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Portal der Schottenkirche

Portal der Schottenkirche

Dom

Dom

historische Wurstküche

historische Wurstküche

Steinerne Brücke

Steinerne Brücke

Schönes Deutschland V

Ab in den Süden

Regensburg

Die Fahrt in die Oberpfalz dauert etwa 60 Minuten, mein Hotel „Rosi“ in der Fröhliche Türken Straße ist schnell erreicht und ich bin gespannt auf die Stadt. In den 80er Jahren hatten wir hier einmal auf der Rückfahrt übernachtet. Wieder strahlt die Sonne vom Himmel und voller Vorfreude beginne ich den Rundgang. Am Fürstlichen Schloss Thurn und Taxis, das hinter einem hohen Zaun zu sehen ist, aber von Bäumen verdeckt wird, geht es zum Emmeramsplatz mit der gleichnamigen Kirche. Eine Schlossbesichtigung ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich und so verzichte ich lieber und wende mich anderen Punkten zu. In der Nähe des Bismarckplatzes finde ich die Schottenkirche St. Jacob, die besonders wegen des urtümlichen und rätselhaften Nord- oder Schottenportals ein echter „Hingucker“ ist.

An schönen alten Patrizierhäusern am Arnulfplatz vorbei orientiere ich mich dann zum Neupfarrplatz, wo Reste bzw. Fundamente einer romanisch-gotischen Synagoge freigelegt wurden. Und dann ist der Domplatz erreicht, der vom im Jahre 1525 fertig gestellten Dom St. Peter beherrscht wird. Dieser Sakralbau gilt als Hauptwerk gotischer Baukunst in Bayern und gehört zusammen mit dem Kölner Dom zu den bedeutendsten in Deutschland. Einer der beiden 105 Meter hohen Türme wird leider von einem Gerüst verdeckt. Beeindruckt bin ich von den farbenprächtigen Glasfenstern, dem Hochaltar, der Kanzel und den zahlreichen Figuren.

Nun aber schnell zu der Sehenswürdigkeit der Stadt, an die ich mich noch erinnern kann, nämlich zur Steinernen Brücke. Dieses 310 Meter lange Bauwerk aus dem 12. Jahrhundert gilt als Meisterwerk hochmittelalterlicher Ingenieurskunst. Fotogen spannt sie sich über die Donau. Gemütlich wandere ich zur anderen Seite und dann wieder zurück. Neben der Brücke ist der Regensburger Salzstadel mit mehrstöckigem Dachstuhl zu sehen. Im Inneren befindet sich das Besucherzentrum „Welterbe Regensburg“, leider hat es zur Zeit meines Besuchs geschlossen. Stattdessen stärke ich mich nebenan in der historischen Wurstküche, denn hier soll es die besten Bratwürste geben, so jedenfalls ist die Meinung der Einheimischen.

Abends speise ich auf Empfehlung im Regensburger Weissbräuhaus, gegründet im Jahre 1620. Hier wird das Bier noch selbst gebraut und beim Essen habe ich eine gute Sicht auf die hauseigenen Kupferkessel. Anschließend noch ein Drink im „Little Tony´s“ in Sichtweite zu meinem Hotel und dann ist die Reise, fast, vorbei.

Am letzten Tag habe ich noch reichlich Zeit, wandere am Dom vorbei zur Donau, spaziere am Fluss entlang und sehe mir dann noch das Alte Rathaus und die Porta Praetoria, Reste vom Nordtor eines römischen Legionslagers aus dem 2. Jahrhundert, an. Leider hat mein Zug eine halbe Stunde Verspätung, auch in Nürnberg müssen wir gut 20 Minuten warten, da ein Gast von einem Notarzt versorgt werden muss. Und das Pech bleibt uns auch weiterhin treu, denn auch in Fulda müssen wir geraume Zeit verweilen, da ein Regionalzug auf der Strecke liegen geblieben ist, den gebuchten Anschluss in Hannover kann ich vergessen und bin auf eine spätere Verbindung angewiesen. Aber dank stetiger Telefonverbindung mit Jonas ist wenigstens gewährleistet, dass ich zurück in Bremen noch ein Bier in der Kleinen Kneipe erhalte.

Ein Video über diese Reise kann unter

https://youtu.be/U9x0M2TuNOA


bei Youtube angesehen werden, viel Spaß dabei!

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