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Lagerhäuser

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Abendstimmung an der Nidelva

Abendstimmung an der Nidelva

Nidarosdom

Nidarosdom

Bybrua

Bybrua

Bybrua

Bybrua

Wasserfälle - Fjorde - Seen

eine Reise durch Norwegen und Finnland

Trondheim

Das „BW Chesterfield Hotel“ ist schnell gefunden. Es liegt zentral und nach kurzer Zeit erreiche ich den Torget, den Marktplatz mit der Säule von Wikingerkönig Olav Tryggvason. Doch mein Ziel heißt Bybrua. Die ehemalige Zugbrücke aus dem 19. Jh. mit den roten Torbögen spannt sich fotogen über die Nidelva. Alte bunte Lagerhäuser auf hölzernen Stelzen zu beiden Seiten am Ufer spiegeln sich im Wasser des Flusses.

Trondheim gefällt mir. Modern und jung, aber auch historisch und ruhig, dem Charme der ehemaligen Hauptstadt, früher Nidaros genannt, kann sich kein Besucher entziehen. Unter den rd. 170.000 Einwohnern befinden sich viele Studenten, etwa 80 Prozent aller norwegischen Bauingenieure, so lese ich, haben hier studiert. Dementsprechend stellt sich natürlich auch die gastronomische Szene dar.

Unweit der Brücke erhebt sich die Nidaros Domkirche. Sie gilt als Norwegens Nationalheiligtum, als das Wahrzeichen Trondheims und als größtes mittelalterliches Bauwerk von ganz Skandinavien. Immer wieder durch Brände zerstört, wurde der Dom 1930 neu geweiht. Eine Innenbesichtigung wird mir von einer freundlichen Frau verwehrt, denn die Besuchszeit geht gerade zu Ende.

Nach dem Abendessen laufe ich durch das restaurierte Hafenviertel und lausche ein paar Momente den Klängen einer guten Straßenband. Später begebe ich mich in den English Pub „Three Lions“ in der Nähe des Hotels. Ein Gitarrist unterhält uns mit Oldies, aber auch mit der norwegischen Version von der „Nordseeküste“.

Conrad hat schon ein paar Glas Bier getrunken, als er mich anspricht und nach dem woher und wohin fragt. Während dieser interessanten Unterhaltung erfahre ich einiges über Norwegen und die norwegische Lebensweise. Vom Nachbarn Schweden hält er nicht sehr viel, seiner Meinung nach arbeiten viele Menschen dieses Landes im norwegischen Service. Dafür feiern sie aber die Mitsommernacht besser und intensiver. Rune Bratseth, den legendären ehemaligen Werder-Libero, kennt Conrad natürlich auch. Angeblich hat sein Bruder in der Jugend zusammen mit Rune gekickt.

Nachdem ich am nächsten Morgen den langen Kampf mit dem Parkscheinautomaten gewonnen habe, ein freundlicher Passant hilft mir zum Glück, fahre ich das Auto zum Flughafen und gebe es dort ab. Nachmittags zeigt das Thermometer knapp 25 Grad an. Ich schlendere durch die Fußgängerzone, esse auf dem Fischmarkt eine Suppe und besichtige den Innenraum des Doms. Die Kirche wurde, so lese ich, über dem Grab des heilig gesprochenen Olav Haraldsson errichtet. Ende Juli werden jährlich an dieser Stelle die Olav-Tage gefeiert. Ann-Karin, die ich ein paar Tage später auf den Lofoten kennen lernen werde, wird mir später mailen, dass sie an dieser Feier teilgenommen hat.

Den Stiftsgården, das größte Holzhaus in Norwegen sehe ich nur von außen. Es wird heute als königliche Residenz genutzt. Straßenmusiker unterhalten die Vorbeigehenden mit my way, Rosamunde und Kalinka. Abends lande ich wieder im „Three Lions“, Conrad ist natürlich auch zugegen.

Nass und kühl ist es, als ich am nächsten Morgen zum Hafen gehe und auf dem Schiff der Hurtigrute einchecke.

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