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unterwegs im Fjordland

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Geiranger-Fjord

Geiranger-Fjord

Geiranger-Fjord

Geiranger-Fjord

Geiranger-Fjord

Geiranger-Fjord

Sieben Schwestern

Sieben Schwestern

Blick vom Dalsnibba

Blick vom Dalsnibba

Blick vom Dalsnibba

Blick vom Dalsnibba

Trollstigen

Trollstigen

Ålesund

Ålesund

Fahrt durch das Fjordland

Fahrt durch das Fjordland

Fahrt durch das Fjordland

Fahrt durch das Fjordland

Wasserfälle - Fjorde - Seen

eine Reise durch Norwegen und Finnland

Fjordland

Für die Fahrt bis Trondheim habe ich vier Tage eingeplant, genug Zeit, um gemütlich durch das Fjordland zu fahren. Später werde ich feststellen, dass dies der Höhepunkt der Reise gewesen ist. Es regnet, als ich mich auf der E 39 nordwärts begebe. Über den Osterfjord geht es, immer am Wasser entlang, bis Vikanes. Unterwegs fülle ich in einem Coop-Laden meinen Proviantkorb auf, Brot, Wurst, Obst, Wasser und einen Sechserpack Bier, das hier etwas preiswerter, allerdings auch schwächer, als in den Lokalen ist. An der Straße sind mehrere Briefkästen unter einem Schutzdach angebracht, wahrscheinlich um den Postboten zu entlasten.

Nun sind es nur noch ein paar Kilometer bis Oppedal, hier geht es auf einer Fähre über den mächtigen Sognefjord weiter. Mittlerweile lugt die Sonne hin und wieder durch die schweren Wolken. Einmal erschrecke ich, so laufen doch drei, vier Rinder bzw. Kühe auf der Straße. Ob sie ausgebrochen sind? Ich weiß es nicht.

Eine kleine Pause lege ich bei einem Openair-Museum, dem Sunnfjord Museum bei Førde, ein. So kann ich mir aus nächster Entfernung die mit Erde und Gras bedeckten Dächer ansehen. Dann geht es, lange Zeit am Jølstra Vatnet entlang, nach Byrkjela. Hier verlasse ich die Europastraße und fahre auf einer Landstraße (60) über Utvik nach Innvik, am gleichnamigen Fjord gelegen. Über 20 französische Wohnmobile kommen mir entgegen. Ich habe immer den Eindruck, durch eine wunderschöne Seenlandschaft zu fahren. Später wechsele ich auf die Landstraße 15 und meine, mich in den Alpen zu befinden. In der Nähe von Stryn erheben sich schneebedeckte Bergen neben der Fahrbahn, mächtige Wasserfälle stürzen herab, Häuser werden mit Erde und Gras abgedeckt. Und dann habe ich mein Tagesziel erreicht.


Geiranger

Im Reiseführer wird das Hotel „Villa Utsikten“ wegen seiner phantastischen Lage und Aussicht sehr empfohlen, allerdings mit dem Hinweis, dass Individualreisende wenige Chancen haben, ein Zimmer zu finden. Dieses Haus ist den Reisegruppen gewidmet. Stimmt nicht, kein Reisebus steht auf dem Parkplatz, ich kann zwischen mehreren Räumen wählen und entscheide mich für das preiswertere Angebot und gegen den direkten Blick auf den Fjord. Hier habe ich dann auch zu Abend gegessen.

Am nächsten Morgen fahre ich hinunter in den kleinen Ort Geiranger, der eigentlich Maråk heißt, und nehme an einer einstündigen Fahrt durch den Fjord teil. Wir haben Glück, der Himmel klärt sich auf und die Sonne lacht uns zu. Im Hafen dümpelt die Queen Victoria. Jetzt bin ich also an einem der meistbesuchten Ziele Norwegens, seit 2005 gehört der Fjord zum UNESCO Welterbe. In einer Broschüre lese ich, dass jährlich rund 500.000 Besucher bzw. 170 Kreuzfahrtschiffe dieses Ziel ansteuern.

Erwartungsvoll betrete ich das Ausflugsboot und nehme an der ersten Fahrt des Tages teil, der Besucheransturm hält sich noch in akzeptablen Grenzen. Mehrsprachige Bordhinweise informieren uns über den jeweiligen Stand. Und dann heißt es nur noch genießen!

Ich lehne mich zurück und lasse die Landschaft an mir panoramagleich vorbeirauschen. Steile Felswände, rauschende Wasserfälle, ab und zu eine kleine Farm, die aber nicht mehr betrieben wird. Hoher Überlebenswille war erforderlich, um an dieser unwirtlichen Stelle den Boden zu beackern. Aufgrund der steilen Hänge wurden die Kinder der Bauern früher beim Spielen mit Seilen gesichert. Auf einem der Höfe feierte das norwegische Königspaar seine Silberhochzeit. Natürlich begeistern uns die „sieben Schwestern“, die berühmtesten Wasserfälle des Fjordes und der „Brautschleier“, dessen feines Wasser im Mai und Juni am besten zur Geltung kommt.
Weitere statistische Fakten: 16 km lang, tiefste Stelle 260 m, Berge an beiden Seiten des Ufers 1.200 bis 1.600 m hoch, die „sieben Schwestern“ fallen 250 m hinunter, ihre Quelle befindet sich auf einem Gipfel in 1.260 m Höhe.

Begeistert verlasse ich das Schiff und staune über die erwartungsvoll wartenden Menschenmassen im Hafen. Schnell steige ich ins Auto und fahre auf den 1.495 m hohen Berg „Dalsnibba“. Enge Serpentinen verlangen hohes fahrerisches Können von den Wohnwagen- oder Wohnmobiltouristen. Nach Entrichtung der Maut sind es nur noch ein paar Meter bis zum Parkplatz. Der Ausblick ist phänomenal, man schaut auf den Fjord, der imposant von hohen Bergen, zumeist schneebedeckt, umgeben ist.

Nun geht es weiter, allerdings halte ich noch etliche Male an und bestaune den Fjord aus diversen Perspektiven. Auch mein Mittagessen nehme ich auf einem Panoramaparkplatz ein. Über Grande geht es nach Eidsdal und dann mit einer Fähre über den Norddalsfjorden nach Sylte. Beim Tanken werde ich wieder an die norwegischen Preise erinnert, ein Liter Benzin kostet über 25 Prozent mehr als in Deutschland – und das in einem Land, das mit Ölvorkommen sein Geld verdient.


Trollstigen

Nun bin ich an der wohl berühmtesten aller nordischen Bergstraßen. Der 11 km lange Trollweg windet sich in elf Schwindel erregenden Haarnadelkurven hinab und überwindet dabei über 800 Höhenmeter. Leider befahre ich die Stigen von oben, also umgekehrt. Auf halber Strecke wende ich, um doch den Nervenkitzel des Hochfahrens zu erleben. Fast senkrecht abfallende Felswände, 12 Prozent Steigung, spektakuläre Wasserfälle und gefährliche Abgründe sorgen dafür, dass mir diese Fahrt nachhaltig in Erinnerung bleiben wird. Oben angekommen dann das übliche touristische Spektakel. Große Parkplätze, Souvenirshops und Cafeterias sorgen sich um das Wohl der Gäste, aber ein paar Schritte weiter kommt jeder Besucher auf verschiedenen Aussichtsplattformen zu seinem Recht.

Über Åndalsnes geht es weiter. Zahlreiche Campingplätze, die auch Hütten anbieten, stehen verkehrsgünstig zur Verfügung. Nachdem einige Tunnel passiert wurden, erreiche ich gegen Abend die Stadt Ålesund.



Ålesund


Ein Hotel hatte ich vorher nicht reserviert, aber eine freundliche Mitarbeiterin an der Tankstelle empfiehlt mir das „Scandic Ålesund“. Nach kurzer Zeit ist es erreicht und ich checke ein.
Schmucke steinerne Jugendstilhäuser, baustilistisch ganz untypisch für Norwegen, prägen das Bild der etwa 42.000 Einwohner zählenden Stadt. Besonders gute Beispiele der mit reichen Ornamenten verzierten Fassaden findet man in der Apotekergata, quasi beim Hotel „um die Ecke“.

Ålesund ist auf drei Inseln angesiedelt und wird manchmal auch als schönste Stadt des Landes bezeichnet. Der Hausberg Aksla liegt immer im Fokus des Besuchers. Nach einem langen Spaziergang durch die Innenstadt und am Hafen entlang lande ich im modern eingerichteten „Anno“ und lasse mir das Abendessen schmecken. Auch hier werden, wie schon häufig zuvor, die Kartoffeln ungeschält serviert. Es hat wieder angefangen zu regnen, aber es kümmert mich nicht.

Vom Frühstücksraum des Hotels hat man einen wunderbaren Blick auf den Hafen, die Sonne scheint wieder und ich freue mich auf die Weiterfahrt. Jetzt bin ich erneut auf der E 39, aber der Verkehr ist sehr übersichtlich. Die Fähre über den Moldefjord benötigt eine knappe halbe Stunde, schneller geht es über den Trangfjorden nach Halsa. Nun sind es nur noch ein paar Kilometer bis Trondheim.


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