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unterwegs auf der Nordlys

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Eismeerkathedrale in Tromsø

Eismeerkathedrale in Tromsø

unterwegs auf der Nordlys

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unterwegs auf der Nordlys

Mitternachtssonne

Mitternachtssonne

Wasserfälle - Fjorde - Seen

eine Reise durch Norwegen und Finnland

Auf der Nordlys

Das Schiff läuft pünktlich in den Hafen ein und um 22.00 h geht es weiter nordwärts. Die 1994 auf der Volkswerft Stralsund gebaute „Nordlicht“ ist vergleichbar mit der Nordnorge, verfügt allerdings über ein paar Betten und Kabinen mehr. Es ist kühl an Deck, das Thermometer zeigt 12 Grad an. Kurz vor Mitternacht biegen wir in den Trollfjord und ich habe noch einmal das wirkliche Vergnügen, diese Landschaft und die Wasserspiegelungen am Abend zu erleben.

Am anderen Morgen, während wir durch den engen Solbergfjord fahren, taucht vor uns die riesige Gisundbrücke auf, sie misst 1.150 m und verbindet das Festland mit der Insel Senja. Nach kurzer Pause in Finnsnes geht es weiter, unter der Brücke hindurch, unserem nächsten Ziel entgegen.


Tromsø


In der Stadt leben gut 60.000 Menschen. Aufgrund der strategischen Lage war Tromsø als „Tor zur Arktis“ Ausgangspunkt zahlreicher Expeditionen. Aber sie nimmt noch andere Superlativen für sich in Anspruch: nördlichste Universität der Welt, größte Metropole des Nordens, nördlichste Brauerei und nördlichstes Planetarium.

Da uns nur vier Stunden für eine Besichtigung bleiben, nehme ich an einer organisierten Rundfahrt teil. Später werde ich feststellen, dass ich auf eigene Faust nichts verpasst und viel Geld gespart hätte. Zunächst besteigen wir auf der Insel Tromsøya den Bus und fahren über die gleichnamige Brücke zum Wahrzeichen der Stadt, der Eismeerkathedrale. Ihre Form symbolisiert die Trockenfischgestelle, die weißen Streben das Polarlicht bzw. die Mitternachtssonne. Das große Glasmosaik, das die Wiederkehr Jesus darstellt, wurde nachträglich eingebaut. Es ersetzt die frühere Verglasung. Gerade in der Zeit der Mitternachtssonne waren die Gläubigen gehalten, eine Sonnenbrille aufzusetzen – und der eine oder andere soll dabei ein Nickerchen gehalten haben …

Anschließend geht es mit dem Bus zur Polaria. Auf fünf Großbildschirmen wird ein interessanter Film über Spitzbergen gezeigt. Danach gehen wir durch das Museum und sehen uns die ausgestellten Polarexponate an. In einem Aquarium tummeln sich Robben. Neben dem Gebäude, das übereinander geschobene Eisschollen darstellt, ist ein Robbenfängerschiff zu besichtigen. Ich verabschiede mich dann von der Gruppe und wandere allein zurück. Zunächst komme ich an der Brauerei Mack vorbei, gegenüber befindet sich das Lokal „Ølhallen“. Gleich hinter der katholischen Holzkirche kommt man zum Marktplatz. In einem Lokal gönne ich mir ein Mackbier und bestelle mir später bei Narvesen, ein Geschäft, das ich in allen vorigen norwegischen Orten angetroffen habe, ein pølser, wie die Würstchen hier genannt werden. Zurück auf dem Schiff checke ich meine Emails und reserviere ein Hotel in Tampere, auf der Weiterfahrt wird kein WLAN mehr zur Verfügung stehen.

Nun beginnt also die letzte Nacht auf der Nordlys, jedenfalls für mich. Nach dem Abendessen wird im Konferenzzimmer ein Informationsfilm über das Nordkap gezeigt. Danach plaudere ich mit dem Barkeeper auf dem Panoramadeck. Er fährt diese Strecke schon seit über zehn Jahren und meint, jede Jahreszeit habe ihre eigenen Reize. Selbst in den dunklen Wintermonaten soll die Fahrt auf dem Postschiff ein starkes und interessantes Erlebnis sein.

Jetzt gefällt mir die Atmosphäre besser als Tage zuvor auf der Nordnorge. Die meisten Passagiere genießen das Leben an Bord und freuen sich auf das Nordkap. Eine Frau jedoch teilt meine Einschätzung, auch sie hatte sich weniger Massenabfertigung vorgestellt.
Die nächsten Stunden aber entschädigen uns für die kleine Enttäuschung. Zunächst kommt uns das auf der Rückfahrt befindliche Hurtigschiff „Nordkapp“ entgegen und wird mit dem Signalhorn begrüßt. Während die meisten Gäste schon schlafen, öffnet sich der Himmel und wir erleben, wie sich die Mitternachtssonne durch die dicken Wolken quält und ihre Strahlen auf dem weiten Meer ergießt. Ein fantastisches Spektakel. Diese Nacht werde ich nicht vergessen. Erst kurz vor Øksfjord, wo wir um 2.00 Uhr morgens ankommen, begebe ich mich in meine Kabine.

Je höher wir nach Norden kommen, desto kühler wird es und meinen Anorak ziehe ich gar nicht mehr aus. Kurz vor Mittag des nächsten Tages erreichen wir, nach kurzem Anlegen in Havøysund, den Ort Honningsvåg und stürzen uns auf die wartenden Busse. Das Thermometer ist bei 8 Grad stehen geblieben.


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