropolis

Blick von der Akropolis

Tempel der Athena

Tempel der Athena

Akropolis

Akropolis

Blick auf Lindos

Blick auf Lindos

in Captain´s Place Bar

in Captain´s Place Bar

Blick auf Lindos

Blick auf Lindos

Geburtstagsfeier

Geburtstagsfeier

Geburtstagsfeier

Geburtstagsfeier

Blick auf Stegna-Beach

Blick auf Stegna-Beach

Wappentiere der Insel

Wappentiere der Insel

hier stand einst der Koloss

hier stand einst der Koloss

am Großmeisterpalast

am Großmeisterpalast

am Großmeisterpalast

am Großmeisterpalast

im Großmeisterpalast

im Großmeisterpalast

im Großmeisterpalast

im Großmeisterpalast

Großmeisterpalast

Großmeisterpalast

Großmeisterpalast

Großmeisterpalast

Rhodos-Stadt

Rhodos-Stadt

Uhrenturm

Uhrenturm

Apollontempel

Apollontempel

Odeion

Odeion

Akropolis in Lindos

Akropolis in Lindos

Rhodos

ein Ausflug in die Ägäis

Der Flug mit Aegean Airlines ist zwar recht preiswert, dafür aber umso umständlicher.
Von Düsseldorf bis Thessaloniki brauchen wir 2.20 Stunden, müssen dann über eine halbe Stunde im Flugzeug warten, benötigen weitere 35 Minuten bis Athen, dort steigen wir um und nach langen 45 Minuten sind wir endlich am Ziel und landen auf Rhodos. Auf den Fluren des Flughafengebäudes Athen wundere ich mich über die vielen Toilettenschilder, Uhren hingegen habe ich fast gar nicht gesehen.
Bei Aegean Airlines wird auf den Inlandflügen kein Alkohol mehr ausgeschenkt. Die Zeitdifferenz beträgt eine Stunde und es ist schon dunkel, als wir endlich landen. Da der Busverkehr bereits Feierabend hat, komme ich nicht umhin, mit einem Taxi nach Archangelos zum Hotel "Meandros" zu fahren, es kostet immerhin 27,- Euro und ein Transport mit dem öffentlichen Nahverkehr wäre erheblich preiswerter gewesen.
Dafür spare ich bei der Unterkunft, hier sind pro Nacht lediglich 12,- Euro fällig. Das Zimmer ist einfach, aber sauber und beim Frühstück sind wenigstens Brot, Marmelade und Kaffee ausreichend vorhanden.

Meine Freunde warten schon auf der Terrasse des Restaurant Hellas und versorgen mich mit nützlichen Tipps. Gerade Marion und Wilfried, die schon vor einer Woche angekommen sind, wissen einiges zu erzählen.
Jetzt, im Oktober 2006, ist es noch relativ warm, gleichwohl soll es in den letzten Tagen auch schon einige Male geregnet haben. Wir trinken noch ein paar Flaschen des einheimischen wohlschmeckenden Bieres Mythos zusammen. Den hier ebenfalls sehr populären Gerstensaft aus Deutschland oder aus den Niederlanden habe ich nur im Notfall bestellt.

Rhodos ist die viertgrößte Insel Griechenlands, liegt im Dodekanes-Archipel und in Sichtweite zur Türkei. Sie wird auch "Perle der Ägäis", "Sonneninsel", immerhin glänzt sie mit über 300 Sonnentagen im Jahr, "Insel des Sonnengottes" oder "Roseninsel" genannt. Namensgeber ist jedoch der Granatapfel. Die Hälfte der etwa 120.000 Inselbewohner lebt in Rhodos-Stadt.

Am nächsten Morgen klatschen dicke Regentropfen an mein Fenster und etwas missmutig gehe ich zum Frühstück. Aber die Zeit auf der Insel ist für mich relativ knapp bemessen und will gut ausgefüllt sein. Gern schließe ich mich Charlotte und Simon zu einer Fahrt nach Lindos an. Sie sind einen Tag vor mir auf der Insel gelandet und haben am Flughafen ein Mietfahrzeug in Empfang genommen, aber das ist eine andere Geschichte.

Der Ort liegt rd. 20 km von Archangelos entfernt und nach kurzer Zeit sind wir auch schon am Ziel. Die Parkplätze sind fast bis auf den letzten Platz belegt. Leider hat der Wettergott immer noch kein Einsehen mit uns und es regnet und regnet und regnet. Aber wir lassen uns nicht unterkriegen und machen uns auf den Weg zum Wahrzeichen der Stadt, zur Akropolis.

Von weitem haben wir sie auf der Herfahrt schon sehen können, majestätisch erhebt sich das mächtige und teils rekonstruierte Bauwerk auf einem Hügel und bildet einen tollen Kontrast zu den weißen Häusern, die auch den Charme von Lindos ausmachen. Auf einem Parkplatz kurz vor der Stadt bestaunen wir das Panorama zum ersten Mal und halten die Eindrücke in mehreren Fotos fest.

Wir entrichten unser Eintrittsgeld und steigen hinauf, anfangs führt der Weg noch an vielen Souvenirständen vorbei. Beim Beginn des Aufstiegs werden Esel angeboten. Trotz des schlechten Wetters haben viele Leute denselben Gedanken wie wir und es ist "richtig was los".
Die ersten Gebäude der Akropolis entstanden schon rd. 500 Jahre vor Christi Geburt, im Mittelalter erfolgte der Ausbau zur Johanniter-Festung.
Wir bleiben geraume Zeit hier und sehen uns die antike Stätte an, den Römischen Tempel, die Stoa, die Treppe und den Tempel der Athene.

Bei klarem Wetter hätten wir bestimmt eine phantastische Sicht auf die Bucht und das Umland gehabt, aber dieses Glück ist uns heute nicht vergönnt. Zwar habe ich manchmal den Eindruck, dass es etwas heller wird, aber letztendlich bleibt dies ein Trugschluss.

Wir steigen wieder hinab und kehren in eine schöne Taverne, in die Captain´s Place Bar, einem alten Kapitänshaus, ein. Ich bin total durchgeregnet und kaufe, um mich nicht zu erkälten, in einem der vielen Geschäfte ein T-Shirt und ziehe es auch sofort an. Die nächsten Stunden vergehen wie im Fluge, wir trinken einige Flaschen Mythos und können über den Regen nur noch lachen. Einmal haben wir für etwa eine Stunde einen Stromausfall zu beklagen, aber die Restaurants sind darauf eingestellt und können ihre Gäste durchaus mit leckeren Speisen bewirten.

Abends steigt dann der Höhepunkt dieser Reise, nämlich die Feier zu Conny´s 50. Geburtstag im Restaurant Delfini am Stegna-Beach. Außer uns sind noch zwei weitere Familien eingeladen und so genießen wir zusammen die Vielfalt der griechischen Küche. Die Vorspeisenvariationen und der Hauptgang mit Fisch und Fleisch schmecken einfach köstlich, auch der Wein und Ouzo. Allerdings hätte ich hier, wie ich am nächsten Tag feststellen muss, etwas zurückhaltender sein sollen.

Es regnet und stürmt den ganzen Abend und hohe Wellen peitschen an den Strand. Bei besserem Wetter hätten wir sicherlich draußen gesessen, mit Blick auf das Meer. Zu späterer Stunde bleibt der Strom weg, wir unterhalten uns bei Kerzenschein und es ist urgemütlich.

Den nächsten Tag lasse ich aus besagtem Grund ruhig angehen und mache lediglich einen Spaziergang zum Stegna-Beach. Gerade habe ich Archangelos verlassen, schon hält ein Auto an und nimmt mich mit. Umgekehrt wäre besser gewesen, denn der Aufstieg in den Ort zurück ist ganz schön anstrengend, und das nach dieser Nacht.

Ganz in schwarz gewandete alte Frauen kommen mir entgegen, eine auf einem Esel reitend, meistens wird gegrüßt. An der Hauptstraße kaufen Hausfrauen fangfrischen Fisch, direkt von der Ladefläche eines Pick-Ups, Wasser oder Kühleis sehe ich nirgendwo.
Abends werden wir von daheim per SMS über den Spielverlauf Werder gegen Sofia aktuell informiert, unsere Grün-Weißen gewinnen 2:0.

Tags darauf fahren Conny und ich mit den beiden Familien aus dem Kreis Nienburg nach Rhodos-Stadt. Wir parken am Hafen und sogleich fallen mir die Wappentiere von Rhodos, der Hirsch und die Hirschkuh, an der Stelle auf, die einst der Koloss von Rhodos, eines der sieben Weltwunder, geziert haben soll.

Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite und es wird ein wirklich schöner und erlebnisreicher Ausflug. So gehen wir durch die malerische Altstadt, besichtigen den Großmeisterpalast, fotografieren die Stadtmauer, die nur an bestimmten Tagen bestiegen werden kann, und genießen die südländische und mediterrane Atmosphäre.

Der mit Zinnen versehene Großmeisterpalast entstand ursprünglich im 8. Jahrhundert und wurde später im 14. Jahrhundert als Zitadelle ausgebaut. Nach Erdbeben und Explosion zerstört, wurde dieser Palast der Ordensritter immer wieder aufgestellt.
Wir bezahlen 6,- Euro Eintritt und bestaunen die interessanten Ausstellungsstücke im Museum und ganz besonders die schönen Mosaik-Fußböden, die überwiegend auf der Insel Kos entstanden sind.

Im Anschluss an diesen Besuch führt uns unser Weg nun durch die Ritterstraße mit den vielen Herbergen der verschiedenen Ritter-Landsmannschaften, früher auch als Pilger-Quartier genutzt, ins Türkische Viertel mit der Ibrahim-Moschee, vorbei an lebhaften Plätzen, schattigen Tavernen und einer Vielzahl von Souvenirläden. Den Uhrenturm sehen wir uns nur von außen an, denn für eine Innenbesichtigung wird wieder Eintrittsgeld verlangt.

Unser Mittagessen nehmen wir draußen auf dem Hof unter Bäumen an einer langen Tafel ein. Ich gönne mir Stifado, Kalbfleisch mit ganzen Zwiebeln. Es schmeckt köstlich.
Danach ist Shopping angesagt.

Am späteren Nachmittag fahren wir mit unserem Mietauto ins antike Rhodos auf den Monte Smith und bewundern hier den Apollon-Tempel auf den Resten der Akropolis, das Odeion, ein wieder rekonstruiertes Freilufttheater, und das Stadion. Von hier oben hat man eine herrliche Aussicht auf das Mittelmeer mit den benachbarten Inseln und auf das türkische Festland.

Nachdem wir Conny in Archangelos abgesetzt haben, sind meine Begleiter noch so freundlich, mich nach Lindos mitzunehmen und so habe ich Gelegenheit, die Stadt mit der Akropolis und den weißen Häusern dieses Mal in der warmen Abendsonne zu erleben.
Glücklich und zufrieden fahre ich dann mit dem Bus zurück.

Nun ist also der letzte Abend angesagt. Wieder fahren wir an den Stegna-Beach und zusammen mit Charlotte, Conny und Simon genieße ich die nächsten Stunden unter freiem Himmel, das Rauschen des Meeres im Ohr, in einer einfachen und sehr preiswerten Taverne. Das Essen ist ausgezeichnet, in der Küche durfte ich mir den Fisch auswählen. Nachdem wir bezahlt haben schenkt uns die Wirtin noch zwei Granatäpfel.

Es war zwar nur ein kurzer Urlaub – aber er hat sich gelohnt. Adíossas!


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