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Rano Raraku

Rano Raraku

Abendstimmung in Hanga Roa

Abendstimmung in Hanga Roa

Anakena

Anakena

Cristobal und Héctor

Cristobal und Héctor

Señorita

Señorita

Schildkröte

Schildkröte

Ahu Akivi

Ahu Akivi

Vulkankrater

Vulkankrater

Blick auf Tongariki

Blick auf Tongariki

Hanga Roa am Abend

Hanga Roa am Abend

Inselschönheit

Inselschönheit

Mit Freu(n)den um die Welt

Erinnerung an ein fünfmonatiges Sommermärchen

Osterinsel

Hanga Roa
Etwas müde besteige ich die Boeing 767 und genieße den Flug auf die Osterinsel, heute habe ich genug Platz. Neben mir sitzt ein Japaner und packt vorsorglich vier Bücher aus. Die von den Einheimischen Rapa nui, übersetzt entlegenster Flecken, genannte Insel im Südpazifik gehört politisch zu Chile. Über 3.500 Kilometer trennen sie vom Heimatland, bis Tahiti sind es rund 4.250 Kilometer. Ihren Namen erhielt die Insel vom holländischen Kapitän, der am Ostersonntag 1722 als erster Europäer das nur von Polynesiern bewohnte Eiland betrat. Drei Hauptvulkane bilden die als Dreieck aus dem Pazifik ragende Isla de Pascua, so die spanische Bezeichnung. Es heißt, dass es keinen Platz auf der Welt gibt, der weiter von einem anderen bewohnten Ort entfernt ist. Rund 5.800 Menschen wohnen auf der Insel. Wilde Pferde, Rindvieh und Schafe lassen es sich auf der grasbewachsenen Hügellandschaft gut gehen.
Mein Abholer verspätet sich etwas. Die Cabaña Manatea liegt etwas außerhalb des eigentlich einzigen Inselortes Hanga Roa, aber nur wenige Minuten vom Meer entfernt.
Neugierig mache ich mich auf den Weg und entdecke auch nach kurzer Zeit hinter dem Friedhof die ersten Moai im Tahai-Park, wie sie überlebensgroß die Grabanlage bewachen. Im Ort selber überrascht mich das Preisniveau, so teuer hatte ich es mir auf der Insel nicht vorgestellt. Unterwegs treffe ich ein Paar aus Bremen und wir unterhalten uns einen Moment. Etwas Probleme bereitet mir das Handling des Geldautomaten der Banco Estado, glücklicherweise gibt es noch eine andere Bank im Ort.
Die wenigsten Häuser haben Internetverbindung und so suche ich mir manchmal ein Lokal, das diesen Kriterien nicht entspricht, um wenigstens die Emails zu lesen und natürlich auch, um den Blog weiter zu führen. Hin und wieder bin ich gezwungen, in ein relativ teueres Internetcafé zu gehen.
Im Hotel ist ein Rumäne abgestiegen. Er fragt, ob wir nicht gemeinsam ein Auto mieten wollen. Aber ich hatte im Hotel schon nach einer Rundfahrt gefragt. Am nächsten Morgen werde ich früh vom Krähen der Hähne geweckt. Ein Taxi hupt und der Fahrer offeriert mir sein Angebot für eine Inselrundfahrt, aber es ist mir eindeutig zu teuer und Silvio, der Rumäne, hat keine Lust, sich mir anzuschließen. Er meint vielmehr, dass auch die Frau, die uns vom Flughafen abgeholt hat, ein interessantes Angebot habe.
So gehe ich in den Ort zum Frühstücken und beobachte anschließend ein paar Schildkröten, wie sie sich im seichten Wasser aufhalten und manchmal nach Luft schnappen. Hin und wieder überrascht ein heftiger Regenschauer. Im wunderbar klimatisierten Büro des Telefonanbieters Entel lese ich kostenlos meine Nachrichten auf dem Handy.
Später entscheiden wir uns, doch eine Rundfahrt mit Yvonne einzugehen, aber es kostet denselben Preis. Gut, jetzt sind wir halt zu zweit. Für den Nationalpark sind 60 US-Dollar zu entrichten, allerdings für mehrere Tage und Eintritte gültig.


Inselrundfahrt

Wir fahren die interessantesten Punkte an und ich bin wirklich überrascht und angetan, was auf dieser kleinen Insel alles zu sehen ist. Yvonne, unsere charmante Fahrerin, ist sehr kundig, leider erklärt sie nur in spanischer Sprache. Silvio spricht wenig Spanisch, meint aber, als Rumäne alles zu verstehen, weil sich die Sprachen halt ähneln.
Trotz umfangreicher Forschung ist Alter und Zweck der Steinskulpturen noch immer umstritten. Wahrscheinlich stellen sie Häuptlinge und Ahnen dar und bilden ein Bindeglied zwischen der diesseitigen und jenseitigen Welt. Die individuell unterschiedlich aussehenden Moai verfügen alle über einen überdimensional langen Kopf, der ein Drittel der Figur einnimmt. Am Bauchnabel enden die Statuen.
Jetzt bei der Rundfahrt sehe ich erst, wie übersichtlich die Insel doch ist. Kühe, aber auch wilde Pferde laufen über die Straße zu ihren Weideplätzen. Die Versorgung der Bewohner ist gar nicht so einfach, da kein großer Hafen vorhanden ist. Die Güter werden mit Flugzeugen angeliefert oder mit Schiffen, wobei die Ladung dann auf kleinen Barkassen an Land gebracht wird. Dafür kann sich Rapa Nui aber mit einem Riesenflughafen brüsten. Die Start- und Landebahn verläuft praktisch über die ganze Insel und wurde in dieser Länge speziell für die amerikanischen Space Shuttles gebaut.
Als ersten Punkt steuern wir Rano Raraku an. Hier muss unser Ticket vorgezeigt werden. Im Reiseführer wird dieser Ort auch als bekanntester Steinbruch der Welt oder Moai-Werkstatt bezeichnet. Über 400 bis zu 250 Tonnen schwere Statuen sind zu sehen, davon ist eine 23 Meter hoch ...

Interesse wie es weitergeht? Fortsetzung folgt - im Buch "Mit Freu(n)den um die Welt", bitte einfach nachstehenden Link anclicken

http://www.shaker-media.eu/de/content/bookshop/index.asp?ISBN=978-3-95631-226-7&ID=2

Aber selbstverständlich kann das Buch auch im Fachhandel oder bei den üblichen Online-Portalen erworben werden.

Vielen Dank.

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