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Teatro Petruzzelli

Teatro Petruzzelli

Handelskammer

Handelskammer

Fischer bei der Arbeit

Fischer bei der Arbeit

Hafen von Bari

Hafen von Bari

Basilica di San Nicola

Basilica di San Nicola

Castello und Burggraben

Castello und Burggraben

Teatro Margherita

Teatro Margherita

Küstenlandschaft bei Polignano

Küstenlandschaft bei Polignano

Blick auf das Castello Carlo V

Blick auf das Castello Carlo V

bei San Vito

bei San Vito

blühende Landschaft

blühende Landschaft

blühende Landschaft 2

blühende Landschaft 2

blühende Landschaft 3

blühende Landschaft 3

Trulli an der Adria

Trulli an der Adria

Trullo inmitten der Blüten

Trullo inmitten der Blüten

Trullo

Trullo

Apulien

bei Sonne, Wind und Regen

Bari

Jetzt sind wir also in der Metropole Apuliens, der mit über 320.000 Einwohnern größten Stadt, im Großraum Bari sollen doppelt so viele Menschen leben. Das Hotel ist nicht schlecht, weist aber auch Gebrauchsmängel und Abnutzerscheinungen auf. Zwar verfüge ich über ein geräumiges Doppelzimmer, kann mir aber vorstellen, dass es nicht jedem Gast gelingt, sich durch die enge Duschöffnung zu zwängen. Es regnet immer noch, als wir uns auf die Suche nach einem Restaurant machen. Schließlich landen wir im „Chagall“, holen die Karten heraus und warten, bis es 20:00 Uhr wird. Dann, nämlich, öffnet die Küche und wir haben nicht die geringste Lust angesichts dieses Wetters weiter durch die Straßen der nicht so reizvollen Vorstadt zu marschieren. Und wir machen alles richtig, der Wein mundet und die Antipasti, Pasta und Pizza treffen genau unseren Geschmack. Manchmal ist die Verständigung etwas holprig, aber wir kommen immerhin gut klar.

Am nächsten Morgen, einem Samstag, steigt unsere Stimmung beträchtlich, denn es hat aufgehört zu regnen und heller warmer Sonnenschein strahlt vom Himmel. Nach dem üblichen Frühstück gehen wir durch die etwas tristen Straßen zum Zentrum. Unterwegs schauen wir uns noch den Wochenmarkt an. Das Fisch- und Meerestiersortiment gefällt mir. Über eine Fußgängerbrücke beim Bahnhof erreichen wir die Innenstadt und sehen rechterhand am Corso Cavour das Teatro Petruzzelli mit seiner eindrucksvollen rotbraunen Fassade. Kurz darauf, hinter der Banca d`Italia, erhebt sich die Camera di Commercio, also die Handelskammer. Es versteht sich, dass sich Hartmut als aktiver Mitarbeiter dieser Branche für ein Foto in Position stellt. Nachdem wir uns das Teatro Margherita von außen ansehen konnten ist nun auch der Hafen erreicht. Fischer befördern ihren Fang vom Boot oder bessern die Netze aus, andere verkaufen den Fisch an vorbeikommende Passanten. Frischer geht es nicht. An einem Tisch wird lautstark dem Kartenspiel gefrönt, beobachtet von zahlreichen Kiebitzen.

Nun ist es nicht mehr weit bis zur Altstadt. Als erstes gehen wir über die Piazza Mercantile. Zahlreiche Bars und Restaurants haben Tische und Stühle herausgestellt und warten auf ihr Wochenendgeschäft. Durch enge Gassen hindurch erreichen wir die Basilica di San Nicola. Die aus weißem Kalkstein errichtete romanische Prachtkirche erinnert zuweilen an eine Festung. In der Krypta findet gerade ein Gottesdienst statt. Nachdem wir uns noch die Kathedrale angesehen haben, suchen wir einen freien Tisch, erfrischen uns, essen ein leckeres Eis, holen die Karten hervor und spielen.

Das Castello Normanno Svevo steht als letztes auf unserem heutigen Besichtigungsprogramm. Über eine Brücke, die den trockenen Burggraben überspannt, betreten wir den Innenhof, entrichten drei Euro Eintritt und sehen uns die Wehranlage an. Sie wird zurzeit aufwändig restauriert. Zeitweise wurde die Burg als Kerker genutzt. In den Räumen ist eine Ausstellung untergebracht. Dann geht es heimwärts und ich freue mich auf das bevorstehende Bundesligaspiel, dass ich wegen seiner Wichtigkeit am Lifeticker verfolgen möchte und werde. Jedoch, über das Ergebnis müssen wir den Mantel des Schweigens decken. Zum Abendessen gehen wir in das Ristorante „Joseph“ und werden zum Glück wunderbar bedient, sodass sich meine Laune auch wieder verbessert. Schade, dass wir später in der Umgebung kein Lokal mehr finden, um ein paar Runden Skat zu spielen.

Auch am Sonntag freuen wir uns über ein angenehmes Frühlingswetter. Mit dem Auto fahren wir zunächst nach Polignano a Mare und von dort bis Monopoli. Immer an der Adria entlang, ein paar Mutige baden im doch noch recht kühlen Meer. Wir stellen das Fahrzeug ab und wandern zum Castello Carlo V, dann weiter zur benachbarten Bastione Santa Maria mit den zwei Kanonen und werden mit einem herrlichen Ausblick auf das Hafenpanorama belohnt. Die Hafenstadt Monopoli, knapp 50.000 Einwohner, erlangte ihren Aufschwung im Mittelalter durch Handel mit Oliven, Wein und Mandeln. So steuern auch wir in der Altstadt einen Laden an und versorgen uns mit Wein, Olivenöl und anderen heimischen Spezialitäten. Später, beim Verbrauch oder Verzehr dieser kulinarischen Souvenirs, werden wir uns immer an die Tage in Apulien erinnern können.

Auf kleinen Wegen fahren wir heimwärts, häufig müssen wir anhalten, da die herrliche Naturlandschaft mit den gelben Blüten oder roten und blauen Blumen ein begehrtes Fotomotiv darstellen, ebenso die Trulli, an denen wir unterwegs vorbeikommen. Manchmal schreckt eine Eidechse auf und huscht davon. In der Nähe von San Vito finden wir ein kleines Strandrestaurant, das „Cala Ponte“, und stärken uns mit frischen Meeresfrüchten.

Abends haben alle bekannten Lokale in der Umgebung geschlossen und wir sind gezwungen, ins Zentrum zu gehen. An der Piazza Mercantile gibt es noch ein paar freie Tische im „Il Sedite“. Hier speisen wir und dürfen anschließend auch noch bleiben und Karten spielen. Eigentlich wollten wir uns zum Hotel zurückfahren lassen, doch trotz mehrfacher Nachfragen gelingt es uns nicht, ein Taxi aufzutreiben. Noch ein letzter Absacker im „Est!“ und dann ist die Reise beendet.

Am nächsten Morgen startet das Flugzeug pünktlich und auch der Weiterflug von Stuttgart nach Bremen mit Germanwings in Vertretung von Eurowings erfolgt ohne Verspätung. Horst reklamiert die Probleme beim Hinflug und nach ein paar Tagen teilt uns die Gesellschaft mit, dass wir angemessen entschädigt werden. Und so stehen einer nächsten Reise alle Türen offen.








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