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Tivoli

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Nyhavn

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kleine Meerjungfrau

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einsamer Wächter

einsamer Wächter

Skandinavische Metropolen

Kopenhagen

Lange habe ich den Freitag herbeigesehnt und endlich ist Feierabend. Elisabeth holt mich ab und los geht es in Richtung Fehmarn. In Puttgarden erreichen wir noch die Autofähre und im letzten Abendlicht betreten wir dänischen Boden. Gegen 22.oo Uhr sind wir am Ziel und suchen uns in der Nähe des Hauptbahnhofs eine Unterkunft. Im Mission Hotel "Hebron" werden wir die nächsten Nächte verbringen.

Für Elisabeth ist es der erste, für mich der dritte Besuch Kopenhagens. Im Sommer 1972 war ich, auf dem Weg nach Schweden, mit Charly erstmalig in der dänischen Hauptstadt, 1984 das bisher letzte Mal. Zum Besichtigungsprogramm gehörte immer, so auch heute, die Kleine Meerjungfrau.

Leider meint es das Wetter nicht so gut mit uns, die Sonne hat sich hinter schweren Wolken versteckt und es mutet schon etwas herbstlich an. Bei der Meerjungfrau sind wir fast die einzigen Gäste und natürlich werden, wie immer, einige Erinnerungsfotos gemacht.
Diese weltbekannte Statue wurde der Stadt Kopenhagen 1913 vom Brauer Carl Jacobsen, einem der Gründer der Carlsberg Brauereien, geschenkt und als kleine Reminiszenz habe ich bei einem der früheren Besuche an einer Brauereibesichtigung mit anschließender Degustation teilgenommen.

Begeistert bin ich wieder vom Gefionbrunnen. Es ist ein tolles Schauspiel, wie die Ochsen den Wagen ziehen und wie das zischende Wasser die Fahrtgeschwindigkeit assoziiert.

Längere Zeit halten wir uns im berühmten Vergnügungspark Tivoli auf. Im Durchschnitt kommen 30.000 Besucher täglich und erfreuen sich an den modernen Fahrgeschäften oder nostalgischen Karussells. Die Parkgastronomie, vom einfachen Gartencafé bis zum Spitzenrestaurant, verfügt über eine Kapazität von 10.000 Plätzen. Beeindruckt bin ich vom chinesischen Pavillon und von der chinesischen Pagode. Was wird hier auf dem Gelände nicht alles angeboten: Varieté, Kabarett, Freilichtbühnen, Tanzlokale usw.

Schloss Christiansborg ist unser nächstes Ziel. Ursprünglich im 18. Jahrhundert erbaut, wurde es 1794 und 1884 jeweils durch Feuer zerstört. Beim dritten Aufbau im 20. Jahrhundert wurden Ruinen der um 1167 unter Bischof Absalon entstandenen ältesten Burg Kopenhagens freigelegt. Sie stehen zur Besichtigung frei und wir halten uns hier eine ganze Weile auf.
Das Schloss selbst ist heute Sitz des Parlaments, des Folketing, außerdem wird es von der Königin für Repräsentationszwecke genutzt. Der 90 m hohe Turm ist eines der Wahrzeichen von Kopenhagen.

Die dänische Hauptstadt ist gut zu Fuß zu erwandern, man braucht kein Auto und ist auch nicht auf den öffentlichen Nahverkehr angewiesen. Alle interessanten Bauwerke und Sehenswürdigkeiten sind ohne großen Aufwand bequem zu erreichen.

Beim Weitergehen kommen wir an der Börse mit dem eindrucksvollen Drachenturm vorbei. Bis 1974 wurden hier Kurse notiert, heute hat die Handelskammer in diesem schönen Renaissancebau ihren Sitz.

Und dann haben wir großes Glück, gerade legt das Traumschiff "MS Europa" im Hafen an. Ehrfürchtig und gespannt beobachten wir das Manöver.

Nun wird es aber auch mal Zeit für eine kleine Ruhe- und Erholungspause. Was bietet sich da besser an, als ein Lokal am Nyhavn. Früher sündige Meile, hat sich die Straße am Stichkanal zum gastronomischen Zentrum entwickelt. Es ist einfach herrlich, draußen bei einem Glas Tuborg oder Carlsberg zu sitzen und auf die malerische Kulisse der Häuser und Holzboote zu schauen.

Dem Schloss Amalienborg statten wir natürlich auch einen Besuch ab. Es besteht aus vier Palais, die von vier Adligen gebaut wurden, Grund und Boden hatte ihnen der König geschenkt. Nach dem Brand von Schloss Christiansborg war die königliche Familie jedoch obdachlos und nahm Amalienborg in ihren Besitz.
In einem der Paläste wohnt die Königin noch heute, Wachsoldaten mit fotogenen Bärenfellmützen sorgen für ihre Sicherheit.

Natürlich gehört auch ein Schaufensterbummel durch die Strøget, übersetzt "Strich", der ältesten Fußgängerzone Europas, zu unserem Programm. Aber nicht nur die Läden, auch die Cafés sind interessant und lohnen einen Besuch. Ein paar Stunden halten wir uns im "Freistaat" Christiania auf.

Die Abende verbringen wir meist im Tivoli und erfreuen uns an den Darbietungen und an den über 100.000 Lichtern, es ist ein tolles Bild – und bis zum Hotel sind es nur ein paar Schritte.

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