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Toskana
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Dom in Florenz

Dom in Florenz

Dom in Florenz

Dom in Florenz

Dom in Florenz

Dom in Florenz

Porta del Paradiso

Porta del Paradiso

Baptisterium

Baptisterium

Dom in Florenz

Dom in Florenz

Campanile

Campanile

Uffizien

Uffizien

Palazzo Vecchio

Palazzo Vecchio

Piazza della Signoria

Piazza della Signoria

Ponte Vecchio

Ponte Vecchio

Dom, Campanile und Baptisterium

Dom, Campanile und Baptisterium

Dom, Campanile und Baptisterium

Dom, Campanile und Baptisterium

Dom, Campanile und Baptisterium

Dom, Campanile und Baptisterium

In Südtirol

In Südtirol

In Südtirol

In Südtirol

Meran

Meran

Meran

Meran

Kufstein

Kufstein

Eger

Eger

Eger

Eger

Eger

Eger

Eger

Eger

Schloss Altenburg

Schloss Altenburg

Schloss Altenburg

Schloss Altenburg

Schlosskirche Wittenberg

Schlosskirche Wittenberg

Rathaus Wittenberg

Rathaus Wittenberg

Marktplatz mit Stadtkirche und Lutherdenkmal

Marktplatz mit Stadtkirche und Lutherdenkmal

Lutherhaus

Lutherhaus

… ja der Chiantiwein...

eine Reise in die Toskana

Florenz

Der Linienbus von Greve nach Florenz, den ich am nächsten Morgen besteige, benötigt rund 60 Minuten, eine Einfachfahrt kostet 3,30 Euro. Vom Bahnhof sind es nur ein paar Schritte bis zum touristischen Zentrum. So erreiche ich bereits nach einigen Minuten San Lorenzo, die Grabeskirche der Medici.

Und dann stehe ich auch schon vor dem Wahrzeichen der Stadt, dem Dom, der viertgrößten Kirche der christlichen Welt. Über 4.000 Menschen finden hier Platz. Der über 100 m hohe Kuppelbau mit der 35 m hohen rötlichen Kuppel ist nicht zu verfehlen. Nicht weniger eindrucksvoll ist der Campanile, der 122 m hohe Turm der Kirche. Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen, aber auch Florenz scheint nur aus Besuchern zu bestehen und so verzichte ich darauf, das Innere des Kirchengebäudes zu besichtigen, die Schlange der Wartenden ist einfach zu lang. Beim letzten Mal hatten wir sofort Einlass gefunden.

Direkt vor dem Dom ist die achteckige Taufkirche, das Baptisterium oder Battistero San Giovanni, angesiedelt. Sie zählt zu den ältesten Gebäuden der Stadt. Berühmt sind ihre drei Bronzeportale. Einmal gelingt mir doch tatsächlich ein Foto der goldenen Porta del Paradiso, ohne dass Menschen in Pose davor stehen.

Ich bleibe geraume Zeit auf der Piazza del Duomo und gehe dann zum Dantehaus. Als nächstes orientiere ich mich zur Piazza della Signoria, dem politischen Zentrum der Stadt. Es wird u. a. vom Palazzo Vecchio, heute Museum und Kommunalverwaltung, dem Palast des Handelsgerichts und den Uffizien begrenzt. Viele Skulpturen, so eine Nachbildung des David, und der Neptunbrunnen verleihen diesem Platz den einzigartigen Charme.

Da mir ein Besuch der Uffizien, der Galleria degli Uffizi, eine der weltweit bekanntesten und größten Gemäldesammlung aus vorgenannten Gründen nicht zweckmäßig erscheint, entscheide ich mich, im Winter, außerhalb der touristischen Saison, noch einmal wieder zu kommen.

Man muss sich vorstellen, Florenz zählt 370.000 Einwohner, muss aber jährlich etwa 5 Mio. Besucher verkraften. Mich wundert es nicht angesichts dieser einmaligen Ansammlung von Kunst und Kultur. Schließlich sind über 70 Museen zu bestaunen, von den unzähligen Palästen, Kirchen und Plätzen ganz zu schweigen.

Nun ist es nicht mehr weit bis zur alten Brücke über den Arno, der Ponte Veccio. Mit ihrem Bau wurde 1345 begonnen, sie wurde während des 2. Weltkrieges nicht zerstört. Auf beiden Seiten sind Juwelierläden angesiedelt und von den Touristen bei der Suche nach Souveniren sehr begehrt.

Als letzter Punkt des heutigen Besichtigungsprogramms steht der Besuch der Galleria dell´Accademia auf dem Programm. Hier ist Michelangelos weltberühmter David im Original ausgestellt. Aber auch vor diesem Gebäude warten so viele Menschen auf Öffnung des Ticketschalters, dass ich schnurstracks zum Bahnhof gehe und mich auf die Ruhe in Greve freue. Zurück im Hotel ist es aber leider mit der ländlichen Stille vorbei, denn etwa 20 Landwirte blockieren den Marktplatz mit ihren Traktoren und demonstrieren für bessere Preise.

Auf dem Rückweg nach Deutschland fahre ich bei einigen Weinbauern vorbei, erwerbe ein paar Flaschen des köstlichen Produkts und stocke auch meinen Vorrat an Olivenöl auf. In Südtirol verlasse ich die Autobahn und fahre auf engen Gebirgsstraßen über den Gampenpass nach Meran. Ein Zimmer ist im Hotel „Graf von Meran“ schnell gefunden. Nur mit Mühe erwische ich einen freien Platz vor einem Lokal in der Fußgängerzone. Die meisten Gäste trinken einen Veneziano, einen Aperitif, der für meinen Geschmack etwas zu süß ist.

 

Später erzählt mir der Hotelier, dass die Kinder in Südtirol, in Alto Adige, zweisprachige Schulen besuchen. Angeblich zieht es Akademiker in den deutschsprachigen Raum, so sollen vor kurzer Zeit 20 Ärzte Meran den Rücken gekehrt haben.Über den Brenner geht es nach Österreich. War es in Südtirol noch knapp 30 Grad warm, so zeigt das Thermometer in Kufstein etwas mehr als 10 Grad an. Hier fallen mir die vielen leer stehenden Ladenlokale auf. Ein Schild am 600 Jahre alten "Auracher Löchl“informiert, dass hier das Kufsteinlied entstanden ist.

  Auf dem Weg nach Hause mache ich noch einen Abstecher nach Eger/Tschechien und besuche an einem der nächsten Tage die Kartenstadt Altenburg und die Lutherstadt Wittenberg. Der in Greve eingekaufte Chiantiwein lagert noch im Keller und ich freue mich schon auf nächstes Jahr, dann ist er nämlich trinkreif.

PS:
Drei Monate nach meiner Rückkehr erhielt ich Post von der Polizei Schaffhausen: Anzeige wegen Übertretung der Geschwindigkeit um 8 km/h d. h. nach Abzug der Toleranz Überschreitung von 3 km/h: 40 CHF, das entspricht 31,50 EUR – und das für drei Stundenkilometer!

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