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endlich in Neuseeland

endlich in Neuseeland

Delphine im Marlborough Sound

Delphine im Marlborough Sound

unterwegs einige Seehunde

unterwegs einige Seehunde

Pohutu

Pohutu

Mt. Taranaki

Mt. Taranaki

Beehive

Beehive

Old Government Building

Old Government Building

Lake Tekapo

Lake Tekapo

Milford Sound

Milford Sound

Queenstown

Queenstown

Sonnenuntergang in Queenstown

Sonnenuntergang in Queenstown

Queenstown

Queenstown

Blick auf Kapiti Island

Blick auf Kapiti Island

auf Kapiti Island

auf Kapiti Island

in Hobbiton

in Hobbiton

in Hobbiton

in Hobbiton

Mit Freu(n)den um die Welt

Erinnerung an ein fünfmonatiges Sommermärchen

Neuseeland

Auckland
Nach gut fünf Stunden senkt sich der Flieger zur Landung in Auckland. Nur, jetzt schreiben wir einen Tag später, denn die Datumsgrenze wurde überflogen. Auf dieses Ereignis habe ich mit einer Flasche Bier angestoßen.
Die Gepäckkontrolle in Auckland ist wesentlich gründlicher als in den 80er Jahren. Mit Lautsprecherdurchsagen, schriftlichen Hinweisen, Durchleuchtungsanlagen und Hunden wird informiert bzw. kontrolliert, dass keine Lebensmittel und andere tierische Stoffe ins Land eingeführt werden. Früher ging eine Stewardess mit Spraydose durchs Flugzeug.
Schmiedel wartet bereits am Ausgang und glücklich fallen wir uns in die Arme. Zwei Jahre haben wir auf diesen Moment gewartet. Nun schnell ins Hotel, einchecken und das Abenteuer kann beginnen. Heute lassen wir es noch etwas bedächtig angehen, wandern zum Hafen und planen unter Zuhilfenahme einiger Pitcher die weitere Vorgehensweise.
Im Vergleich zu meinem ersten Besuch, Anfang 1989, hat sich in der mit 405.000 Einwohnern größten Stadt des Landes viel verändert. Burgerläden in dieser Menge hat es nicht gegeben, auch nicht die zahlreichen, etwas mehr als einen Meter breiten, meist asiatischen Verpflegungszeilen. Doch am stärksten bin ich über die Preisexplosion erstaunt, das habe ich anders in Erinnerung.
In Neuseeland ist es, wenn ich so an die letzten Wochen denke, doch relativ kühl und erstmals nach über einem Monat greife ich wieder zur Jacke, und das im Sommer.
Das aus Nord- und Südinsel und 700 kleinen Inseln bestehende Land der langen weißen Wolke liegt rund 2.000 Kilometer südlich von Australien im Pazifischen Ozean. Flächenmäßig ist es geringfügig größer als die alte Bundesrepublik. Eine abwechslungsreiche Natur erfüllt alle Erwartungen. Auf der Nordinsel findet man eine sanfte grüne Hügellandschaft, Sandstrände und Vulkane. Fjorde und Gletscher prägen das Bild der Südinsel. Die Farne sind endemisch, auf den Kiwi, einen nachtaktiven flugunfähigen Vogel im Federkleid und den Kea, eine Papageienart, trifft man nur hier.
Das Bevölkerungswachstum ist leicht positiv, etwa 4,5 Millionen Menschen wohnen im Land. Erklärte man früher gern, dass auf jeden Neuseeländer zehn Schafe entfallen, so ist diese Gleichung nunmehr hinfällig. Die Anzahl der Wolllieferanten ist rückläufig und wird auf 30 Millionen geschätzt. Progressiv entwickelt sich die Milchviehhaltung auf über 5 Millionen Tiere. 90 Prozent der Milchprodukte werden exportiert, damit ist Neuseeland größter Exporteur weltweit. Weiterer wichtiger Wirtschaftsfaktor ist der Tourismus. Jeder zehnte „Kiwi“ findet in dieser Branche Beschäftigung.
Nach einem eher kargen Hotelfrühstück skypen wir mit dem erweiterten Stammtisch. Motiviert durch die guten Wünsche kümmern wir uns um einen Mietwagen, nehmen einen Nissan in Empfang und fahren südwärts. Auf den Weiden in dieser Gegend sind weitaus mehr Kühe und Rinder als Schafe zu sehen. In Cambridge legen wir eine kleine Pause ein und erfrischen uns etwas. Schmiedel erhält einen wunderbar verzierten Capuccino. Eine eindrucksvolle weiße Holzkirche in diesem Ort wird mir nachhaltig in Erinnerung bleiben.


Rotorua
Am frühen Nachmittag erreichen wir Rotorua und haben unser Tagesziel geschafft. Ein Hotel mit halbwegs akzeptablem Preis ist im dritten Anlauf gefunden. Mit dem Auto fahren wir nach Whakarewarewa. 1989, so erinnere ich mich gerne, ließen wir unseren Wagen stehen, gingen zu Fuß und ein freundlicher Herr reichte uns seinen Autoschlüssel, damit wir es bequemer hätten.
Der verlangte Eintrittspreis erstaunt mich, dabei spielt dieser Ort zur Darstellung und Erklärung der Maori-Kultur nicht mehr die Rolle von früher und das Versammlungshaus wird gerade renoviert. Dafür zeigt sich der Pohutu Geysir von seiner besten Seite und schießt lange Fontänen heißen Wassers in die Luft. Es zischt, dampft und köchelt an vielen Stellen und ein schwerer Schwefelgeruch hängt über der Anlage.
Die Maori bilden knapp 15 Prozent der neuseeländischen Bevölkerung. Das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen dieser Ureinwohner liegt deutlich unter dem Landesniveau, in der sozialen Unterschicht sind sie überproportional vertreten. Das ursprünglich aus Polynesien kommende indigene Volk besiedelte das Land vermutlich im 13. Jahrhundert. Im Jahre 1840 wurde der Vertrag von Waitangi unterzeichnet. Er regelt den ungetrübten Besitz von Land, Wäldern und Fischgründen. Einem Maori-Kollektiv aus sieben Stämmen wurde im Jahre 2008 176.000 Hektar kommerzielle Waldfläche und die Einnahmen aus deren Bewirtschaftung zugesprochen.
Als nächstes steht der Lake Rotorua auf dem Programm. Enten, Gänse und Schwäne, weiße und schwarze, schwimmen am Ufer entlang. Ein paar Passanten werfen ihnen Brotreste zu, die gierig angenommen werden. Zurück im Hotel bade ich im warmen Pool und danach im über 40 Grad heißen Thermalwasser.
Unser Motelvermieter meint, dass man im pigs + whistle gut essen könne. Es ist nicht sehr weit von der Unterkunft entfernt und soll einen guten Ruf haben. Gern folgen wir seiner Empfehlung und sind auch nicht enttäuscht worden. Die Bestellung wird am Tresen entgegen genommen, die Speise dann aber von einer Kellnerin oder einem Kellner serviert. Getränke holt man selbst von der Theke ab, nicht nur in diesem Lokal. Es ist allgemeine Gepflogenheit in Neuseeland. Später lauschen wir hier einer Lifeband und ich fühle mich stark an meine Jugendzeit erinnert. Auf dem Heimweg weht ein kühler Wind.
Es folgt ein Wochenende, wie man es sich wünscht, warme Sonne und blauer Himmel. Bis Wellington sind etwa 460 Kilometer zurückzulegen. Die Umgebung macht Spaß, zunächst fahren wir kilometerweit am Lake Taupo entlang. In der Gegend gibt es ebenfalls viele Thermalquellen. Danach bestimmt der Mt. Taranaki, früher bekannt als Mt. Egmont, das Bild. Sein Gipfel ist von Schnee bedeckt. Wir haben viele Serpentinen zu passieren, kommen durch kleine Ortschaften und staunen über die unvorstellbar hohen Hecken auf den an die Straße angrenzenden Feldern. Dass wir unterwegs wegen Geschwindigkeitsübertretung geblitzt werden, erfahren wir erst nach der Rückkehr in Deutschland.


Wellington
Nachmittags erreichen wir die Hauptstadt und checken im vorher gebuchten Hotel ein. Es liegt zentral und wir benötigen kein Taxi für unsere Unternehmungen. Die Einwohnerzahl von Wellington beträgt knapp 200.000. Nun sind es nur noch ein paar Schritte zum Beehive, dem Bienenstock. In diesem Gebäude tagt das Kabinett. Etwas weiter erhebt sich das Old Government Building. Bei Fertigstellung war es das größte Haus Neuseelands und heute, von einem japanischen Palast abgesehen, das größte Holzgebäude der Welt ...

Interesse wie es weitergeht? Fortsetzung folgt - im Buch "Mit Freu(n)den um die Welt", bitte einfach nachstehenden Link anclicken

http://www.shaker-media.eu/de/content/bookshop/index.asp?ISBN=978-3-95631-226-7&ID=2

Aber selbstverständlich kann das Buch auch im Fachhandel oder bei den üblichen Online-Portalen erworben werden.

Vielen Dank.

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